Damit sank die Zahl der Adoptionen gegenüber dem Vorjahr um 15,8 % (2024: 114). Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren zum Zeitpunkt der Adoption etwa 2/3 der Minderjährigen jünger als 3 Jahre (60), 12 Kinder im Alter zwischen 3 und unter 6 Jahren, 13 zwischen 6 und unter 12 Jahren und weitere 11 Minderjährige 12 Jahre und älter.
Am häufigsten erfolgten Adoptionen in der kreisfreien Stadt Halle (Saale) (21), der Landeshauptstadt Magdeburg (16) und in den Landkreisen Harz, Saalekreis und Salzlandkreis (je 11). Am seltensten wurden Kinder und Jugendliche in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau sowie dem Landkreis Mansfeld-Südharz vermittelt (je 1 Adoptionsvorgang).
49 Kinder und Jugendliche (51,0 %) wurden durch andere nicht verwandte Personen angenommen. 42 Adoptionen (43,8 %) erfolgten durch einen Stiefelternteil, also durch eine neue Partnerin oder einen neuen Partner des leiblichen Elternteils, das entsprach 15 Adoptionen weniger als im Vorjahr. Innerhalb der Verwandtschaft wurden 5 Adoptionsvorgänge gemeldet. Bei 70,0 % der unter 3-Jährigen erfolgte die Annahme durch nicht verwandte Personen. Bei den 3- bis unter 18-Jährigen lag der Anteil der Adoptionen durch einen Stiefelternteil bei 72,2 %.
Am Jahresende 2025 waren 24 Minderjährige zur Adoption vorgemerkt. Ein Jahr zuvor waren es 42 Jungen und Mädchen. Demgegenüber lagen den Jugendämtern 66 Adoptionsbewerbungen vor (2024: 54).
In Adoptionspflege waren 75 Kinder und Jugendliche untergebracht. Das waren 41 Mädchen und Jungen weniger als im Vorjahr. Die Adoptionspflege dient der Eingewöhnung der Kinder und Jugendlichen bei den Adoptionsbewerbern, also den Personen, die dieses minderjährige Kind annehmen wollen.
Weitere Informationen zum Thema Kinder- und Jugendhilfe finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.
Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zum Thema Adoptionen können über die Tabellen zu Adoptionen (22521) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

