Umwelt

Umwelt

Im Rahmen der Umweltstatistiken werden Umweltbelastungen erfasst. Es werden Daten im Bereich Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, der Abfallwirtschaft und Recycling, der Umweltschutzausgaben und -produkte sowie aus dem Bereich Umweltbelastungen (z. B. klimawirksame Sotffe) erfasst.

Zahlen auf einen Blick

Haushaltsabfälle
je Einwohner 2016
456,1 kg
Trinkwasserver-
brauch je Einwohner
und Tag 2016
96,8 l
Betriebe mit Investitionen für 
den Umweltschutz
2015
428

Aktuelle Publikation

Download Bericht Investitionen für den Umweltschutz im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden 2016

Kurz und Knapp

Im Jahr 2017 wurden in Sachsen-Anhalt mehr klimawirksame Stoffe eingesetzt

Im Jahr 2017 wurden von 347 sachsen-anhaltischen Unternehmen 362 t klimawirksame Stoffe1 als Kälte- oder Treibmittel verwendet. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, stieg somit der Verbrauch gegenüber dem Jahr 2016 um rund 11 % (+ 35 t) an. Wie auch in den Vorjahren wurde der weitaus größte Teil (259 t bzw. 72 %) als Treibmittel in Vorprodukten zur Herstellung von Dämmstoffen verwendet. Die anderen 28 % (103 t) der klimawirksamen Stoffe kamen als Kältemittel bei der Instandhaltung von bestehenden Anlagen (inklusive Wartung und Pflege von Kfz-Klimaanlagen) und Erstfüllung von Anlagen zum Einsatz.

 

Mit 72 % entfiel in Sachsen-Anhalt der Großteil der verwendeten klimawirksamen Stoffe auf den Stoff R 152a. Die eingesetzten 259 t kamen ausschließlich als Treibmittel in Vorprodukten zur Herstellung von Dämmstoffen zum Einsatz.

Mit einem Anteil von 19 % bzw. 69 t folgte das Kältemittel R 134a, welches überwiegend zur Erstfüllung von Neuanlagen diente. Der klimawirksame Stoff R 404A, der hauptsächlich als Kältemittel bei der Instandhaltung von bestehenden  Anlagen eingesetzt wurde, kam mit 14 t (4 %) zum Einsatz.

 

Da sich der größte Teil der verwendeten Stoffe in geschlossenen Systemen befindet, tritt eine Gefährdung der Umwelt erst bei einer möglichen Freisetzung in die Atmosphäre auf. Klimawirksame Stoffe fördern den Treibhauseffekt. Der potentielle Einfluss der eingesetzten klimawirksamen Stoffe auf die Erderwärmung wird auch als Treibhauspotential oder GWP-Wert (Global Warming Potential) bezeichnet und in 1 000 t CO2-Äquivalente dargestellt.

 

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, betrug das Treibhauspotential der im Jahr 2017 von den sachsen-anhaltischen Unternehmen eingesetzten klimawirksamen Stoffe 228 000 t CO2-Äquivalente. Das bedeutet, die Menge der eingesetzten klimawirksamen Stoffe würde in ihrer Wirkung auf das Klima 228 000 t Kohlendioxid gleichkommen, wenn die Freisetzung in die Atmosphäre erfolgen würde. Trotz eines um 11 % gestiegenen Verbrauches im Jahr 2017 gegenüber dem Jahr 2016, wurde das mögliche Gefährdungspotential der eingesetzten Stoffe im Vergleich zum Jahr 2016 um 7 % (-17 000 t CO2-Äquivalente) gesenkt.

 

1 Angaben von Unternehmen mit Sitz in Sachsen-Anhalt, die mehr als 20 kg pro Stoff und Jahr verwenden.

 

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 14.12.2018

Menge an direkt entsorgtem Klärschlamm 2017 wieder rückläufig

Im Jahr 2017 wurden in Sachsen-Anhalt nach vorläufigen Angaben 53 432 t Klärschlamm in Trockenmasse aus den kommunalen Kläranlagen entsorgt. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt verringerte sich die Menge gegenüber dem Jahr 2016 um 4 377 t (-7,6 %). Nach einem leichten Anstieg 2016 setzte sich der langjährige rückläufige Trend auch 2017 fort.

