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Gesundheitswesen

Die Ergebnisse der Krankenhausstatistik bilden die statistische Basis für viele gesundheitspolitische Entscheidungen des Bundes und der Länder und dienen den an der Krankenhausfinanzierung beteiligten Institutionen als Planungsgrundlage. Die Erhebung liefert wichtige Informationen über die Struktur der stationären Versorgung, über die Zusammenhänge zwischen Morbiditäts- und Kostenentwicklung im Krankenhausbereich sowie über die regionale Häufigkeit von Krankheitsarten. Sie dient damit letztlich auch der Wissenschaft und Forschung und trägt zur Information der Bevölkerung bei.

Die Todesursachenstatistik ist mangels umfassender Morbiditätsstatistiken die am weitesten verbreitete Statistik zur Analyse der quantitativen Bedeutung einzelner Krankheiten. Aufgabe der Todesursachenstatistik ist es, eine Übersicht über die vorherrschenden Todesursachen einer Region zu geben. Aus den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen und Strategien z. B. für die Gesundheitspolitik und die epidemiologische Forschung abgeleitet. Im Kern geht es um die Frage, durch welche präventiven und medizinisch-kurativen Maßnahmen die Lebenserwartung und -qualität der Bevölkerung erhöht werden kann.

Die Statistik über Schwangerschaftsabbrüche ist eine vierteljährliche Totalerhebung, die vom Statistischen Bundesamt durchgeführt wird. Sie bietet einen Überblick über die Anzahl und die Entwicklung der Schwangerschaftsabbrüche. Nach Auswertung der Daten werden die Ergebnisse vom Statistischen Bundesamt den Statistischen Landesämtern zur Verfügung gestellt.

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Pressemitteilungen

Zahl der Entbindungskliniken seit 1991 halbiert

Die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungsstationen in Sachsen-Anhalt hat sich seit der deutschen Vereinigung halbiert. Gab es 1991 in Sachsen-Anhalt noch 36 Krankenhäuser, in denen Kinder entbunden wurden, waren es 2024 noch 18. Damit hat sich ihre Zahl halbiert, wie das Statistische Landesamt mitteilt. Die Zahl der Lebendgeborenen war 2024 (12 526) um 35,6 % niedriger als 1991 (19 459).

Damit folgte Sachsen-Anhalt dem bundesweiten Trend. Die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungsstationen hat sich im genannten Zeitraum mehr als halbiert (1991: 1 186; 2024: 578), obwohl die Zahl der Geburten bundesweit 2024 nur um 18,4 % niedriger war als 1991. Die Zahl der Entbindungskliniken und der Fachabteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ist seit 1991 in allen Bundesländern gesunken, wobei der Rückgang unterschiedlich stark ausfällt. Prozentual am stärksten nahm die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungen zwischen 1991 und 2024 in Rheinland-Pfalz (von 72 auf 28 Krankenhäuser), dem Saarland (von 18 auf 7) und Schleswig-Holstein (von 36 auf 14) ab. In den Stadtstaaten waren die Rückgänge am geringsten, da in denen ohnehin eine vergleichsweise geringe Zahl solcher Kliniken zur Verfügung stand.

Die Entfernung zur nächsten Klinik mit einem Fachbereich Frauenheilkunde und/oder Geburtshilfe hängt stark davon ab, wie städtisch oder ländlich die Menschen wohnen. In den beiden Großstädten Sachsen-Anhalts können 95,7 % der weiblichen Bevölkerung zwischen 16 und 49 Jahren ein entsprechendes Krankenhaus innerhalb von 15 Minuten mit dem Auto erreichen (bundesweit: 95,1 %). Die Erreichbarkeit einer Klinik mit Frauenheilkunde- und/oder Geburtshilfestationen innerhalb von 15 Minuten war auch in den Mittelstädten (Sachsen-Anhalt: 70,6 %; Bund: 73,4 %), den größeren Kleinstädten (17,0 %; Bund: 44,7 %) und den kleineren Kleinstädten oder ländlichen Gemeinden (18,2 %; Bund: 29,9 %) deutlich häufiger als im Bundesvergleich nicht möglich.

Diese und andere Werte zur medizinischen Versorgung in regionaler Tiefe enthält der aktualisierte Krankenhausatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Das interaktive Kartenangebot zeigt auf Basis von Krankenhausdaten für 2023 und Bevölkerungsdaten des Zensus 2022 die Erreichbarkeit von Krankenhäusern allgemein sowie nach verschiedenen Fachgebieten – und das für jeden Standort in Deutschland. Diagramme veranschaulichen die Erreichbarkeit in allen Bundesländern nach bestimmten Siedlungstypen – von Großstadt bis ländliche Gemeinde.

Basis des Krankenhausatlas ist das Krankenhausverzeichnis der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, das alle Einrichtungen nachweist, die am 31.12.2023 in Deutschland zur vollstationären medizinischen Versorgung beigetragen haben. Zwischenzeitliche Veränderungen aufgrund von Krankenhausfusionen, Schließungen und neuen Krankenhausstandorten oder im medizinischen Leistungsangebot sind nicht berücksichtigt.

Die Erreichbarkeiten werden in Minuten angegeben und beziehen sich auf die Fahrtzeit in einem Pkw bei ungestörter Verkehrslage. Grundlage der Berechnung ist der Straßendatenbestand der Nutzergemeinschaft OpenStreetMap (OSM).

Die Online-Anwendung steht unter der Adresse https://krankenhausatlas.statistikportal.de/ kostenlos zur Verfügung.

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 17.03.2026

Interaktive und statische Grafiken

Aktuelle Berichte

  • Krankenhäuser, Vorsorge-​/Rehabilitationseinrichtungen: Grunddaten und Kosten: 2024
  • Gestorbene nach Todesursache, Geschlecht und Altersgruppen: 2024
  • Krankheiten der Patienten der Krankenhäuser und der Vorsorge-​ und Rehabilitationseinrichtungen: 2024
  • Sonderheft Der Schlaganfall: 2000 - 2019
  • Gesetzliche Pflegeversicherung: Ambulante Pflegedienste, stationäre Pflegeheime, Pflegegeldempfänger: 2021

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