Gesundheit

Gesundheitswesen

Die Ergebnisse der Krankenhausstatistik bilden die statistische Basis für viele gesundheitspolitische Entscheidungen des Bundes und der Länder und dienen den an der Krankenhausfinanzierung beteiligten Institutionen als Planungsgrundlage. Die Erhebung liefert wichtige Informationen über die Struktur der stationären Versorgung, über die Zusammenhänge zwischen Morbiditäts- und Kostenentwicklung im Krankenhausbereich sowie über die regionale Häufigkeit von Krankheitsarten. Sie dient damit letztlich auch der Wissenschaft und Forschung und trägt zur Information der Bevölkerung bei.

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Die Todesursachenstatistik ist mangels umfassender Morbiditätsstatistiken die am weitesten verbreitete Statistik zur Analyse der quantitativen Bedeutung einzelner Krankheiten. Aufgabe der Todesursachenstatistik ist es, eine Übersicht über die vorherrschenden Todesursachen einer Region zu geben. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen und Strategien z. B. für die Gesundheitspolitik und die epidemiologische Forschung abgeleitet. Im Kern geht es um die Frage, durch welche präventiven und medizinisch-kurativen Maßnahmen die Lebenserwartung und -qualität der Bevölkerung erhöht werden kann.

Die Statistik über Schwangerschaftsabbrüche ist eine vierteljährliche Totalerhebung, die vom Statistischen Bundesamt durchgeführt wird. Sie bietet einen Überblick über die Anzahl und die Entwicklung der Schwangerschaftsabbrüche. Nach Auswertung der Daten werden die Ergebnisse vom Statistischen Bundesamt den Statistischen Landesämtern zur Verfügung gestellt.

Zahlen auf einen Blick

MerkmalAnzahl
Sterbefälle
insgesamt 2015
32 369
Pflegebedürftige 
insgesamt 2015
99 119
Vollstationäre
Patienten und
Patientinnen in
Krankenhäusern 2016
611 641



Kurz und knapp

Zahl der stationären Krankenhausbehandlungen mit Diagnose Parkinson in Sachsen-Anhalt weiter gestiegen

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt zum Welt-Parkinsontag am 11. April mitteilt, wurden im Jahr 2016 insgesamt 1 965 Einwohner des Landes aufgrund einer Parkinsonerkrankung stationär in Krankenhäusern behandelt. Das waren insgesamt 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr, aber mehr als doppelt so viele als noch im Jahr 2000. Männer waren mit 56,3 Prozent der Fälle geringfügig häufiger betroffen. Die Parkinson-Krankheit kommt fast ausschließlich im höheren Lebensalter vor. So waren im Jahr 2016 insgesamt 84,0 Prozent der Patientinnen und Patienten 65 Jahre oder älter.

 

Die Verweildauer eines Parkinsonpatienten im Krankenhaus betrug 2016 durchschnittlich 13,7 Tage und war damit einen halben Tag kürzer als im Jahr zuvor. Im Jahr 2000 lag die durchschnittliche Verweildauer noch bei 20,4 Tagen.

Mit 88 Patientinnen und Patienten je 100 000 Einwohner des Landes wurden Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter in Deutschland am häufigsten aufgrund von Parkinson in einer Klinik behandelt. Mit 40 Klinikaufnahmen je 100 000 Einwohner hatte Baden-Württemberg die wenigsten Parkinsonpatientinnen und -patienten.

 

Die Parkinson-Krankheit ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung und wurde vom Londoner Arzt und Apotheker Dr. James Parkinson 1817 als Schüttellähmung in einem Buch beschrieben. Erst später wurde die Krankheit nach ihm benannt.

 

Die Parkinson-Krankheit wird durch den Mangel des Botenstoffs Dopamin im Gehirn ausgelöst, da dopaminproduzierende Nervenzellen vermehrt absterben. Die Ursachen hierfür sind weitestgehend unbekannt. Die Leitsymptome der Krankheit sind Muskelstarre, verlangsamte Bewegungen, Muskelzittern und Haltungsinstabilität.

Bettenkapazität in Krankenhäusern Sachsen-Anhalts trotz steigender Anzahl von Patientinnen und Patienten weiter gesunken

Anlässlich des Weltgesundheitstages teilte das Statistische Landesamt mit, dass in Sachsen-Anhalt 2016 insgesamt 15 894 Betten in 48 Krankenhäusern für die stationäre Behandlung der Patientinnen und Patienten zur Verfügung standen. Das waren 175 Betten weniger als ein Jahr zuvor und 939 Betten weniger als vor 10 Jahren.