 

Wie in den Vorjahren wurde auch 2017 mit 58,7 % (31 351 t) der größte Anteil des entsorgten Klärschlamms stofflich verwertet. Im Jahr 2016 betrug der Anteil der stofflichen Verwertung noch 66,2 % (38 252 t). Die auf diesem Weg entsorgte Klärschlammmenge verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 6 901 t (-18 %). Gestiegen ist dagegen der Anteil an thermisch entsorgtem Klärschlamm von 30,9 % im Jahr 2016 auf 35 % (18 683 t).

 

Die Novellierungen der Düngemittel- und der Klärschlammverordnung führten auch innerhalb der stofflichen und thermischen Entsorgungswege zu ersten Verschiebungen. Wurden im Jahr 2016 von dem stofflich verwerteten Klärschlamm 40,9 % zu Düngezwecken auf die Felder aufgebracht, lag der Anteil 2017 bei 35,2 % (11 050 t). Der Einsatz von 16 597 t Klärschlamm für landschaftsbauliche Maßnahmen (z. B. Rekultivierung, Kompostierung) entsprach 52,9 % (2016: 44,9 %), der zur sonstigen stofflichen Verwertung (z. B. Vererdung) mit 3 704 t 11,8 % (2016: 14,2 %). Thermisch entsorgt wurden insgesamt 18 683 t Klärschlamm. Davon ging mit 9 406 t die Hälfte (50,3 %) in die Monoverbrennung, 2016 waren es 54,2 %. Der Einsatz zur Mitverbrennung in Kohlekraftwerken, Zementwerken oder Abfallverbrennungsanlagen erhöhte sich von 38,9 % im Jahr 2016 auf 48,6 % (9 073 t).

 

Weitere Informationen zum Thema Umwelt sind im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.

 

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 07.12.2018

Aufkommen an Haushaltsabfällen im Jahr 2017 in Sachsen-Anhalt leicht gestiegen

Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (öffentliche Müllabfuhr) sammelten im Jahr 2017 nach vorläufigen Angaben 1 026,8 Tsd. t Haushaltsabfälle ein. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt erhöhte sich die eingesammelte Menge gegenüber dem Jahr 2016 (1 019,9 Tsd. t) um 0,7 %. Das Aufkommen war jedoch geringer als in den beiden Jahren zuvor (2015: 1 037,6 Tsd. t bzw. 2014: 1 032,6 Tsd. t).

 

Mit 436,9 Tsd. t (42,5 %) entfiel 2017 der größte Teil der eingesammelten Haushaltsabfälle auf Haus- und Sperrmüll, 310,7 Tsd. t (30,3 %) auf getrennt erfasste Wertstoffe wie Papier, Pappe, Glas u. a. Die getrennt erfasste Menge an organischen Abfällen (Bioabfälle) lag bei 276,7 Tsd. t (26,9 %). Die anteilige Verteilung ist seit 2014 relativ konstant.

 

Etwas höher war auch der Landesdurchschnitt im Pro-Kopf-Verbrauch mit 461,9 kg je Einwohner/-in. Er stieg im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 5,8 kg je Einwohner/-in (1,3 %). Damit entsprach er dem Pro-Kopf-Aufkommen von 2014 und war im Vergleich zu 2015 um 0,2 kg je Einwohner/-in geringer. Wie schon in den Vorjahren fielen die Mengen der häuslichen Abfälle in den kreisfreien Städten und Landkreisen sehr unterschiedlich aus. Die Spannweite reichte von 327,0 kg je Einwohner/-in im Altmarkkreis Salzwedel bis zu 588,9 kg je Einwohner/-in im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.

 

Von den eingesammelten Haushaltsabfällen wurden 99,7 % (1 024,0 Tsd. t) der Verwertung zugeführt.

 

Weitere Informationen zum Thema Umwelt sind im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt verfügbar.

