Eheschließungen und Ehescheidungen sowie Lebenspartnerschaften
Sowohl Deutsche als auch Ausländer, die im Bundesgebiet heiraten, werden nach dem Eheschließungsort erfaßt.
Die Statistik der Ehelösungen umfasst die rechtskräftigen Beschlüsse in Ehesachen vor den Familiengerichten. Das sind durch richterlichen Beschluss (vor 2009: durch Urteil) abgeschlossene Verfahren zur Scheidung oder zur Aufhebung einer Ehe.
Die Statistik der Aufhebung von Lebenspartnerschaften wurde 2014 eingeführt und stellt die rechtskräftigen Beschlüsse vor den Familiengerichten dar.
Pressemitteilungen
Zahl der Eheschließungen ging 2025 leicht zurück
2025 heirateten in Sachsen-Anhalt 7 834 Paare und somit 67 weniger als im Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt mitteilt. Bezogen auf den Ort der Eheschließung lagen der Landkreis Harz mit 996 und der Saalekreis mit 877 geschlossenen Ehen an der Spitze der kreisfreien Städte und Landkreise. Beide Landkreise führen seit 2017 ununterbrochen die Rangliste der Orte an, an denen Ehen geschlossen wurden. Die wenigsten Trauungen wurden im Altmarkkreis Salzwedel (310) und in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau (237) verzeichnet. Zu beachten ist, dass sich diese Zahlen auf den Ort der Eheschließung beziehen und nicht zwangsläufig den Wohnort der Paare widerspiegeln.
Bei den Eheschließenden handelte es sich in Sachsen-Anhalt größtenteils um Personen, die zum 1. Mal den Bund der Ehe eingingen. Bei 4 888 Paaren (62,4 %) waren beide Eheleute vor der Hochzeit ledig. Auf Platz 2 folgten mit 1 058 Hochzeiten (13,5 %) Paare, bei denen beide bereits mindestens einmal verheiratet waren und nach einer Scheidung erneut in den Hafen der Ehe einliefen. 206 Personen, die ein erneutes Glück gefunden hatten, waren hingegen bereits verwitwet.
2 715 Paare, bei denen beide Partner vor der Hochzeit ledig waren, hatten noch keine gemeinsamen Kinder (55,5 %), 1 413 erstverheiratete Paare hatten ein gemeinsames voreheliches Kind (28,9 %) und bei weiteren 666 Paaren waren es 2 gemeinsame Kinder (13,6 %). Der Anteil der Paare mit vorehelichen gemeinsamen Kindern hat sich in den letzten 15 Jahren kaum verändert. 2010 hatten 54,5 % der vorher ledigen Paare keine gemeinsamen Kinder. Leichte Verschiebungen gab es bei der Zahl der gemeinsamen Kinder. Der Anteil der Paare mit einem Kind lag 2010 etwas höher bei 35,3 %, 2 gemeinsame Kinder hatten hingegen 9,5 % der Ehepaare zuvor lediger Eheleute. Die Anzahl an Paaren, die zuvor beide den Familienstand ledig hatten, ist seit 2010 um 1 781 Paare (-26,7 %) zurückgegangen, ihr Anteil an allen Eheschließungen blieb allerdings im Wesentlich konstant (2010: 63,8 %).
Aus Gründen der statistischen Geheimhaltung werden ab dem Berichtsjahr 2025 die Zahlen der Eheschließungen mithilfe der Cell-Key-Methode leicht verändert. Dadurch bedingt addieren sich die jeweiligen Einzelwerte einer Tabellenzeile oder -spalte nicht notwendigerweise zur ausgewiesenen Gesamtsumme.
Weitere Informationen zur Statistik der Eheschließungen finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.
Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zu Eheschließungen können über die Tabellen zu Eheschließungen (12611) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 04.06.2026
Interaktive und statische Grafiken
Aktuelle Berichte
- Bevölkerung und natürliche Bevölkerungsbewegung (Eheschließungen, Geburten, Sterbefälle): 2024
- Gerichtliche Ehelösungen: 2024 - Excel
Aktuelle Tabelle
Eheschließungen und Ehescheidungen seit 1980
Jahr | Ehe- | Ehe- | Ehescheidungen | |
1980 | 25 923 | 8 482 | 32,7 | |
1985 | 23 740 | 9 191 | 38,7 | |
1990 | 18 393 | 5 990 | 32,6 | |
1995 | 9 667 | 3 867 | 40,0 | |
2000 | 10 310 | 5 823 | 56,5 | |
2001 | 9 359 | 5 829 | 62,3 | |
2002 | 9 274 | 5 838 | 63,0 | |
2003 | 9 314 | 5 863 | 62,9 | |
2004 | 10 748 | 5 866 | 54,6 | |
2005 | 10 980 | 5 227 | 47,6 | |
2006 | 10 114 | 5 097 | 50,4 | |
2007 | 10 117 | 4 924 | 48,7 | |
2008 | 10 515 | 4 994 | 47,5 | |
2009 | 10 346 | 4 729 | 45,7 | |
2010 | 10 453 | 4 500 | 43,0 | |
2011 | 10 264 | 4 808 | 46,8 | |
2012 | 10 707 | 4 620 | 43,1 | |
2013 | 10 083 | 4 220 | 41,9 | |
2014 | 10 146 | 4 199 | 41,4 | |
2015 | 10 575 | 4 109 | 38,9 | |
2016 | 10 465 | 4 183 | 40,0 | |
2017 | 10 424 | 3 808 | 36,5 | |
2018 | 11 370 | 3 479 | 30,6 | |
2019 | 10 217 | 3 546 | 34,7 | |
2020 | 9 187 | 3 389 | 36,9 |
1 ab 2018 einschließlich gleichgeschlechtliche Eheschließungen
In unserer Datenbank GENESIS-Online finden Sie Ergebnisse der Statistik der Bevölkerung. Die Datenbankinhalte werden sukzessive ausgebaut.

