Bevölkerungsprognose und Haushalteprognose
Bevölkerungsprognose
Berechnung der Größe (gemessen an der Zahl der Menschen) und Struktur einer Bevölkerung unter Vorgabe bestimmter Annahmen über die zukünftige Entwicklung der demografischen Komponenten Fertilität, Mortalität und Migration ausgehend von einem Startzeitpunkt hin zu einem Endzeitpunkt. Bevölkerungsvorausberechnungen dienen der Information von Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit über die Veränderung von Bevölkerungszahl und -struktur, wenn sich die Ausgangspopulation gemäß der unterstellten demografischen Eigenschaften bez. der Fertilität, Mortalität und Migration entwickelt.
8. Regionalisierte Bevölkerungsprognose 2022 - 2040
Pressemitteilung 8. Regionalisierte Bevölkerungsprognose 2022 - 2040 vom 27.05.2025
Vorstellung der 8. Regionalisierten Bevölkerungsprognose 2022 - 2040
Bericht 8. Regionalisierte Bevölkerungsprognose Sachsen-Anhalt 2022 - 2040: Annahmen und Ergebnisse
Tabellen zur Bevölkerungsprognose in der Datenbank GENESIS-Online
Prognose privater Haushalte
Berechnung des Volumens und der Struktur von Privathaushalten auf Basis der Bevölkerungsprognose (Übernahme von Annahmen zur Fruchtbarkeit, Sterblichkeit und Migration) ausgehend von einem Startzeitpunkt hin zu einem Endzeitpunkt unter Vorgabe zusätzlicher Annahmen zum Haushaltsbildungsverhalten.
Haushalte, die von Menschen entweder alleine oder gemeinsam bewohnt und bewirtschaftet werden müssen, fragen Wohnraum und Infrastrukturleistungen nach. Informationen über ihre Anzahl und Struktur stellen für Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft ein wichtiges Instrument zur Bereitstellung von Versorgungsleistungen dieser Haushalte dar.
Pressemitteilungen
Bevölkerung im Ruhestand wächst – Alterungsprozess in Sachsen-Anhalt setzt sich fort
Die 8. Regionalsierte Bevölkerungsprognose für Sachsen-Anhalt zeigt: der Anteil der Menschen im Rentenalter (67 Jahre und älter) wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen. Während die Gesamtbevölkerung des Landes von 2022 bis 2040 voraussichtlich um rund 15 % sinkt, steigt die Zahl der über 67-Jährigen kontinuierlich von 531 900 im Basisjahr 2022 auf 561 100 Personen im Prognosejahr 2040 um 5,5 %.
Die Altersgrenze für die Regelaltersrente wird bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre angehoben und gilt dann für alle Personen ab dem Geburtsjahrgang 1964. Bis 2035 steigt die Zahl der Personen in dieser Altersgruppe beständig an. Prozentual erhöht sich der Anteil der 67-Jährigen und Älteren an der Gesamtbevölkerung von 24,7 % (2022) auf 30,4 % (2035). Anschließend wird laut Bevölkerungsprognose die Zahl der Personen im Rentenalter zwar wieder zurückgehen, aber der Anteil bleibt mit 30,7 % (2040) höher als derzeit. Welche Folge dies für die Alterstruktur in Sachsen-Anhalt hat, wird am sogenannten Altenquotienten deutlich. Dieser beschreibt, wie viele Personen im Rentenalter (67 Jahre und älter) auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20 bis unter 67 Jahre) kommen. Lag der Wert 2022 noch bei 42,21, könnte er laut Prognose bis 2040 auf 56,91 steigen. Das bedeutet: immer weniger Personen im erwerbsfähigen Alter müssen für immer mehr Personen im Ruhestand sorgen.
Innerhalb des Landes zeigten sich hierbei jedoch graduelle Unterschiede: in ländlichen Regionen war der Anteil älterer Menschen häufig höher als in den Städten. Besonders die beiden Oberzentren, die Landeshauptstadt Magdeburg und die kreisfreie Stadt Halle (Saale), besaßen eine relativ junge Altersstruktur und dementsprechend auch einen im Vergleich zu den Landkreisen niedrigen Altenquotienten (Halle (Saale): 37,76 (2022); Magdeburg: 36,55 (2022)). Eine Ausnahme bildete die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau mit dem höchsten Altenquotienten (53,35) des Bundeslandes sowohl in Bezug auf die kreisfreien Städte als auch die Landkreise.
Der höchste Altenquotient wird 2040 für den Altmarkkreis Salzwedel (69,83) prognostiziert, die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau wird dann voraussichtlich nur noch auf dem 8. Platz (61,65) liegen. Die Großstädte Magdeburg (43,46) und Halle (Saale) (40,34) werden voraussichtlich weiterhin die niedrigsten Altenquotienten im Land aufweisen.
Die Zahl der Hochbetagten mit 80 Jahren und älter wird von 195 600 Personen (2022) auf 217 200 Personen (2040) steigen. Dadurch wächst deren Anteil am Altenquotient. Kamen 2022 auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter 15,52 im Alter von 80 Jahren und älter, könnte der Wert 2040 auf 22,03 steigen.
Weitere Informationen zur 8. Regionalisierten Bevölkerungsprognose finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes und in der Datenbank GENESIS-Online.
Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 06.02.2026