 

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 27.11.2018

Grafiken

Anteile der Umweltbereiche bei den Investitionen der Betriebe für den Umweltschutz seit 2000
Anteile der Umweltbereiche bei den Investitionen der Betriebe für den Umweltschutz seit 2000
Anteile der drei Klimabereiche an den Klimaschutzinvestionen
Anteile der drei Klimabereiche an den Klimaschutzinvestionen
Gesamtinvestitionen und Umweltschutzinvestitionen bei Betrieben seit 1995
Gesamtinvestitionen und Umweltschutzinvestitionen bei Betrieben seit 1995

Aktuelle Tabellen

Aufkommen an Haushaltsabfällen nach Kreisen 2017

Kreisfreie Stadt
Landkreis

Land

Ins-
gesamt

Davon

Haus- und
Sperrmüll1

getrennt erfasste

Elektro-
altgeräte2

Sonstige
Abfälle

organische
Abfälle

Wertstoffe

in 1 000 Tonnen

Dessau-Roßlau, Stadt

  40,2

  17,5

  12,6

  10,1

x

0,1

Halle (Saale), Stadt

  101,0

  57,1

  20,1

  23,6

x

0,1

Magdeburg, Landeshauptstadt

  114,6

  57,0

  26,3

  30,9

x

0,4

Altmarkkreis Salzwedel

  27,6

  12,2

  2,7

  12,3

x

0,4

Anhalt-Bitterfeld

  95,0

  44,8

  30,7

  19,4

x

0,1

Börde

  72,0

  25,0

  18,8

  27,5

x

0,7

Burgenlandkreis

  87,3

  27,5

  36,3

  23,4

x

0,1

Harz

  103,1

  49,2

  15,7

  38,2

x

0,1

Jerichower Land

  48,1

  15,2

  20,2

  12,7

x

0,1

Mansfeld-Südharz

  57,7

  29,1

  8,8

  19,7

x

0,1

Saalekreis

  71,0

  27,2

  15,6

  28,1

x

0,1

Salzlandkreis

  107,8

  47,6

  32,0

  28,2

x

0,1

Stendal

  52,7

  12,7

  20,5

  19,5

x

0,1

Wittenberg

  48,5

  14,9

  16,3

  17,2

x

0,1

 

Sachsen-Anhalt

 1 026,8

  436,9

  276,7

  310,7

x

2,5

in kg/Einwohner3

Dessau-Roßlau, Stadt

  489,5

  213,1

  153,2

  122,6

x

0,6

Halle (Saale), Stadt

  422,3

  238,9

  84,2

  98,7

x

0,5

Magdeburg, Landeshauptstadt

  480,7

  238,9

  110,4

  129,6

x

1,8

Altmarkkreis Salzwedel

  327,0

  144,6

  32,6

  145,4

x

4,4

Anhalt-Bitterfeld

  588,9

  277,5

  190,4

  120,4

x

0,6

Börde

  417,0

  145,1

  109,0

  159,1

x

3,9

Burgenlandkreis

  479,9

  151,2

  199,7

  128,4

x

0,6

Harz

  476,8

  227,3

  72,4

  176,5

x

0,6

Jerichower Land

  531,9

  167,5

  223,5

  140,3

x

0,6

Mansfeld-Südharz

  418,4

  210,9

  63,8

  143,1

x

0,5

Saalekreis

  382,8

  146,8

  83,8

  151,4

x

0,8

Salzlandkreis

  559,6

  246,7

  166,0

  146,4

x

0,4

Stendal

  465,5

  111,9

  181,1

  172,0

x

0,5

Wittenberg

  382,3

  117,2

  128,5

  135,9

x

0,7

 

Sachsen-Anhalt

  461,9

  196,5

  124,5

  139,8

x

1,1

 

einschließlich hausmüllähnliche Gewerbeabfälle

Aufgrund geänderter Zuständigkeiten mit dem Inkrafttreten des ElektroG zum 24.03.2006 liegen keine vollständigen Daten vor.

bezogen auf die Einwohner am 31.12.2016, Basis Zensus 2011