Gesundheitswesen
Die Ergebnisse der Krankenhausstatistik bilden die statistische Basis für viele gesundheitspolitische Entscheidungen des Bundes und der Länder und dienen den an der Krankenhausfinanzierung beteiligten Institutionen als Planungsgrundlage. Die Erhebung liefert wichtige Informationen über die Struktur der stationären Versorgung, über die Zusammenhänge zwischen Morbiditäts- und Kostenentwicklung im Krankenhausbereich sowie über die regionale Häufigkeit von Krankheitsarten. Sie dient damit letztlich auch der Wissenschaft und Forschung und trägt zur Information der Bevölkerung bei.
Die Todesursachenstatistik ist mangels umfassender Morbiditätsstatistiken die am weitesten verbreitete Statistik zur Analyse der quantitativen Bedeutung einzelner Krankheiten. Aufgabe der Todesursachenstatistik ist es, eine Übersicht über die vorherrschenden Todesursachen einer Region zu geben. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen und Strategien z. B. für die Gesundheitspolitik und die epidemiologische Forschung abgeleitet. Im Kern geht es um die Frage, durch welche präventiven und medizinisch-kurativen Maßnahmen die Lebenserwartung und -qualität der Bevölkerung erhöht werden kann.
Die Statistik über Schwangerschaftsabbrüche ist eine vierteljährliche Totalerhebung, die vom Statistischen Bundesamt durchgeführt wird. Sie bietet einen Überblick über die Anzahl und die Entwicklung der Schwangerschaftsabbrüche. Nach Auswertung der Daten werden die Ergebnisse vom Statistischen Bundesamt den Statistischen Landesämtern zur Verfügung gestellt.
Etwas hat leider nicht funktioniert
Bei der Verarbeitung Ihrer Anfrage ist ein Fehler aufgetreten.
Pressemitteilungen
2024 verstarben 57 Frauen und 269 Männer weniger als 2023 an Krebs
2024 verstarben 57 Frauen und 269 Männer weniger als 2023 an Krebs. Damit verließ Sachsen-Anhalt im bundesweiten Vergleich mit 376 Krebssterbefällen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner den Platz als das Bundesland mit den meisten Krebstoten, da in Mecklenburg-Vorpommern 382 Krebssterbefälle je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt wurden. Baden-Württemberg blieb mit 230 Sterbefällen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner das Bundesland mit den wenigsten Krebssterbefällen. Deutschlandweit wurden 276 Krebssterbefälle je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt.
Wie das Statistische Landesamt anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar mitteilt, verstarben 2024 insgesamt 3 585 Frauen und 4 453 Männer an einem Krebsleiden. Gemessen an allen Todesfällen erlagen 21,2 % der Frauen und 25,7 % der Männer den Folgen ihrer Krebserkrankung.
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Krebs zu erkranken. So war mehr als jede bzw. jeder 2. Krebstote (51,6 %) im Alter von über 75 Jahren. Im Kindesalter verstarben 2 Jungen an ihrer Krebserkrankung. Das mittlere Sterbealter bei der Todesursache Krebs lag 2024 bei 74,4 Jahren. Männer verstarben hierdurch im Schnitt 1,6 Jahre früher als Frauen (75,3 Jahre).
Unter den bösartigen Neubildungen (Krebs) traten besonders häufig Neubildungen an Verdauungsorganen auf. Daran starben 2024 insgesamt 2 716 Personen (1 163 Frauen und 1 553 Männer) und machten damit 1/3 aller Krebstoten aus. Darunter verstarben 927 an Darmkrebs, 695 an Bauchspeicheldrüsenkrebs, 355 an Magenkrebs und 354 an Leberkrebs.
Lungenkrebs führte in insgesamt 1 509 Fällen zum Tod, die Mehrzahl davon waren Männer (958 Verstorbene). Bei 15,0 % der Krebssterbefälle bei Frauen war Brustkrebs (Frauen: 539; Männer: 5) die Todesursache und bei 12,6 % der Männer (559) war es Prostatakrebs. Krebs der Harnorgane, wie zum Beispiel an Nieren oder Harnblase, führten insgesamt zu 623 Todesfällen. Leukämien und Lymphome (bösartige Neubildungen des lymphatischen und blutbildenden Gewebes) führten bei 625 Personen aus Sachsen-Anhalt zum Tod.
Laut der Diagnosestatistik der Krankenhäuser wurden 18 353 Frauen und 24 634 Männer aufgrund einer Krebserkrankung 2024 stationär in Krankenhäusern behandelt. Die durchschnittliche Verweildauer betrug 7,4 Tage.
Der mit Abstand häufigste Grund für eine Klinikaufnahme bei Krebserkrankungen waren bösartige Neubildungen im Verdauungsapparat. Für 3 773 Sachsen-Anhalterinnen und 6 132 Sachsen-Anhalten war eine stationäre Behandlung erforderlich. Darunter waren 4 386 Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs, 1 648 mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, 1 457 mit Magenkrebs und 898 mit Leberkrebs. Für 1 938 Frauen und 3 246 Männer war ein Klinikaufenthalt wegen Lungenkrebs notwendig. Brustkrebs war für 3 063 Frauen (Männer: 33) der Grund für eine stationäre Versorgung im Krankenhaus und für 2 366 Männer war dies der Prostatakrebs. Bösartige Neubildungen des lymphatischen und blutbildenden Gewebes machten bei 4 046 Patientinnen und Patienten eine Krankenhausbehandlung unerlässlich.
Als Krebs wird in der Medizin eine unkontrolliert wachsende Gewebeneubildung (bösartiger Tumor) verstanden. Dabei werden gesunde Körperzellen verdrängt und zerstört. Der Weltkrebstag wurde 2006 von der Union internationale contre le cancer, der Weltgesundheitsorganisation und anderen Organisationen ins Leben gerufen und wird seitdem jedes Jahr am 4. Februar begangen. Dieser Tag hat zum Ziel die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Weitere Informationen zum Thema Gesundheitswesen finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.
Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zum Thema Todesursachen können über die Tabellen zur Todesursachenstatistik (23211) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 03.02.2026
Interaktive und statische Grafiken
Aktuelle Berichte
- Krankenhäuser, Vorsorge-/Rehabilitationseinrichtungen: Grunddaten und Kosten: 2024
- Gestorbene nach Todesursache, Geschlecht und Altersgruppen: 2024
- Krankheiten der Patienten der Krankenhäuser und der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen: 2024
- Sonderheft Der Schlaganfall: 2000 - 2019
- Gesetzliche Pflegeversicherung: Ambulante Pflegedienste, stationäre Pflegeheime, Pflegegeldempfänger: 2021

