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Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) verfolgen die Aufgabe, ein möglichst vollständiges, übersichtliches und hinreichend gegliedertes quantitatives Gesamtbild des wirtschaftlichen Ablaufs einer Region für eine abgelaufene Periode zu geben.

Bei den wirtschaftlichen Tätigkeiten, die in den VGR ihren Niederschlag finden, handelt es sich im Wesentlichen um die Produktion, Verteilung und Verwendung von Waren und Dienstleistungen und die daraus resultierende Entstehung, Verteilung und Verwendung von Einkommen (sogenannte 3-Seiten-Rechnung). Eine wichtige Datenquelle der Berechnungen sind die Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung (ETR).

Ergebnisse der VGR für Bundesländer und Kreise werden auch durch den Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche  Gesamtrechnungen der Länder“ unter www.vgrdl.de veröffentlicht.

Zahlen auf einen Blick

Gesamt-
rechnungen
2020 in
Mill. EUR
Bruttoinlands-
produkt in je-
weiligen Preisen
62 654
Bruttowert-
schöpfung in je-
weiligen Preisen
  56 668
davon Dienst-
leistungsbereich
37 205

Aktuelle Publikation

Kurz und Knapp

Erhöhung des Verfügbaren Einkommens 2020 vor allem durch gestiegene empfangene Sozialleistungen

2020 betrug das Verfügbare Einkommen, welches für Konsum und Sparen verwendet werden kann, in Sachsen-Anhalt 21 095 EUR je Einwohnerin bzw. Einwohner und stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 634 EUR bzw. 3,1 %. Im Bundesdurchschnitt wuchs das Verfügbare Einkommen pro Kopf mit 165 EUR (+0,7 %) deutlich geringer als in Sachsen-Anhalt, erreichte jedoch eine Höhe von 23 752 EUR. Maßgeblichen Anteil an der Erhöhung des Verfügbaren Einkommens hatten 2020 die empfangenen monetären Sozialleistungen, die sich für Sachsen-Anhalt gegenüber 2019 um 568 EUR je Einwohnerin bzw. Einwohner (+6,5 %) erhöhten. Hierunter fällt auch das im ersten Corona-Jahr gezahlte Kurzarbeitergeld. In Deutschland erhöhten sich die pro Kopf empfangenen Sozialleistungen um 589 EUR (+8,0 %).

In deutlich geringerem Umfang trugen die empfangenen Arbeitnehmerentgelte zur Steigerung des Verfügbaren Einkommens bei. Sie stiegen 2020 gegenüber 2019 in Sachsen-Anhalt um 268 EUR je Einwohnerin bzw. Einwohner (+1,6 %). Für Deutschland wurde ein Rückgang der empfangenen Arbeitnehmerentgelte von 60 EUR je Einwohnerin bzw. Einwohner (-0,3 %) berechnet.

Einen Rückgang wiesen 2020 die Vermögenseinkommen auf, sie reduzierten sich pro Kopf in Sachsen-Anhalt um 226 EUR (-11,6 %) und in Deutschland um 421 EUR (-10,2 %).

Trotz der im Vergleich zu Deutschland überdurchschnittlichen Zunahme des Verfügbaren Einkommens standen auch 2020 in Sachsen-Anhalt pro Kopf durchschnittlich 2 657 EUR weniger als im Bundesdurchschnitt für Konsum und Sparen zur Verfügung. Ursache hierfür waren vor allem die geringeren empfangenen Arbeitnehmerentgelte, die in Sachsen-Anhalt durchschnittlich rd. 5 Tsd. EUR je Einwohnerin bzw. Einwohner unter denen von Deutschland lagen. Aber auch die Vermögenseinkommen wiesen ein um rd. 2 Tsd. EUR je Einwohnerin bzw. Einwohner geringeres Niveau als in Deutschland auf. Demgegenüber wurden in Sachsen-Anhalt pro Kopf rd. 1,4 Tsd. EUR mehr Sozialleistungen empfangen und aufgrund der geringeren Einkommen auch rd. 1,5 Tsd. EUR weniger Einkommen- und Vermögensteuer sowie 2,2 Tsd. EUR weniger Nettosozialbeiträge als im bundesdeutschen Durchschnitt geleistet.

Das Verfügbare Einkommen der privaten Haushalte (einschließlich der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck) gibt an, wie viel Geld den Einwohnerinnen und Einwohnern der betrachteten Region für Konsum und zum Sparen zur Verfügung steht. Es ergibt sich aus dem Primäreinkommen zuzüglich empfangene monetäre Sozialleistungen sowie empfangene sonstige laufende Transfers und abzüglich Einkommen- und Vermögensteuer, Nettosozialbeiträge sowie geleistete sonstige laufende Transfers. Die Werte werden neben den wirtschaftlichen Gegebenheiten eines Bundeslandes auch von Pendler/-innenverflechtungen und der demografischen Struktur beeinflusst.   

