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Todesursachen

Die Todesursachenstatistik ist mangels umfassender Morbiditätsstatistiken die am weitesten verbreitete Statistik zur Analyse der quantitativen Bedeutung einzelner Krankheiten. Aufgabe der Todesursachenstatistik ist es, eine Übersicht über die vorherrschenden Todesursachen einer Region zu geben. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen und Strategien z. B. für die Gesundheitspolitik und die epidemiologische Forschung abgeleitet. Im Kern geht es um die Frage, durch welche präventiven und medizinisch-kurativen Maßnahmen die Lebenserwartung und -qualität der Bevölkerung erhöht werden kann.

Zahlen auf einen Blick

Todesursachen2016
Sterbefälle 
insgesamt
31 453
Haupttodes-
ursachen-
klasse: 
Krankheiten
des Kreislauf-
systems
13 642
Nichtnatürliche
Sterbefälle
1 177
davon Suizide321
           Stürze328

Aktuelle Publikationen

Kurz und Knapp

Todesursachenstatistik 2017: Immer mehr Sterbefälle infolge demenzieller Erkrankungen

Im Jahr 2017 verstarben nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt 16 469 Männer und 16 326 Frauen. Das war insgesamt ein Anstieg um 4,3 % bzw. von 1 342 Todesfällen (768 Männer und 574 Frauen) gegenüber dem Vorjahr.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, nahmen die Sterbefälle infolge demenzieller Erkrankungen innerhalb der letzten Jahre stark zu. Gegenüber dem Vorjahr stieg infolge einer vaskulären Demenz die Zahl der Todesfälle um 77 (22,8 %) auf 414 und die durch eine Alzheimer-Erkrankung um 96 (32,5 %) auf 391 an.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren auch im Jahr 2017 die häufigste Todesursache. Deren Anteil an allen Sterbefällen betrug 41,9 % (Jahr 2016: 43,4 %). Insbesondere ältere Menschen starben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 9 von 10 der hieran Verstorbenen waren 65 Jahre oder älter. Frauen erlagen mit einem Anteil von 54,9 % viel häufiger einer Kreislauferkrankung als Männer mit 45,1 %.

Allein an ischämischen Herzkrankheiten, wozu auch der Herzinfarkt zählt, verstarben 5 451 Personen. Herzinfarkt führte bei wesentlich mehr Männern (1 216 Sterbefälle) als Frauen (853 Sterbefälle) zum Tode. Hieran verstarben insgesamt 63 Personen weniger als das Jahr zuvor. Mehr als 2/3 aller Todesfälle durch Bluthochdruck (2 227 Sterbefälle) waren Frauen (1 490 Sterbefälle).

Durch zerebrovaskuläre Krankheiten, hierunter werden auch die Schlaganfälle gezählt, kamen ebenso deutlich mehr Frauen (1 072 Sterbefälle) als Männer (857 Sterbefälle) zu Tode.

Für 25,1 % aller Sterbefälle (4 706 Männer und 3 549 Frauen) waren bösartige Neubildungen (Krebs) die Todesursache. Das waren 313 Sterbefälle mehr als 2016. 1/3 aller bösartigen Neubildungen traten im Bereich der Verdauungsorgane auf, 1/5 im Bereich der Atmungsorgane. Bei 15,3 % der im Jahr 2017 an Krebs verstorbenen Frauen wurde Brustkrebs als Todesursache festgestellt.

Einer Atemwegserkrankung (1 782 Sterbefälle) oder einer Krankheit des Verdauungssystems (1 607 Sterbefälle) erlagen anteilig 5,4 % bzw. 4,9 %. An Diabetes mellitus verstarben 1 212 Frauen und Männer Sachsen-Anhalts.

Weitere Informationen zum Thema Gesundheitswesen finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 17.07.2019

Grafiken

Aktuelle Tabellen

Sterbefälle 2017 nach ausgewählten Todesursachen, Geschlecht und Kreisen

Landkreis,
Kreisfreie Stadt,
Landkreis

Todesursachenklasse (Pos.-Nr. der ICD-10)

Insgesamt

Neubildungen
(C00-D48)

Endokrine, 
Ernährungs- und
Stoffwechselkrank-
heiten (E00-E90)

Krankheiten des
Kreislaufsystems
(I00-I99)

Krankheiten des
Atmungssystems
(J00-J99)

Krankheiten des
Verdauungssystems
(K00-K93)

Verletzungen,
Vergiftungen und
best. andere Folgen
äußerer Ursachen
(S00-T98)

Sterbefälle

männlich

weiblich

männlich

weiblich

männlich

weiblich

männlich

weiblich

männlich

weiblich

männlich

weiblich

männlich

weiblich

Dessau-Roßlau, Stadt

  683

  699

  184

  161

  26

  35

  253

  290

  50

  39

  35

  30

  33

  26

Halle (Saale), Stadt

 1 507

 1 571

  448

  376

  44

  85

  522

  698

  99

  88

  84

  76

  79

  42

Magdeburg, Landeshauptstadt

 1 501

 1 502

  437

  361

  47

  75

  547

  676

  110

  80

  78

  66

  80

  46

Altmarkkreis Salzwedel

  611

  581

  179

  130

  39

  38

  208

  248

  35

  25

  26

  26

  31

  24

Anhalt-Bitterfeld

 1 317

 1 348

  375

  307

  51

  92

  511

  643

  58

  60

  83

  43

  75

  39

Börde

 1 167

 1 068

  340

  248

  32

  68

  468

  506

  64

  46

  66

  38

  72

  28

Burgenlandkreis

 1 432

 1 487

  408

  341

  52

  78

  552

  697

  88

  72

  70

  58

  87

  37

Harz

 1 700

 1 711

  490

  338

  59

  90

  677

  821

  90

  90

  113

  67

  73

  44

Jerichower Land

  653

  675

  216

  155

  32

  48

  229

  300

  24

  23

  40

  21

  23

  19

Mansfeld-Südharz

 1 138

 1 089

  338

  236

  57

  62

  425

  504

  62

  58

  57

  43

  50

  22

Saalekreis

 1 321

 1 238

  406

  285

  50

  56

  487

  578

  92

  53

  78

  64

  53

  41

Salzlandkreis

 1 650

 1 637

  452

  345

  72

  85

  687

  788

  100

  86

  82

  72

  62

  45

Stendal

  845

  799

  247

  183

  24

  46

  299

  349

  59

  36

  51

  33

  43

  25

Wittenberg

  944

  921

  308

  191

  31

  40

  328

  435

  51

  42

  54

  45

  46

  29

Sachsen-Anhalt1

 16 469

 16 326

 4 831

 3 687

  617

  900

 6 197

 7 535

  983

  799

  917

  690

  828

  481

1 Die Darstellung der Ergebnisse auf Ebene der Kreise und Regierungsbezirke bzw. Statistischen Regionen erfolgt unter Berücksichtigung der Geheimhaltungsregeln der Todesursachenstatistik. Eine Aggregation dieser Werte kann daher zu abweichenden Ergebnissen gegenüber der Darstellung der Ergebnisse auf Landesebene führen.

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