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Werden Sie Interviewer/-in beim Zensus 2022

Unterstützen Sie die kommunalen Erhebungsstellen in Sachsen-Anhalt bei der Durchführung des Zensus 2022. Die zuständige Erhebungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie unter https://lsaurl.de/Erhebungsstellen

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24.05.2022 - Zensus 2022: Wiederholungbefragung startet in Sachsen-Anhalt

Zeitgleich mit der Haushaltebefragung im Rahmen des Zensus 2022 wird bundesweit eine Wiederholungbefragung (WDH) durchgeführt, wie das Statistische Landesamt mitteilt. Hierzu wird eine kleine Stichprobe von Haushalten, die bereits an der Haupterhebung beteiligt waren, erneut ausgewählt und von Erhebungsbeauftragten des Statistisches Landesamtes Sachsen-Anhalt befragt. Dies dient der Qualitätssicherung der Ergebnisse beim Zensus 2022.

Hierzu werden bundesweit bis maximal 4 % der Auskunftspflichtigen der Personenerhebung erneut befragt. In Sachsen-Anhalt betrifft dies 10 500 Auskunftspflichtige. Während die Koordinierung der Befragung im Rahmen der Haupterhebung durch die 38 kommunalen Erhebungsstellen übernommen wird, ist für die Durchführung der Wiederholungsbefragung in Sachsen-Anhalt das Statistische Landesamt als Erhebungsstelle verantwortlich.

Die Wiederholungsbefragung wird, wie die Haupterhebung, durch ehrenamtlich tätige Erhebungsbeauftragte mittels persönlicher Befragung durchgeführt.

Die Erhebungsbeauftragten kündigen den Befragungstermin schriftlich an und führen, wie bei der Haupterhebung, ein kurzes persönliches Interview, jedoch mit weniger Fragen durch.

Bei der Wiederholungsbefragung besteht ebenfalls eine gesetzliche Auskunftspflicht. Die Auskunftspflicht ist nicht durch die bereits erfolgte Auskunft in der ersten Befragung erfüllt.

Der Gesetzgeber hat durch § 22 des Zensusgesetzes (ZensG 2022) geregelt, dass die Zuverlässigkeit der Haushaltebefragung sowie der Befragung an Wohnheimen durch eine repräsentative Wiederholungsbefragung zu prüfen ist.

Sie möchten Haushalte befragen und sich so aktiv am Zensus 2022 beteiligen?

In den folgenden Landkreisen sucht die Erhebungsstelle Wiederholungsbefragung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt noch Erhebungsbeauftragte:

Landkreis Börde, Burgenlandkreis, Landkreis Harz, Landkreis Stendal, Altmarkkreis Salzwedel, Salzlandkreis.

Für den Einsatz als Erhebungsbeauftragte bzw. Erhebungsbeauftragter wird eine steuerfreie Aufwandsentschädigung gezahlt. Der Einsatz erfolgt im Zeitraum Ende Mai 2022 bis Anfang November 2022.

Bei Interesse erreichen Sie die Erhebungsstelle der Wiederholungsbefragung Sachsen-Anhalt wie folgt:

Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Dezernat 25 - Zensus
Erhebungsstelle Wiederholungsbefragung
Merseburger Straße 2
06110 Halle (Saale)

E-Mail:   wdh-zensus@stala.mi.sachsen-anhalt.de
Telefon: 0345 / 23 18 500

Zensus-Hotline (Allgemeine Fragen und GWZ) 0345 6849 6444

Das entsprechende Interessentenformular kann abgerufen werden unter:

https://statistik.sachsen-anhalt.de/zensus2022/wdh/eb/

Weitere Informationen zum Thema Zensus 2022 finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.

 

Der Zensus 2022 – ein Großprojekt des Statistischen Verbundes

Der nächste Zensus wird aufgrund der Corona-Pandemie in das Jahr 2022 verschoben. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Verschiebung des Zensus steht als neuer Stichtag der 15. Mai 2022 fest. Das Gesetz ist am 10. Dezember 2020 in Kraft getreten. Die Verschiebung erfolgt aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, die auch die Vorbereitungen des Zensus in der öffentlichen Verwaltung betrafen. Ursprünglich sollte der Zensus im Jahr 2021 durchgeführt werden.

Vorbereitung des Zensus war durch Corona-Pandemie eingeschränkt

Die Arbeiten zur Vorbereitung der umfangreichsten statistischen Erhebung in Deutschland waren in Folge der Corona-Pandemie zeitweise nur eingeschränkt möglich. Beschäftigte vieler Kommunen und auch der statistischen Ämter wurden für andere Aufgaben wie die Unterstützung der Gesundheitsämter eingesetzt. Auch aktuell werden Beschäftigte aus der öffentlichen Verwaltung zum Beispiel wieder für die Kontaktnachverfolgung abgestellt.

Das Gros der Daten des Zensus wird zwar durch die Auswertung bestehender Quellen wie etwa der Melderegister gewonnen. Zur Erhebung von Informationen, die nicht in Registern verfügbar sind (beispielsweise zur Qualitätssicherung der Registerdaten), sind dennoch Vor-Ort-Befragungen erforderlich, deren Vorbereitung unter geltenden Pandemie-Bedingungen nicht möglich war. So konnten beispielsweise die vor Ort für die Befragung zuständigen Erhebungsstellen in Folge der Einschränkungen durch die Pandemie nicht wie geplant eingerichtet werden.

Mit dem anstehenden Zensus nimmt Deutschland an einer EU-weiten Zensusrunde teil, die seit 2011 alle zehn Jahre stattfindet. Die EU verpflichtet die Mitgliedstaaten zur Erfassung der amtlichen Bevölkerungszahlen sowie weiterer Zensusmerkmale. Um die Verpflichtungen für das von der EU geforderte Jahr 2021 zu erfüllen, werden die Ergebnisse des Zensus für die Lieferungen an die EU auf den 31. Dezember 2021 zurückgerechnet.

Mit dem Zensus wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Um verlässliche Basiszahlen für Planungen zu haben, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Bevölkerungszahl notwendig. In erster Linie werden hierfür Daten aus Verwaltungsregistern genutzt, sodass die Mehrheit der Bevölkerung keine Auskunft leisten muss. In Deutschland ist der Zensus eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird.

Quelle: www.zensus2022.de

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