 

Bei Beginn der Erhebung im Jahr 1991 waren in 71 Krankenhäusern 25 572 Betten aufgestellt. Das bedeutet einen Rückgang von 23 Krankenhäusern (32,3 %) und 9 678 Betten (37,9 %) bis zum Jahr 2016. Standen 1991 noch 91 Betten je 10 000 Einwohner Sachsen-Anhalts zur Verfügung, waren es 2016 nur noch 71. Der Abbau der Bettenkapazität schritt damit trotz steigender Anzahl von Patientinnen und Patienten immer weiter fort.

 

Berichts-jahr

Anzahl der Kranken-häuser

Bettenanzahl

Differenz der Bettenzahl zum Vorjahr

Betten je 10 000 der Bevölkerung

Patienten (Fallzahl inklusive Stundenfälle)

 

 

 

 

 

 

1991

71

25 572

-

91

452 169

1995

66

19 617

-897

72

523 582

2000

56

18 279

-410

69

570 884

2005

50

17 129

-203

69

563 947

2010

50

16 527

+29

70

594 250

2015

48

16 069

-167

72

603 769

2016

48

15 894

-175

71

606 830

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Patientinnen und Patienten wurden 2016 durch 5 056 Ärztinnen und Ärzte versorgt. Das waren 120 Patientinnen und Patienten je Ärztin oder Arzt. 1991 waren es noch 20 Patientinnen und Patienten mehr je Ärztin oder Arzt (insgesamt 3 219 Ärztinnen und Ärzte).

Gegenläufig war die Entwicklung bei der Betreuungsrelation durch das nichtärztliche Personal. Die Beschäftigtenzahl im nichtärztlichen Dienst sank zum Jahresende 2016 gegenüber dem Vorjahr um 468 auf 24 682 Personen. Das bedeutete einen Anstieg von 24,0 auf 24,6 Patientinnen und Patienten je Beschäftigte oder Beschäftigten im nichtärztlichen Personal. Im Jahr 1991 waren es nur 16,5 Patientinnen und Patienten.

 

Der Weltgesundheitstag, der jährlich am 7. April begangen wird, erinnert an die Gründung der Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahr 1948.

In diesem Jahr steht der Weltgesundheitstag unter dem Motto „Universal Health Coverage“ (allgemeine Gesundheitsabsicherung). Die Weltgesundheitsorganisation will damit auf die Bedeutung einer guten flächendeckenden Gesundheitsversorgung aufmerksam machen.

Grafiken

Sterbefälle 2015 nach ausgewählten Todesursachen und Geschlecht (weiblich)
Sterbefälle 2015 nach ausgewählten Todesursachen und Geschlecht (weiblich)
Sterbefälle 2015 nach ausgewählten Todesursachen und Geschlecht (männlich)
Sterbefälle 2015 nach ausgewählten Todesursachen und Geschlecht (männlich)

Aktuelle Publikationen

Krankheiten der Patienten

Aktuelle Tabellen

Krankenhäuser nach Trägern und Bettenzahl in Sachsen-Anhalt seit 1991

Jahr

Kranken-
häuser

Trägerschaft

auf-
gestellte
Betten

öffentlich

freigemein-
nützig

privat

Anzahl

1991

 71

 55

 15

 1

25 572

1992

 71

 55

 15

 1

23 961

1993

 69

 54

 14

 1

22 116

1994

 69

 48

 19

 2

20 514

1995

 66

 47

 17

 2

19 617

1996

 62

 41

 19

 2

19 534

1997

 60

 38

 20

 2

18 955

1998

 59

 37

 19

 3

18 763

1999

 58

 35

 18

 5

18 689

2000

 56

 33

 17

 6

18 279

2001

 55

 33

 16

 6

18 122

2002

 54

 30

 16

 8

17 765

2003

 53

 28

 15

 10

17 378

2004

 51

 24

 15

 12

17 332

2005

 50

 23

 15

 12

17 129

2006

 50

 22

 15

 13

16 833

2007

 50

 21

 15

 14

16 745

2008

50

21

15

14

16 622

2009

50

17

17

16

16 498

2010

50

17

17

16

16527

2011

49

17

17

15

16 388

2012

49

15

17

17

16 294

2013

 48

 14

 17

 17

16 332

2014

 48

 12

 18

 18

16 236

2015

 48

 12

 18

 18

16 069

2016

 48

 12

 18

 18

15 894

2017

 48

 12

 18

 18

15 756