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Todesursachen

Die Todesursachenstatistik ist mangels umfassender Morbiditätsstatistiken die am weitesten verbreitete Statistik zur Analyse der quantitativen Bedeutung einzelner Krankheiten. Aufgabe der Todesursachenstatistik ist es, eine Übersicht über die vorherrschenden Todesursachen einer Region zu geben. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen und Strategien z. B. für die Gesundheitspolitik und die epidemiologische Forschung abgeleitet. Im Kern geht es um die Frage, durch welche präventiven und medizinisch-kurativen Maßnahmen die Lebenserwartung und -qualität der Bevölkerung erhöht werden kann.

Pressemitteilungen

51 Todesfälle durch illegale Drogen 2024

Nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik verstarben 2024 in Sachsen-Anhalt 7 Frauen und 44 Männer durch Konsum illegaler Drogen, wie das Statistische Landesamt anlässlich des Anti-Drogen-Tages am 26. Juni mitteilt. Darunter fallen insbesondere Todesfälle infolge von Überdosierung, infolge langzeitigen Missbrauchs, Selbsttötungen aus Verzweiflung über die Lebensumstände oder unter der Einwirkung von Entzugserscheinungen. Tödliche Unfälle von unter Drogeneinfluss stehenden Personen sind hierbei allerdings nicht erfasst.

Damit verringerte sich die Zahl der an illegalen Drogen Verstorbenen im Land leicht gegenüber dem Vorjahr um 2, erhöhte sich allerdings gegenüber 2014 um 39 Todesfälle. In Summe der letzten 10 Jahre waren 3/4 (78,2 %) der an illegalen Drogen Verstorbenen männlich und vorwiegend im Alter zwischen 30 und 40 Jahren (38,2 %). Zwischen 2005 und 2014 lag dagegen die Zahl der Verstorbenen vorwiegend zwischen 20 und 30 Jahren (36,5 %). Der Anteil der männlichen Todesfälle lag bei 69,8 %.

Nach den Ergebnissen der Diagnosestatistik der Krankenhäuser mussten 2024 insgesamt 458 Frauen und 1 348 Männer aufgrund des Konsums illegaler Drogen stationär in einer Klinik behandelt werden. Gegenüber 2014 waren das 85 Patientinnen und 316 Patienten weniger.

Der illegale Drogenmarkt in Deutschland wird seit Jahren durch die auf Pflanzen basierenden Rauschgifte Heroin, Kokain und durch synthetische Betäubungsmittel dominiert. Alle Betäubungsmittel erzeugen spezifische Wirkungen, weitgehend gemeinsam ist ihnen ein euphorisierender Effekt. Die Teillegalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum in Deutschland ist am 01.04.2024 durch das Konsumcannabisgesetz (KCanG) in Kraft getreten. Patientinnen und Patienten mit psychischen und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide sind bis einschließlich 2023 in den Zahlen für illegale Drogen enthalten. 2023 wurden noch 654 Frauen und Männer aufgrund von Cannabiskonsum stationär im Krankenhaus versorgt, 2014 waren dies 491. 2024 wurden 523 Männer und 178 Frauen stationär im Krankenhaus betreut. Von den insgesamt 701 Patientinnen und Patienten waren 2/3 im Alter von unter 30 Jahren (unter 20 Jahre: 161 und zwischen 20 und unter 30 Jahre: 300).

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 23.06.2026

Aktuelle Berichte

  • Gestorbene nach Todesursache, Geschlecht und Altersgruppen: 2024

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Aktuelle Tabelle

In unserer Datenbank GENESIS-​Online finden Sie Ergebnisse zur Statistik der Todesursachen. Die Datenbankinhalte werden sukzessive ausgebaut.