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12.11.2021 - Zensus 2022: 38 Erhebungsstellen in Sachsen-Anhalt nehmen ihre Arbeit auf

Die Vorbereitungen zum Zensus 2022 laufen auf Hochtouren. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt berichtet, haben 38 Kommunen ihre Arbeit als Erhebungsstelle in Sachsen-Anhalt für den Zensus 2022 aufgenommen. Wo diese Erhebungsstellen sind und welche Aufgaben sie haben, ist im Zensusausführungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (ZensAG 2022 LSA) geregelt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der örtlichen Erhebungsstelle nehmen beim Zensus 2022 im Rahmen der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis und der Befragung an Anschriften mit Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften diverse Aufgaben wahr und unterstützen das Statistische Landesamt bei der Erhebung der amtlichen Bevölkerungszahl vor Ort. Die Erhebungsstellen kümmern sich dabei eigenverantwortlich um die Anwerbung, Betreuung, Schulung und Koordination der Interviewerinnen und Interviewer, den sogenannten Erhebungsbeauftragten. Des Weiteren sind die örtlichen Erhebungsstellen auch Anlaufpunkt für alle Einwohnerinnen und Einwohner im Erhebungsbereich, um eventuelle Fragen zum Zensus 2022 zu klären.

Im Rahmen eines Zensus wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Stichtag für den nächsten Zensus ist der 15. Mai 2022. In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird.

Die erhobenen Daten werden strikt geheim gehalten. Nach dem Rückspielverbot ist dabei sicherzustellen, dass die erhobenen Angaben nicht für andere als statistische Zwecke verwendet werden. Die Statistische Geheimhaltung erfordert besondere Schutzmaßnahmen für den Zugriff auf Daten. Daher werden die Erhebungsstellen räumlich, organisatorisch und personell von anderen Verwaltungsstellen getrennt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Interviewerinnen und Interviewer unterliegen dem Datengeheimnis und der statistischen Geheimhaltungspflicht.

Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt unterstützt die entsprechenden Kommunen fachlich sowie in IT-Fragen und bei der Administration. 

Ab dem Zensusstichtag am 15. Mai 2022 werden Interviewerinnen und Interviewer in ganz Deutschland unterwegs sein, um die Befragungen für den Zensus 2022 durchzuführen. Dafür werden viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gebraucht.

Voraussetzungen für die Tätigkeit als Interviewerin oder Interviewer sind Volljährigkeit, Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit sowie zeitliche Flexibilität. Die Tätigkeit wird ehrenamtlich ausgeübt, für die eine attraktive Aufwandsentschädigung gezahlt wird. Aus Datenschutzgründen dürfen sie nicht in der unmittelbaren Nähe ihrer Wohnung eingesetzt werden. Außerdem dürfen sie die aus ihrer Tätigkeit gewonnenen Erkenntnisse über Auskunftspflichtige zu keinem Zeitpunkt für andere Zwecke als den Zensus verwenden.

Möchten Sie als Interviewerin oder Interviewer beim Zensus 2022 in Sachsen-Anhalt die Erhebungsstellen unterstützen? Eine Übersicht der zuständigen Erhebungsstellen finden Sie hier.

11.11.2021 - Zensus 2022: Alle 218 Gemeinden Sachsen-Anhalts liefern Melderegisterdaten zum Stichtag 14. November 2021

Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bereiten für den Zensus 2022 den bundesweiten Rahmen für die 5. Melderegisterdatenlieferung im November 2021 vor. In den Melderegistern der Gemeinden sind die demografischen und geografischen Basisdaten (u. a. Geburtsort und -datum, Nationalität, Wohnanschrift) zu jeder in Deutschland gemeldeten Person gespeichert. Alle 218 Gemeinden Sachsen-Anhalts liefern Melderegisterdaten zum Stichtag 14. November 2021 an die amtliche Statistik.