Die vorliegenden Berechnungsergebnisse resultieren aus der Gemeinschaftsarbeit aller Statistischen Landesämter im Arbeitskreis "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder". Ausführliche Ergebnisse können der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt oder dem in Kürze erscheinenden Statistischen Bericht „Entstehung und Verwendung des Bruttoinlandsprodukts sowie Einkommen der privaten Haushalte“ entnommen werden. Ergebnisse für alle Bundesländer werden vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ in der Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 1 Band 5 unter www.vgrdl.de veröffentlicht. 

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 10.05.2022

Aktuelle Tabellen

Emissionen an Treibhausgasen ab 1990

Jahr

Treibhausgase-
missionen1
insgesamt
in 1 000 t
CO2-Äquivalente

CO2-Emissionen
energiebedingt
in 1 000 t

CO2-Emissionen
energiebedingt
Anteil an
insgesamt
in %

CO2-Emissionen
prozessbedingt
in 1 000 t

CO2-Emissionen
prozessbedingt
Anteil an
insgesamt
in %

CO2-Emissionen
aus der
Landwirtschaft
in 1 000 t

CO2-Emissionen
aus der
Landwirtschaft
Anteil an
insgesamt
in %

CH4-Emissionen2
1 000 t
CO2-Äquivalente

CH4-Emissionen2
Anteil an
insgesamt
in %

N2O-Emissionen2
1 000 t
CO2-Äquivalente

N2O-Emissionen2
Anteil an
insgesamt
in %

F-Gas-Emissionen
1 000 t
CO2-Äquivalente

F-Gas-Emissionen
Anteil an
insgesamt
in %

1990

 59 191

 49 522

83,7

2 049

3,5

 206

0,3

 4 207

7,1

 2 719

4,6

  488

0,8

1995

 33 712

 24 865

73,8

2 922

8,7

 93

0,3

 3 328

9,9

 1 928

5,7

  576

1,7

2000

 34 841

 25 857

74,2

3 074

8,8

 140

0,4

 3 116

8,9

 2 227

6,4

  427

1,2

2003

 37 830

 27 554

72,8

3 745

9,9

 123

0,3

 3 092

8,2

 2 897

7,7

  417

1,1

2004

 37 414

 26 591

71,1

3 708

9,9

 122

0,3

 3 108

8,3

 3 459

9,2

  426

1,1

2005

 37 434

 27 275

72,9

3 670

9,8

 127

0,3

 2 978

8,0

 2 957

7,9

  428

1,1

2006

 37 230

 27 205

73,1

3 756

10,1

 135

0,4

 2 800

7,5

 2 913

7,8

  422

1,1

2007

 36 420

 25 890

71,1

3 898

10,7

 156

0,4

 2 727

7,5

 3 328

9,1

  420

1,2

2008

 37 365

 26 843

71,8

3 824

10,2

 175

0,5

 2 669

7,1

 3 437

9,2

  417

1,1

2009

 38 877

 26 662

68,6

5 270

13,6

 187

0,5

 2 610

6,7

 3 723

9,6

  426

1,1

2010

 37 893

 27 287

72,0

5 403

14,3

 187

0,5

 2 478

6,5

 2 128

5,6

  410

1,1

2011

 37 695

 27 144

72,0

5 450

14,5

 177

0,5

 2 431

6,4

 2 083

5,5

  411

1,1

2012

 38 166

 27 625

72,4

5 480

14,4

 177

0,5

 2 373

6,2

 2 099

5,5

  412

1,1

2013

 37 610

 26 999

71,8

5 581

14,8

 177

0,5

 2 325

6,2

 2 118

5,6

  409

1,1

2014

 35 760

 25 509

71,3

5 130

14,3

 202

0,6

 2 286

6,4

 2 227

6,2

  406

1,1

2015

 35 003

 25 125

71,8

4 753

13,6

 204

0,6

 2 314

6,6

 2 191

6,3

  415

1,2

2016

 34 252

 25 403

74,2

3 659

10,7

 231

0,7

2 327

6,8

2 217

6,5

 415

1,2

2017

 34 080

 25 383

74,5

3 640

10,7

 219

0,6

2 273

6,7

2 149

6,3

 416

1,2

2018

 35 606

 26 894

75,5

3 897

10,9

 210

0,6

2 213

6,2

2 001

5,6

 390

1,1

20193

 31 901

 24 056

75,4

3 662

11,5

 181

0,6

 1 705

5,3

 1 926

6

  370

1,2

Berechnungsstand: Frühjahr 2022

1 umfasst Emissionen an CO2, CH4, N2O und F-Gasen ohne internationalen Luftverkehr, ohne Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF), ohne diffuse CO2-Emissionen aus Brennstoffen

2 Die Methan-Emissionen wurden mit dem GWP-Wert von 25 und die Distickstoffoxid-Emissionen mit dem GWP-Wert von 298 in CO2-Äquivalente umgerechnet (GWP = Global Warming Potential).

3 vorläufige Ergebnisse

XLXS

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