Menu
menu

Anteil der Drittmittel an den gesamten Einnahmen der Hochschulen Sachsen-Anhalts sank 2024 auf unter 15 %

Die Drittmitteleinnahmen der 11 Hochschulen und 2 Hochschulkliniken Sachsen-Anhalts sind 2024 auf 173,8 Mio. EUR gesunken.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das 17,2 % bzw. 36,1 Mio. EUR weniger als 2023. Die Einnahmen insgesamt, ohne Zahlungen des Hochschulträgers, reduzierten sich 2024 auf 1 175,0 Mio. EUR. Das waren 0,8 % bzw. 9,0 Mio. EUR weniger als 2023. Der Anteil der Drittmittel an den Einnahmen betrug somit nur noch 14,8 %. Dies war das 2. Jahr in Folge mit einem Rückgang und der niedrigste Anteil seit 2007.

Der Grund für den Rückgang lag vor allem im Ende der Projekte, die im Rahmen der vergangenen Förderperiode aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds finanziert wurden. Gleichzeitig waren 2024 zunächst nur wenige Projekte der neuen Förderperiode angelaufen. Dadurch gingen die Drittmittel von der Europäischen Union von 53,9 Mio. EUR in 2023 auf 12,6 Mio. EUR in 2024 zurück.

Der größte Anteil an den Einnahmen (81,6 %), ohne Zahlungen des Hochschulträgers, stammte aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen der Hochschulen bzw. Hochschulkliniken und belief sich 2024 auf 958,9 Mio. EUR. Dies waren 4,7 % bzw. 42,9 Mio. EUR mehr als 2023. Die restlichen Einnahmen entfielen mit 27,9 Mio. EUR auf Beiträge der Studierenden (2,4 %) und andere Einnahmen aus Zuweisungen und Zuschüssen mit 14,4 Mio. EUR (1,2 %).

9,6 % aller Einnahmen (112,7 Mio. EUR) waren 2024 den beiden Universitäten Sachsen-Anhalts zuzuordnen. Auf die beiden Universitätskliniken/Medizinischen Fakultäten entfielen 989,6 Mio. EUR (84,2 %) und auf die 4 staatlichen Fachhochschulen 45,3 Mio. EUR (3,9 %). Die restlichen Einnahmen in Höhe von 27,3 Mio. EUR (2,3 %) wurden durch 2 kirchliche Hochschulen, eine Verwaltungsfachhochschule, eine Kunsthochschule sowie eine private Fachhochschule erzielt.

Die höchsten Einnahmen der Hochschulen entstanden im Bereich Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften. 2024 waren dies 73,9 % bzw. 868,7 Mio. EUR. 2024 stiegen die Einnahmen in diesem Bereich um 3 %.

Die Ausgaben beliefen sich 2024 auf 2 017,9 Mio. EUR. Gegenüber 2023 war dies ein Anstieg um 47,2 Mio. EUR bzw. 2,4 %.

Die Zahlungen der Hochschulträger an die Hochschulen und Hochschulkliniken betrugen 772,3 Mio. EUR in 2024. Dies war ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 33,1 Mio. EUR bzw. 4,1 %.

In die Hochschulfinanzstatistik nicht einbezogen werden Ausgaben/Aufwendungen der Länder für pensionierte Hochschullehrer und für die Studierendenförderung. Unberücksichtigt bleiben bei den Einnahmen/Erträgen der Hochschulen ferner die Zahlungen des Bundes für die Finanzierung der Grundausstattung der Hochschulen, da es sich hierbei um Einnahmen bzw. Erträge der Länder handelt, die sich nicht immer einzelnen Hochschulen zuordnen lassen. Erfasst werden aber die Drittmittelzahlungen des Bundes. Die Zahlungen der jeweiligen Hochschulträger werden separat erfasst und sind nicht in den Einnahmen enthalten.

Weitere Informationen zum Thema Öffentliche Finanzen finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt. Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zu den Hochschulfinanzen können über die Tabellen zur jährlichen Hochschulfinanzstatistik (21371) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.