Zur Vorbereitung und Durchführung des Zensus 2022 sind insgesamt 6 Datenübermittlungen aus den Melderegistern sowie zusätzlich eine Pilotdatenlieferung vorgesehen. Die bereits erfolgten Datenübermittlungen umfassten im Wesentlichen Informationen zu den Anschriften der in Deutschland gemeldeten Personen. Mit der jetzigen Melderegisterdatenlieferung zum Stichtag 14. November 2021 gemäß § 5 Zensusgesetz 2022 erfolgt nun die stichtagsnahe Aktualisierung des sogenannten Referenzdatenbestandes. Der Referenzdatenbestand enthält alle Anschriften aus den Melderegister- und Vermessungsämtern sowie demografische Angaben zu den dort gemeldeten Personen. Er dient dem Zensus 2022 als Grundlage für die Ziehung der Haushaltsstichprobe sowie zur Bereitstellung der Anschriften für die Erhebung an Sonderbereichen und aktueller Eigentümeranschriften, die für die Gebäude- und Wohnungszählung benötigt werden.

Die Kommunen in Sachsen-Anhalt wurden vom Statistischen Landesamt bereits über die erforderlichen Schritte informiert. Schon beim Dateneingang finden neben Schemaprüfungen auch Spezifikationsprüfungen statt. Der technische Datenempfang aus den Melderegistern erfolgt zentral für alle Statistischen Landesämter beim Statistischen Bundesamt. Das Statistische Landesamt erteilt die Freigabe und die Weitergabe der Landesdaten an den Referenzdatenbestand.

Damit nicht alle Einwohnerinnen und Einwohner direkt befragt werden müssen, greifen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bei der Vorbereitung und Durchführung des Zensus 2022 unter anderem auf Daten aus den amtlichen Melderegistern zurück. Für den registergestützten Zensus sind die Melderegister die wichtigste Datenquelle, auf deren Basis zahlreiche Grunddaten zur Bevölkerung bestimmt werden.

Die nationalen rechtlichen Grundlagen sind das Bundesstatistikgesetz (BStatG) und das Zensusgesetz 2022 (ZensG 2022). Der Schutz personenbezogener Daten hat höchste Priorität. Die Online-Datenübermittlung erfolgt verschlüsselt.

09.11.2021 -Zensus 2022: Erinnerungsschreiben zur Vorbefragung der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) in Sachsen-Anhalt werden versendet

Seit dem 20. September 2021 findet in Sachsen-Anhalt die Vorbefragung zur Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) statt. Wie das Statistische Landesamt berichtet, werden nun die ersten Erinnerungsschreiben versendet. Bisher haben 37 500 Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Verwaltungen ihre Informationen übermittelt. Dies entsprach einer Quote von ca. 55 %. Im Gegensatz zum Zensus 2011 soll die Beantwortung von Fragebogen des Zensus 2022 vorrangig online erfolgen, um Zeit zu sparen, die Datenqualität zu erhöhen und die Belastung und Kosten für die Bevölkerung zu minimieren. Die Meldung kann jedoch auch telefonisch oder mit einem Papierfragebogen erfolgen. Wer noch nicht gemeldet hat, erhält nun neben den Online-Zugangsdaten auch den Papierfragebogen per Brief mit einer neuen Rückmeldefrist.

Sollte sich das Erinnerungsschreiben mit der Meldung zur Vorbefragung 2021 überschneiden, so kann das Schreiben als gegenstandslos betrachtet werden. Zur Klärung von Fragen hat das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt eine Servicenummer eingerichtet, die unter der Telefonnummer 0345 6849 6444 Montag bis Freitag von 07:00 - 21:00 Uhr und Samstag von 09:00 - 16:00 Uhr erreichbar ist. Auskunftspflichtige Personen sollen die Auskünfte zur Vorbefragung 2021 innerhalb der Rückmeldefrist erteilen, die auf ihrem Anschreiben angegeben ist. Ist dies aus wichtigen Gründen jedoch nicht möglich, kann auch nach Ablauf der Frist noch gemeldet werden.

Ziel der Vorbefragung 2021 ist es, die Aktualität und Korrektheit der den Statistischen Landesämtern vorliegenden Angaben zu den auskunftspflichtigen Personen oder Unternehmen mit ihrer entsprechenden Gebäude- und Zustellanschrift gemäß § 8 und § 12 Zensusvorbereitungsgesetz 2022 zu überprüfen.

