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Kinder- und Jugendhilfe

Die Kinder- und Jugendhilfe umfasst Leistungen und Aufgaben für junge Menschen und Familien wie z. B. die Jugend- und Jugendsozialarbeit, den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz, Förderung der Erziehung in der Familie, Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen. Rechtsgrundlage bildet das Achte Buch Sozialgesetzbuch.

Zahlen auf einen Blick

Kinder- und
Jugendhilfe
01.03.
2018
Kindertages-
einrichtungen
1 789
Kinder in Kinder-
tageseinrichtungen
148 789
Tätige Personen in
Kindertages-
einrichtungen
20 741

Aktuelle Publikationen

Kurz und knapp

Leichter Rückgang der Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdungen

Im Jahr 2018 haben die Jugendämter in Sachsen-Anhalt 3 235 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durchgeführt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren das 232 Verfahren (-6,7 %) weniger als im Vorjahr. Dennoch befanden sich die Verfahren im Vergleich zum Beginn der Erhebung im Jahr 2012 (2 315 Fälle) auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Von den eingeleiteten Verfahren waren 1 641 (50,7 %) Mädchen und 1 594 (49,3 %) Jungen betroffen. Fast jedes 2. Kind (47,3 %) hatte zu Beginn des Verfahrens der Gefährdungseinschätzung das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet, darunter waren 853 Kinder jünger als 3 Jahre.

Die Gefährdungen werden von Fachkräften während der zumeist mehreren Kontakte zu den Kindern und Jugendlichen und deren Familien eingeschätzt. Als Ergebnis der durchgeführten Verfahren wurde bei 14,7 % (475 Fälle) eine akute und bei 11,7 % (378 Fälle) eine latente Kindeswohlgefährdung festgestellt. Bei fast 3/4 der Verfahren lag keine Kindeswohlgefährdung vor, aber bei 36,0 % bestand Hilfebedarf.

Bei 60,8 % (594 Fälle) war die Vernachlässigung des Kindes/Jugendlichen der Hauptgrund für die Feststellung einer akuten oder latenten Gefährdungseinschätzung, gefolgt von körperlicher Misshandlung mit 19,7 % (192 Fälle), psychischer Misshandlung mit 14,8 % (145 Fälle) und 4,7 % (46 Fälle) aufgrund sexueller Gewalt. Dabei waren Mehrfachnennungen möglich.

Am häufigsten machten anonyme Melder das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam, und zwar bei 20,9 % der Verfahren. Bei 12,5 % der Fälle kamen die Hinweise von Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft. Gut jeden 10. Hinweis (10,7 %) erhielten die Jugendämter von Bekannten oder Nachbarn.

Weitere Informationen zum Thema Kinder- und Jugendhilfe finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.

 

Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines/einer Minderjährigen bereits eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist und diese Situation von dem Sorgeberechtigten nicht abgewendet wird oder werden kann.

Zur Bewertung der Gefährdungslage macht sich das Jugendamt einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen und seiner Lebenssituation. Das Jugendamt hat den Personensorgeberechtigten zur Abwendung der Gefährdung geeignete und notwendige Hilfen anzubieten.

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 18.07.19

Grafiken

Aktuelle Tabellen

Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls nach Jahren und nach Geschlecht und Alter des/der Minderjährigen

Geschlecht
_________
Alter
von... bis
unter... Jahren1
_________
Jahr

Verfahren
insgesamt

Davon...

akute
Kindeswohl-
gefährdung

latente
Kindeswohl-
gefährdung

keine
Kindeswohl-
gefährdung
aber
Hilfebedarf

keine Kindes-
wohlgefährdung
und kein
(weiterer)
Hilfebedarf

2012

2 315

 374

 339

 703

 899

2013

2 438

 374

 331

 788

 945

2014

2 725

 372

 317

 890

1 146

2015

2 475

 408

 384

 798

 885

2016

2 557

 391

 324

 890

 952

2017

3 467

 573

 478

1 241

1 175

2018

Insgesamt

3 235

475

378

1 166

1 216

  unter 1

333

70

35

133

95

  1 -   2

267

29

37

107

94

  2 -   3

253

37

22

96

98

  3 -   4

224

24

18

83

99

  4 -   5

219

21

22

87

89

  5 -   6

234

35

26

85

88

  6 -   7

207

28

29

69

81

  7 -   8

181

21

27

66

67

  8 -   9

152

16

15

55

66

  9 - 10

169

24

17

63

65

10 - 11

146

20

22

51

53

11 - 12

156

23

17

56

60

12 - 13

145

22

16

49

58

13 - 14

165

28

20

56

61

14 - 15

130

25

20

36

49

15 - 16

106

17

15

28

46

16 - 17

81

22

7

23

29

17 - 18

67

13

13

23

18

darunter weiblich

Zusammen

1 594

 250

 185

 562

 597

  unter 1

149

32

19

55

43

  1 -   2

134

14

14

53

53

  2 -   3

105

12

9

47

37

  3 -   4

110

15

9

42

44

  4 -   5

107

13

9

43

42

  5 -   6

113

22

12

39

40

  6 -   7

93

14

16

31

32

  7 -   8

93

8

14

34

37

  8 -   9

88

8

10

28

42

  9 - 10

70

13

8

23

26

10 - 11

72

9

12

26

25

11 - 12

80

14

9

25

32

12 - 13

66

14

5

16

31

13 - 14

89

16

9

28

36

14 - 15

72

18

10

24

20

15 - 16

64

9

10

18

27

16 - 17

53

13

3

17

20

17 - 18

36

6

7

13

10

1 zum Zeitpunkt der Gefährdungseinschätzung

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