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Umsatzrückgänge vor allem im Hochbau in Sachsen-Anhalts Bauhauptgewerbe im 1. Quartal 2026

Die 293 Betriebe des Bauhauptgewerbes (Hoch- und Tiefbau sowie Vorbereitende Baustellenarbeiten) in Sachsen-Anhalt erwirtschafteten in den Monaten Januar bis März 2026 einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 489,4 Mio. EUR. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, nahm der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal damit nominal (nicht preisbereinigt) um 17,8 Mio. EUR (-3,5 %) ab. Zu diesem Minus trugen vor allem die Bausparten des Hochbaus in ihrer Gesamtheit bei (-16,0 Mio. EUR bzw. -9,0 %), die höchsten Umsatzeinbußen hatte dabei der öffentliche Hochbau (-6,2 Mio. EUR bzw. -22,9 %). Einzig die Bausparte Straßenbau verzeichnete nominal einen Zuwachs von 8,3 Mio. EUR (+10,5 %). Trotz Einbußen im 1. Quartal 2026 wurden über die Hälfte aller baugewerblichen Umsätze im gewerblichen und industriellen Hoch- bzw. Tiefbau erzielt. Der reale (preisbereinigte) Umsatz ging im 1. Quartal 2026 um 7,3 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurück. Auch hier konnte nur der Straßenbau die realen Umsätze steigern (+7,0 %), alle anderen Bausparten mussten Einbußen hinnehmen (von -5,7 % im gewerblichen und industriellen Tiefbau bis -25,9 % im öffentlichen Hochbau).

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe Sachsen-Anhalts bezifferten sich im 1. Quartal 2026 auf einen Gesamtwert von 770,5 Mio. EUR, der damit nominal um 31,4 % höher war als vor Jahresfrist. Der Anstieg des Ordervolumens erstreckte sich über alle Bausparten des Bauhauptgewerbes. Im Vergleich zum Vorjahresquartal waren deutliche Nachfragesteigerungen vor allem bei den Betrieben des Tiefbaus zu verzeichnen, auch infolge von Großaufträgen. Hier fiel das Ordervolumen um 160,0 Mio. EUR (+37,5 %) höher aus. Der gewerbliche und industrielle Tiefbau verbuchte dabei ein Plus von 84,8 Mio. EUR (+35,1 %), der Straßenbau 43,2 Mio. EUR (+35,9 %) und der sonstige (öffentliche) Tiefbau 32,0 Mio. EUR (+49,4 %). Auch im Hochbau in seiner Gesamtheit gingen über 15 % mehr Bestellungen ein als ein Jahr zuvor. Dazu trug insbesondere ein kräftiger Zuwachs im Wohnungsbau bei (+24,7 %). Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang war ebenfalls in diesem Zeitraum um 26,0 % höher.

Mit insgesamt 16 842 tätigen Personen waren Ende März 2026 etwa 1,2 % weniger Menschen im sachsen-anhaltischen Bauhauptgewerbe beschäftigt als zum vergleichbarem Zeitpunkt 2025. Diese Beschäftigten leisteten an genau so vielen Arbeitstagen wie im Vorjahr (62 Tage) insgesamt knapp 3,8 Mio. Arbeitsstunden und bezogen Entgelte in Höhe von 161,2 Mio. EUR (-9,0 % bzw. -2,7 %). Dabei wies der Wirtschaftszweig Bau von Straßen die meisten Beschäftigten auf (4 852 tätige Personen; +2,9 %), deren geleistetes Arbeitspensum und Entlohnung belief sich auf insgesamt 0,9 Mio. Arbeitsstunden bzw. auf insgesamt 43,4 Mio. EUR (-5,8 % bzw. +3,2 %). Die baugewerblichen Umsätze in diesem Bereich stiegen nominal um 6,9 %.

Bei den befragten Betrieben handelt es sich um Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen.

Weitere Informationen zum Thema Baugewerbe finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt. Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zum Thema Bauhauptgewerbe können über die Tabellen zum Bauhauptgewerbe (44111) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.