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Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) verfolgen die Aufgabe, ein möglichst vollständiges, übersichtliches und hinreichend gegliedertes quantitatives Gesamtbild des wirtschaftlichen Ablaufs einer Region für eine abgelaufene Periode zu geben.

Bei den wirtschaftlichen Tätigkeiten, die in den VGR ihren Niederschlag finden, handelt es sich im Wesentlichen um die Produktion, Verteilung und Verwendung von Waren und Dienstleistungen und die daraus resultierende Entstehung, Verteilung und Verwendung von Einkommen (sogenannte 3-Seiten-Rechnung). Eine wichtige Datenquelle der Berechnungen sind die Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung (ETR).

Ergebnisse der VGR für Bundesländer und Kreise werden auch durch den Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche  Gesamtrechnungen der Länder“ unter www.vgrdl.de veröffentlicht.

Pressemitteilungen

2019 höchste Investitionsquote seit 2010 in Sachsen-Anhalt

Vom 2019 erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukt (64,8 Mrd. EUR) wurden 12,9 Mrd. EUR für die Finanzierung von Bruttoanlageinvestitionen verwendet. Daraus ergab sich für 2019 eine Investitionsquote von 19,9 %. Für Sachsen-Anhalt war das der höchste Wert seit 2010. Im Vergleich zu 2018 stieg die Investitionsquote um 1,1 Prozentpunkte. Das ergaben aktuelle Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt angehört.

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter informiert, stieg die Investitionsquote in den ostdeutschen Bundesländern (ohne Berlin) um 0,8 Prozentpunkte und damit geringer als in Sachsen-Anhalt.

Im bundesweiten Vergleich verzeichneten 5 Bundesländer einen Rückgang der Investitionsquote. Die Quote bewegte sich in einer Spanne von 15,8 % in Bremen und 27,7 % in Mecklenburg-Vorpommern. Nicht so weit auseinander lagen dagegen die Werte der Großraumregionen Westdeutschland ohne Berlin (21,4 %) und Ostdeutschland ohne Berlin (22,3 %).

Der Anstieg der Investitionsquote resultierte in Sachsen-Anhalt hauptsächlich aus der Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen. Sie stiegen mit einem Plus um 10,5 % deutlich stärker an als das Bruttoinlandsprodukt (+4,2 %). Positiv beeinflusste vor allem der Dienstleistungssektor das Investitionsgeschehen. Hier wiesen insbesondere die Investitionen in Ausrüstungen einen kräftigen Zuwachs aus (+22,3 %).

Deutschlandweit lag die Investitionsquote um 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Dabei wiesen die Bruttoanlageinvestitionen 4,7 % und das Bruttoinlandsprodukt 3,1 % Zuwachs aus.

Die Investitionsquote ist definiert als Anteil der Bruttoanlageinvestitionen (in jeweiligen Preisen) am Bruttoinlandsprodukt (in jeweiligen Preisen). Die Bruttoanlageinvestitionen umfassen den Erwerb von dauerhaften und reproduzierbaren Produktionsmitteln sowie selbst erstellte Anlagen und größere Wert steigernde Reparaturen. Als dauerhaft gelten diejenigen produzierten Güter, die länger als ein Jahr in der Produktion eingesetzt werden. Die Bruttoanlageinvestitionen setzen sich aus dem Erwerb neuer Anlagen und dem Saldo aus Käufen und Verkäufen von gebrauchten Anlagen zusammen. Das Bruttoinlandsprodukt umfasst den Wert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebietes während einer bestimmten Periode produzierten Waren und Dienstleistungen. Es entspricht der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen.

Ausführliche Zahlenreihen zu den Investitionsquoten für alle Bundesländer veröffentlicht der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ in seiner Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 1 Band 5 „Entstehung, Verteilung und Verwendung des Bruttoinlandsprodukts in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 1991 bis 2021“ bzw. auf der Internetseite www.vgrdl.de.