Die Eigentümer- und Gebäudedaten, die als Basis für die Vorbefragung und die Gebäude- und Wohnungszählung dienen, stammen aus verschiedenen Quellen wie zum Beispiel den Vermessungsbehörden oder den Grundsteuerstellen. Diese Daten weisen teilweise sehr unterschiedliche Strukturen auf, die vereinheitlicht werden müssen. Außerdem bilden diese Daten jeweils nur den Stand zu einem bestimmten Zeitpunkt ab. Spätere Ereignisse, wie beispielsweise Eigentümerwechsel oder Wohnortwechsel, sind möglicherweise noch nicht enthalten und sollen mithilfe der Vorbefragung ermittelt werden.

Für die Vorbefragung 2021 gilt eine Auskunftspflicht. Grundsätzlich besteht die Auskunftspflicht auch, wenn sich auskunftspflichtige Personen aufgrund einer längeren Urlaubs- oder Geschäftsreise, eines Arbeitseinsatzes, eines Krankenhausaufenthaltes oder aus anderen Gründen an einem anderen Ort als dem Wohnort beziehungsweise im Ausland aufhalten. Alternativ kann auch die Person, die sich um die Post kümmert, beauftragt werden, die Auskünfte zur Vorbefragung 2021 zu erteilen.

Weitere Informationen zur Vorbefragung finden Sie auf hier.

Melden Sie online unter www.zensus2022.de.

Der Zensus 2022 – ein Großprojekt des Statistischen Verbundes

Der nächste Zensus wird aufgrund der Corona-Pandemie in das Jahr 2022 verschoben. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Verschiebung des Zensus steht als neuer Stichtag der 15. Mai 2022 fest. Das Gesetz ist am 10. Dezember 2020 in Kraft getreten. Die Verschiebung erfolgt aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, die auch die Vorbereitungen des Zensus in der öffentlichen Verwaltung betrafen. Ursprünglich sollte der Zensus im Jahr 2021 durchgeführt werden.

Vorbereitung des Zensus war durch Corona-Pandemie eingeschränkt

Die Arbeiten zur Vorbereitung der umfangreichsten statistischen Erhebung in Deutschland waren in Folge der Corona-Pandemie zeitweise nur eingeschränkt möglich. Beschäftigte vieler Kommunen und auch der statistischen Ämter wurden für andere Aufgaben wie die Unterstützung der Gesundheitsämter eingesetzt. Auch aktuell werden Beschäftigte aus der öffentlichen Verwaltung zum Beispiel wieder für die Kontaktnachverfolgung abgestellt.

Das Gros der Daten des Zensus wird zwar durch die Auswertung bestehender Quellen wie etwa der Melderegister gewonnen. Zur Erhebung von Informationen, die nicht in Registern verfügbar sind (beispielsweise zur Qualitätssicherung der Registerdaten), sind dennoch Vor-Ort-Befragungen erforderlich, deren Vorbereitung unter geltenden Pandemie-Bedingungen nicht möglich war. So konnten beispielsweise die vor Ort für die Befragung zuständigen Erhebungsstellen in Folge der Einschränkungen durch die Pandemie nicht wie geplant eingerichtet werden.

Mit dem anstehenden Zensus nimmt Deutschland an einer EU-weiten Zensusrunde teil, die seit 2011 alle zehn Jahre stattfindet. Die EU verpflichtet die Mitgliedstaaten zur Erfassung der amtlichen Bevölkerungszahlen sowie weiterer Zensusmerkmale. Um die Verpflichtungen für das von der EU geforderte Jahr 2021 zu erfüllen, werden die Ergebnisse des Zensus für die Lieferungen an die EU auf den 31. Dezember 2021 zurückgerechnet.

Mit dem Zensus wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Um verlässliche Basiszahlen für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig. In erster Linie werden hierfür Daten aus Verwaltungsregistern genutzt, sodass die Mehrheit der Bevölkerung keine Auskunft leisten muss. In Deutschland ist der Zensus eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird.

Quelle: www.zensus2022.de