Erwerbstätigenrechnung
Die hier vorliegenden durchschnittlichen Erwerbstätigenzahlen wurden nach den Vorgaben eines einheitlichen Rechenmodells des Arbeitskreises "Erwerbstätigenrechnung der Länder" (AK ETR) unter Einbeziehung einer Vielzahl erwerbsstatistischer Quellen ermittelt. Neben der Bedeutung, die diese Ergebnisse für die laufende Beobachtung des Arbeitsmarktes sowie regionaler und struktureller Veränderungen der Erwerbstätigkeit haben, werden sie als Bezugszahlen für die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen benutzt.
Im Bereich Mikrozensus finden Sie zusätzliche Ergebnisse zum Thema Erwerbstätigkeit.
Die Arbeitsvolumenrechnung liefert ein umfassendes und detailliertes Bild der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen. Mit den Ergebnissen besteht die Möglichkeit, Produktivitätsvergleiche auf der Grundlage von Angaben zu den geleisteten Arbeitsstunden durchzuführen.
Die Daten über die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und die Pendler stammen aus der vierteljährlichen Bestandsauswertung (Quartalsendwerte) der bei der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen des integrierten Meldeverfahrens zur Sozialversicherung geführten Versichertenkonten.
Die Arbeitsmarktdaten sind Jahresdurchschnittsdaten der Bundesagentur für Arbeit.
Pressemitteilungen
Erwerbstätigkeit 2025 in Sachsen-Anhalt geringer als im ostdeutschen Durchschnitt ohne Berlin gesunken
Im Jahresdurchschnitt 2025 sank die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort Sachsen-Anhalt um 5,3 Tsd. auf 983,8 Tsd. Personen (-0,5 %). Damit setzte sich der seit 2023 andauernde Rückgang der Erwerbstätigkeit (2023 und 2024 jeweils -0,3 %) verstärkt fort. Verursacht wurde die Abnahme hauptsächlich durch die rückläufige Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen und der selbstständigen Beschäftigung. Im ostdeutschen Durchschnitt ohne Berlin ging die Erwerbstätigenzahl um 0,6 % zurück. Dies teilt das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung der Länder mit.
Sowohl die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (-1,4 %) als auch das Produzierende Gewerbe (-2,0 %) verzeichneten Beschäftigungsverluste. In den Dienstleistungsbereichen insgesamt (+0,0 %) blieb die Zahl nahezu konstant. Hier konnte jedoch nur der Bereich Öffentliche und sonstige Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit; Private Haushalte einen Zuwachs (+0,9 %) erreichen, während die anderen Bereiche Rückgänge hatten.
Insgesamt sank die Erwerbstätigenzahl 2025 in Deutschland nach dem Höchststand im Vorjahr geringfügig um 5,0 Tsd. Personen (-0,0 %) auf 45 982,0 Tsd. Personen. Mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 war die Erwerbstätigenzahl seit 2006 durchgängig gewachsen. Dabei nahm die Zahl 2025 in Westdeutschland ohne Berlin um 0,1 % zu, während sie in Ostdeutschland ohne Berlin um 0,6 % sank. Die Spannweite der Veränderungsraten reichte von -1,1 % in Thüringen bis +0,9 % in Hamburg.
Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen, die als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder als Selbstständige, einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben.
Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamtes vom 02.01.2026 basieren, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung der Länder (AK ETR). Weitere Informationen und Ergebnisse zum Thema Erwerbstätigkeit finden Sie unter www.statistikportal.de und im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.
Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 27.01.2026
Interaktive und statische Grafiken
Aktuelle Berichte
- Arbeitsmarkt: 2024
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte: 2024
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Entwicklungsreihen: 2024
- Pendlerströme der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten: 2024
- Erwerbstätige am Arbeitsort, Arbeitsvolumen und Vollzeitäquivalente nach Kreisen: 1991 - 2023
- Erwerbstätige am Arbeitsort und Arbeitsvolumen nach Wirtschaftszweigen: 1991 - 2024





