Insgesamt mussten 5 125 Frauen und 2 353 Männer wegen Hypertonie in einem Krankenhaus aufgenommen werden, wie das Statistische Landesamt anlässlich des Welthypertonietages am 17. Mai mitteilt. Damit stieg die Zahl der stationären Behandlungen im Vergleich zum Vorjahr um 468 Fälle, lag aber noch immer um 1 337 Fälle niedriger als 2014.
Bei den unter 50-Jährigen waren 57,1 % der stationär behandelten Patientinnen und Patienten Männer. In den höheren Altersgruppen überwiegten jedoch die Frauen deutlich (71,5 % der über 50-Jährigen). Mit zunehmendem Alter stieg die Zahl der Behandlungsfälle deutlich an. Die meisten Männer mit Bluthochdruck waren zwischen 60 und 70 Jahre (547) alt, während die meisten betroffenen Frauen zwischen 80 und 90 Jahre (1 693) waren.
2024 starben insgesamt 2 348 Menschen in Sachsen-Anhalt an den Folgen von Bluthochdruck. Das waren 89 Todesfälle weniger als im Vorjahr, jedoch 165 mehr als 2014. Etwa 1/3 der Verstorbenen waren Männer (783). Knapp 39 % der Verstorbenen (913 Personen) waren 90 Jahre oder älter. Bei den unter 50-Jährigen gab es nur wenige Todesfälle (6 Männer und 3 Frauen). Männer verstarben am häufigsten im Alter von 80 bis unter 90 Jahren (364), während bei Frauen sowohl die Altersgruppe 80 bis unter 90 Jahre (688) als auch über 90 Jahre (714) die höchsten Sterblichkeitszahlen aufwies.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern lag Sachsen-Anhalt 2024 bei den Todesfällen durch Bluthochdruck mit 110 Verstorbenen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner auf dem vorletzten Platz. Nur der Freistaat Sachsen wies mit 112 Todesfällen noch höhere Werte auf. Die geringsten Zahlen verzeichneten Berlin (39) und Hamburg (40).
Weitere Informationen zum Thema Gesundheitswesen finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.
Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zum Thema Todesursachen können über die Tabellen zur Todesursachenstatistik (23211) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

