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Sachsen-Anhalts Kommunen beenden das 1. Halbjahr 2026 mit einem Defizit von 339 Mio. EUR

  • Defizit in allen kommunalen Gruppen
  • Turbulenzen bei den Realsteuern
  • Investitionsquote rückläufig

Halle (Saale) – Vom 1. Januar 2026 bis zum 30. Juni 2026 verbuchten die Kommunen Sachsen-Anhalts insgesamt 4 628 Mio. EUR Einzahlungen und 4 967 Mio. EUR Auszahlungen. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 sanken die Einzahlungen um 156 Mio. EUR. Die Auszahlungen stiegen um 58 Mio. EUR. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, erhöhte sich das Defizit der Kommunen von 124 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2025 auf 339 Mio. EUR im 1. Halbjahr 2026.

Im 1. Halbjahr 2026 waren Zuwendungen, allgemeine Umlagen und Ausgleichsleistungen mit 53,4 % bzw. 2 473 Mio. EUR die Haupteinnahmequelle der Kommunen. Das waren 5,9 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Steuern und ähnlichen Abgaben (ohne Ausgleichsleistungen) ergaben 22,9 % der Einzahlungen (1 061 Mio. EUR). Insgesamt stiegen die Steuereinnahmen um 9 Mio. EUR (0,9 %). Dabei gingen die Einzahlungen aus Realsteuern um 3,2 % bzw. 24 Mio. EUR zurück. Zuwächse gab es bei den Gemeindeanteilen in Höhe von 11,5 % (31 Mio. EUR), den sonstigen Gemeindesteuern von 15,1 % (2 Mio. EUR) sowie der Spielbankenabgabe mit einem Plus um 11,2 %.

Für Personal und Versorgung benötigten die Kommunen 23,6 % ihrer gesamten Auszahlungen, zusammen 1 170 Mio. EUR. Die Zahlungen stiegen um 4,5 %. Ein knappes Fünftel (19,4 %) der Auszahlungen floss für soziale Leistungen und aufgabenbezogene Leistungsbeteiligungen. Bei insgesamt 962 Mio. EUR entsprach das einer Steigerung um 1,8 %.

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