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Gesundheitswesen

Die Ergebnisse der Krankenhausstatistik bilden die statistische Basis für viele gesundheitspolitische Entscheidungen des Bundes und der Länder und dienen den an der Krankenhausfinanzierung beteiligten Institutionen als Planungsgrundlage. Die Erhebung liefert wichtige Informationen über die Struktur der stationären Versorgung, über die Zusammenhänge zwischen Morbiditäts- und Kostenentwicklung im Krankenhausbereich sowie über die regionale Häufigkeit von Krankheitsarten. Sie dient damit letztlich auch der Wissenschaft und Forschung und trägt zur Information der Bevölkerung bei.

Die Todesursachenstatistik ist mangels umfassender Morbiditätsstatistiken die am weitesten verbreitete Statistik zur Analyse der quantitativen Bedeutung einzelner Krankheiten. Aufgabe der Todesursachenstatistik ist es, eine Übersicht über die vorherrschenden Todesursachen einer Region zu geben. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen und Strategien z. B. für die Gesundheitspolitik und die epidemiologische Forschung abgeleitet. Im Kern geht es um die Frage, durch welche präventiven und medizinisch-kurativen Maßnahmen die Lebenserwartung und -qualität der Bevölkerung erhöht werden kann.

Die Statistik über Schwangerschaftsabbrüche ist eine vierteljährliche Totalerhebung, die vom Statistischen Bundesamt durchgeführt wird. Sie bietet einen Überblick über die Anzahl und die Entwicklung der Schwangerschaftsabbrüche. Nach Auswertung der Daten werden die Ergebnisse vom Statistischen Bundesamt den Statistischen Landesämtern zur Verfügung gestellt.

Pressemitteilungen

Anteil der Krankenhausbehandlungen aufgrund von Diabetes gesunken

Anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November teilte das Statistische Landesamt mit, dass der Anteil der Patientinnen und Patienten mit der Hauptdiagnose Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) seit 2010 um 24,3 % von 411 auf 311 Einwohner/-innen je 100 000 der durchschnittlichen Bevölkerung Sachsen-Anhalts im Jahr 2020 sank.

2020 wurden laut Krankenhausdiagnosestatistik 6 794 Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter (4 113 Männer und 2 681 Frauen) in deutschen Krankenhäusern aufgrund von Diabetes mellitus behandelt. Dies entsprach einem Anteil von 1,3 % aller Behandlungen im Krankenhaus. Mit 347 Krankenhausfällen je 100 000 der mittleren Bevölkerung war Mecklenburg-Vorpommern vor Sachsen-Anhalt (311 Fälle je 100 000 der mittleren Bevölkerung) das Bundesland mit den meisten Krankenhauspatientinnen und -patienten je 100 000 Einwohner/-innen, welche Komplikationen oder Schwierigkeiten mit dem Blutzucker hatten. Deutschlandweit wurden 201 Frauen und Männer je 100 000 Einwohner/-innen aufgrund dieser Diagnose stationär versorgt.

Hauptsächlich werden zwei Diabetesformen unterschieden: Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes. Als Ursache für einen Typ-2-Diabetes sind vor allem die Lebensweise und die Ernährungsgewohnheiten zu nennen. Eine Heilung ist nicht möglich, jedoch kann durch die Vermeidung von Übergewicht und durch mehr Bewegung präventiv entgegengewirkt werden.

In der Krankenhausdiagnosestatistik dominierte der Typ-2-Diabetes mit rund 83 % (5 611 Patientinnen und Patienten) gegenüber dem Typ-1-Diabetes mit 15 % (992 Patientinnen und Patienten). Auf die sonstigen und nicht näher bezeichneten Diabeteserkrankungen entfielen 2 % (191 Patientinnen und Patienten) der in Krankenhäusern behandelten Diabetespatientinnen und -patienten.

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 11.11.2022

Interaktive und statische Grafiken

Aktuelle Berichte

  • Krankenhäuser, Vorsorge-​/Rehabilitationseinrichtungen: Grunddaten und Kosten: 2019
  • Gestorbene nach Todesursache, Geschlecht und Altersgruppen: 2021
  • Krankheiten der Patienten der Krankenhäuser und der Vorsorge-​ und Rehabilitationseinrichtungen: 2019
  • Sonderheft Der Schlaganfall: 2000 - 2019
  • Gesetzliche Pflegeversicherung: Ambulante Pflegedienste, stationäre Pflegeheime, Pflegegeldempfänger: 2019

Link zu allen Berichten

Aktuelle Tabelle

Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen nach ausgewählten Merkmalen seit 2000

Merkmal

Einheit

2000

2005

2010

2015

2020

Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen

Anzahl

  19

  20

  20

  20

  21

aufgestellte Betten

Anzahl

 3 594

 3 663

 3 578

 3 576

 3 824

Pflegetage

Anzahl

1 094 135

1 032 127

1 105 303

1 125 022

1 018 383

Fallzahl

Anzahl

43 173

39 834

44 671

46 281

40 189

Entlassungen durch Tod

Anzahl

  37

  58

  54

  41

  44

 

Bettenauslastung

Prozent

  83,2

  77,2

  84,6

  86,2

  72,8

 

Durchschnittliche Verweildauer

Tage

  25,3

  25,9

  24,7

  24,3

  25,3

 

Beschäftigte1 insgesamt

Vollkräfte im Jahresdurchschnitt

 1 816

 1 857

 1 844

 1 856

 1 991

Beschäftigte1 davon Ärzte

Vollkräfte im Jahresdurchschnitt

  159

  170

  163

  176

  194

Beschäftigte1 davon nichtärztlicher Dienst

Vollkräfte im Jahresdurchschnitt

 1 657

 1 687

 1 681

 1 681

 1 797

Nichtärztlicher Dienst darunter Pflegedienst

Vollkräfte im Jahresdurchschnitt

  415

  454

  453

  455

  447

1 Es können Rundungsdifferenzen gegenüber der Summe der Davon-Positionen auftreten.

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