93,0% der Gäste kamen aus dem Inland. Hier konnte ein Zuwachs bei den Gästezahlen (+0,3 %), aber ein Rückgang bei den Übernachtungszahlen (-0,9 %) festgestellt werden. Bei Gästen aus dem Ausland gab es ein anderes Bild. Hier wurden weniger Gäste (-4,3 %) und weniger Übernachtungen (-2,9 %) ermittelt. Von den in die Erhebung einbezogenen Beherbergungsbetrieben waren 926 im Januar 2026 geöffnet (Januar 2025: 938 geöffnete Beherbergungsbetriebe). Die angebotenen Schlafgelegenheiten waren zu 19,7 % ausgelastet (Januar 2025: 20,0 %). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste betrug 2,4 Tage. Im Januar des Vorjahres lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 2,5 Tagen.
Auch in den einzelnen Betriebsarten gab es im Januar 2026 keinen klaren Trend in den Veränderungsraten bei Gästen und Übernachtungen. Zuwächse bei den Gästen und Übernachtungen konnten nur bei den Schulungsheimen (+23,5% Gästeankünfte, +16,9 % Übernachtungen) festgestellt werden. Rückgänge bei den Gästen und Übernachtungen konnten bei den Betriebsarten Camping-, Biwakplätze (-40,4 % Gästeankünfte, -23,5 % Übernachtungen), Gasthöfe (-20,1% Gästeankünfte, -20,8 % Übernachtungen), Erholungs- und Ferienheime (-3,1 % Gästeankünfte, -17,7 % Übernachtungen), Ferienzimmer, Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Feriendörfer (-9,2 % Gästeankünfte, -4,8 % Übernachtungen) festgestellt werden. Ein anderes Bild gab es zum einen bei den Betriebsarten der Pensionen (-7,2 % Gästeankünfte, +9,6 % Übernachtungen), Vorsorge- und Reha-Kliniken (-1,5 % Gästeankünfte, +0,7 % Übernachtungen) und zum anderen bei den Betriebsarten der Hotels (+1,7 % Gästeankünfte, -0,6 % Übernachtungen), der Hotels garnis (+1,3 % Gästeankünfte, -1,8 % Übernachtungen) und den Jugendherbergen, Hostels, Hütten (+0,5 % Gästeankünfte, -5,4 % Übernachtungen).
Im Januar 2026 konnten nur 2 der 5 Reisegebiete in Sachsen-Anhalt einen Anstieg der Gästezahlen erreichen, verzeichneten aber einen Rückgang der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat. 3 von 5 Reisegebieten wiesen ein Minus an Gästen und einen Rückgang bei den Übernachtungen aus. Die Beherbergungsbetriebe der größten Region, dem Harz und Harzvorland, meldeten positive Werte, bei den Gästeankünften um +0,3 %, aber einen Rückgang bei den Übernachtungen um -0,2 %. Gestiegene Gästezahlen aber einen Rückgang bei den Übernachtungen meldete ebenso die Regionen Halle, Saale, Unstrut (+2,0 % Gäste, -0,9 % Übernachtungen). In den übrigen 3 Regionen gab es sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen Rückgänge. Diese waren die Region Anhalt-Wittenberg (-1,5 % Gäste, -3,3% Übernachtungen), die Region Magdeburg, Elbe-Börde-Heide (-1,3 % Gäste, -1,3 % Übernachtungen) und die Region Altmark (-0,5 % Gäste, -0,4 % Übernachtungen).
Ab Berichtsmonat Januar 2026 werden die Betriebsarten nach der Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2025 ausgewiesen. Es kann dadurch auf Ebene der Betriebsarten zu geringfügigen Einschränkungen in der zeitlichen Vergleichbarkeit kommen. Die Zahlen stammen aus der Monatserhebung im Tourismus (Beherbergungsstatistik). In dieser werden Beherbergungsbetriebe ab 10 Schlafgelegenheiten sowie Campingplätze ab 10 Stellplätzen u. a. mit Gästeankünften, Aufenthaltsdauer und Herkunft der Gäste erfasst.
Weitere Informationen zum Thema Gastgewerbe finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt. Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zum Thema Gastgewerbe können über die Tabellen zum Gastgewerbe (45213) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