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 03.08.2022

Aktuelle Berichte

  • Arbeitnehmerentgelt, Bruttolöhne und -​gehälter in den kreisfreien Städten und Landkreisen: 2000-2020
  • Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung in den kreisfreien Städten und Landkreisen: 1991-2020
  • Primäreinkommen und Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in den kreisfreien Städten und Landkreisen: 1995-2019
  • Arbeitnehmerentgelt, Bruttolöhne und -​gehälter nach Wirtschaftsbereichen: 1991-2021
  • Bruttoanlageinvestitionen: 1991-2019
  • Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen: 1991-2021
  • Entstehung und Verwendung des Bruttoinlandsproduktes sowie Einkommen der privaten Haushalte: 1991-2020

Link zu allen Berichten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung

Aktuelle Tabelle

Emissionen an Treibhausgasen ab 1990

Jahr

Treibhausgase-
missionen1
insgesamt
in 1 000 t
CO2-Äquivalente

CO2-Emissionen
energiebedingt
in 1 000 t

CO2-Emissionen
energiebedingt
Anteil an
insgesamt
in %

CO2-Emissionen
prozessbedingt
in 1 000 t

CO2-Emissionen
prozessbedingt
Anteil an
insgesamt
in %

CO2-Emissionen
aus der
Landwirtschaft
in 1 000 t

CO2-Emissionen
aus der
Landwirtschaft
Anteil an
insgesamt
in %

CH4-Emissionen2
1 000 t
CO2-Äquivalente

CH4-Emissionen2
Anteil an
insgesamt
in %

N2O-Emissionen2
1 000 t
CO2-Äquivalente

N2O-Emissionen2
Anteil an
insgesamt
in %

F-Gas-Emissionen
1 000 t
CO2-Äquivalente

F-Gas-Emissionen
Anteil an
insgesamt
in %

1990

 59 191

 49 522

83,7

2 049

3,5

 206

0,3

 4 207

7,1

 2 719

4,6

  488

0,8

1995

 33 712

 24 865

73,8

2 922

8,7

 93

0,3

 3 328

9,9

 1 928

5,7

  576

1,7

2000

 34 841

 25 857

74,2

3 074

8,8

 140

0,4

 3 116

8,9

 2 227

6,4

  427

1,2

2003

 37 830

 27 554

72,8

3 745

9,9

 123

0,3

 3 092

8,2

 2 897

7,7

  417

1,1

2004

 37 414

 26 591

71,1

3 708

9,9

 122

0,3

 3 108

8,3

 3 459

9,2

  426

1,1

2005

 37 434

 27 275

72,9

3 670

9,8

 127

0,3

 2 978

8,0

 2 957

7,9

  428

1,1

2006

 37 230

 27 205

73,1

3 756

10,1

 135

0,4

 2 800

7,5

 2 913

7,8

  422

1,1

2007

 36 420

 25 890

71,1

3 898

10,7

 156

0,4

 2 727

7,5

 3 328

9,1

  420

1,2

2008

 37 365

 26 843

71,8

3 824

10,2

 175

0,5

 2 669

7,1

 3 437

9,2

  417

1,1

2009

 38 877

 26 662

68,6

5 270

13,6

 187

0,5

 2 610

6,7

 3 723

9,6

  426

1,1

2010

 37 893

 27 287

72,0

5 403

14,3

 187

0,5

 2 478

6,5

 2 128

5,6

  410

1,1

2011

 37 695

 27 144

72,0

5 450

14,5

 177

0,5

 2 431

6,4

 2 083

5,5

  411

1,1

2012

 38 166

 27 625

72,4

5 480

14,4

 177

0,5

 2 373

6,2

 2 099

5,5

  412

1,1

2013

 37 610

 26 999

71,8

5 581

14,8

 177

0,5

 2 325

6,2

 2 118

5,6

  409

1,1

2014

 35 760

 25 509

71,3

5 130

14,3

 202

0,6

 2 286

6,4

 2 227

6,2

  406

1,1

2015

 35 003

 25 125

71,8

4 753

13,6

 204

0,6

 2 314

6,6

 2 191

6,3

  415

1,2

2016

 34 252

 25 403

74,2

3 659

10,7

 231

0,7

2 327

6,8

2 217

6,5

 415

1,2

2017

 34 080

 25 383

74,5

3 640

10,7

 219

0,6

2 273

6,7

2 149

6,3

 416

1,2

2018

 35 606

 26 894

75,5

3 897

10,9

 210

0,6

2 213

6,2

2 001

5,6

 390

1,1

20193

 31 901

 24 056

75,4

3 662

11,5

 181

0,6

 1 705

5,3

 1 926

6

  370

1,2

Berechnungsstand: Frühjahr 2022

1 umfasst Emissionen an CO2, CH4, N2O und F-Gasen ohne internationalen Luftverkehr, ohne Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF), ohne diffuse CO2-Emissionen aus Brennstoffen

2 Die Methan-Emissionen wurden mit dem GWP-Wert von 25 und die Distickstoffoxid-Emissionen mit dem GWP-Wert von 298 in CO2-Äquivalente umgerechnet (GWP = Global Warming Potential).

3 vorläufige Ergebnisse

XLXS

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