Der Januar war geprägt von einigen politischen Maßnahmen, wie der Senkung der Umsatzsteuer in der Gastronomie auf 7 % oder der Erhöhung der CO₂-Preise im Emissionshandel. Diese staatlichen Eingriffe hatten keine nennens-werten Auswirkungen auf die Preisentwicklung in Sachsen-Anhalt. Wie bereits in den letzten Monaten des alten Jahres stiegen die Preise für Bildungswesen (+7,7 %) und Andere Waren und Dienstleistungen (+5,7 %) am stärksten an. Im Jahresvergleich verteuerten sich aber auch die Produkte im Sektor Alkoholi-sche Getränke und Tabakwaren um durchschnittlich 4,4 %. Dabei wurden durchschnittlich 11,2 % höhere Preise für Bier gemessen.
Auch im Vergleich zum Dezember 2025 entwickelten sich die Preise im Bil-dungswesen überdurchschnittlich und erhöhten sich um 1,9 %. Grund hierfür sind gestiegene Kosten bei Dienstleistungen des Elementarbereichs (+5,3 %), wozu unter anderem die Tagesbetreuung der Kinder zählt. Gründe für den leichten Rückgang der Verbraucherpreise im Monatsschnitt sind hauptsächlich im Bereich Bekleidung und Schuhe zu finden. Hier wurden durchschnittlich 3,9 % günstigere Preise im Januar gemessen. Aufgrund von Sonderverkaufs-aktionen konnten dabei insbesondere Bekleidung für Kinder (-5,6 %), für Da-men (-5,2 %) und für Herren (-3,8 %) erworben werden. Ebenfalls niedrigere Preise als im Vormonat wurden bei Waren und Dienstleistungen der Gruppe Freizeit, Unterhaltung und Kultur gemessen (-1,5 %). Auffällig waren hier die deutlich günstigeren Reiseangebote für Pauschalreisen sowohl ins In- auch ins Ausland mit einem durchschnittlichen Preisrückgang um 14,1 %.
Weitere Informationen zum Thema Preise finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.
Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zum Thema Verbraucherpreisindex können über die Tabellen zum Verbraucherpreisindex (61111) in der Daten-bank GENESIS-Online abgerufen werden.





