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Gesundheitswirtschaft entwickelte sich 2025 besser als die Gesamtwirtschaft

Die Gesundheitswirtschaft Sachsen-Anhalts entwickelte sich 2025 deutlich besser als die Gesamtwirtschaft. Die Bruttowertschöpfung (in jeweiligen Preisen) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,7 % (+0,7 Mrd. EUR), während das Wachstum der Gesamtwirtschaft (in jeweiligen Preisen) in Sachsen-Anhalt mit 2,7 % deutlich geringer ausfiel.

Mit 9,9 Mrd. EUR erwirtschaftete die Gesundheitswirtschaft 13,4 % der Bruttowertschöpfung Sachsen-Anhalts. Preisbereinigt stieg die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft 2025 gegenüber dem Vorjahr um 2,4 %, die der Gesamtwirtschaft Sachsen-Anhalts reduzierte sich dagegen preisbereinigt um 0,3 %.

Getragen wurde die positive Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in
Sachsen-Anhalt von einem Anstieg der Erwerbstätigenzahl um 1,7 % (+2,6 Tsd. Erwerbstätige), während sich die Gesamtzahl aller Erwerbstätigen um 0,5 % verringerte (-5,3 Tsd. Erwerbstätige). 2025 waren 152,0 Tsd. Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft tätig, 15,4 % aller Erwerbstätigen. Maßgeblich für die positive Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in Sachsen-Anhalt war der Wirtschaftsabschnitt Gesundheits- und Sozialwesen. Hier erhöhte sich die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen Juni 2024 und Juni 2025 um 2,8 Tsd. Personen.

Je erwerbstätige Person betrug die Bruttowertschöpfung (in jeweiligen Preisen) in der Gesundheitswirtschaft 2025 in Sachsen-Anhalt 65 309 EUR. Auch hierfür fiel der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr mit 5,9 % (+3 636 EUR) höher aus als in der Gesamtwirtschaft (+2,8 % bzw. +2 709 EUR). Aufgrund der überwiegenden Dienstleistungsorientierung der Gesundheitswirtschaft mit personalintensiven Bereichen lag die Bruttowertschöpfung je erwerbstätige Person allerdings rd. 13 % unter dem Niveau der Gesamtwirtschaft Sachsen-Anhalts (75 196 EUR).

Die Gesundheitswirtschaft in der Abgrenzung der AG GGRdL berücksichtigt die Erstellung und Vermarktung jener Güter und Dienstleistungen, die der Bewahrung und Wiederherstellung der Gesundheit dienen und von den verschiedenen Ausgabenträgern im Gesundheitswesen (z. B. gesetzliche und private Krankenversicherung oder soziale Pflegeversicherung) ganz oder teilweise erstattet werden. Den Hauptbestandteil der Gesundheitswirtschaft bildet das Gesundheits- und Sozialwesen mit der stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung. Um diesen gruppieren sich zahlreiche wirtschaftliche Akteure aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel sowie aus weiteren Wirtschaftszweigen, die mit dem Thema Gesundheit verbunden sind. Nicht enthalten sind die über den Kernbereich hinausgehenden Produkte und Dienstleistungen, z. B. aus den Bereichen Wellness, Nahrung, Kleidung sowie Dienstleistungen im ärztlichen (alternative Heilmethoden) oder nichtärztlichen Bereich (Präventionskurse).

Die vorliegenden Berechnungsergebnisse wurden durch die Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder ermittelt. Sie sind konsistent mit den amtlichen Gesamtrechnungsergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen und der Erwerbstätigenrechnung der Länder. Weitere Ergebnisse zur Bruttowertschöpfung und den Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft für alle Bundesländer können unter http://www.ggrdl.de abgerufen werden.