Das in Vollzeitäquivalente umgerechnete Gesundheitspersonal betrug 114,6 Tsd. Personen. Je 100 Gesamtbeschäftigten des Gesundheitswesens entsprach das 74,5 Vollzeitäquivalenten. Damit hatte Sachsen-Anhalt 2024 den höchsten Wert aller Bundesländer an Vollzeitäquivalenten je 100 Beschäftigte. Die Beschäftigten im Gesundheitswesen in Sachsen-Anhalt arbeiteten somit durchschnittlich mehr Stunden bzw. seltener in Teilzeit als in den anderen Bundesländern und in Deutschland (71,4). Besonders im Gesundheitsschutz (93,5 Vollzeitäquivalente je 100 Beschäftigte; Deutschland 84,8) und in den teil-/stationären Einrichtungen wie z. B. Krankenhäusern, Pflegeheimen sowie Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (81,0 Vollzeitäquivalente je 100 Beschäftigte; Deutschland 75,1) spielte die Teilzeitbeschäftigung in Sachsen-Anhalt eine geringere Rolle als im Durchschnitt Deutschlands.
Gegenüber 2023 nahm die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse um 0,4 Tsd. bzw. +0,3 % zu. Die prozentuale Zunahme fiel für Sachsen-Anhalt damit niedriger aus als die für Deutschland ausgewiesene Erhöhung um +1,7 %. Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen die Vollzeitäquivalente in Sachsen-Anhalt mit +1,3 Tsd. Vollzeitäquivalenten bzw. +1,2 % auch deutlich stärker als die Beschäftigungsverhältnisse insgesamt, was auf eine Zunahme von Vollzeitbeschäftigungsverhältnissen bzw. einer Erhöhung der Stundenzahl der Teilzeitbeschäftigten zurückzuführen ist. Für Deutschland betrug die Erhöhung der Vollzeitäquivalente +1,4 %. Betrachtet nach Einrichtungsart entfiel die Zunahme der Vollzeitäquivalente in Sachsen-Anhalt dabei überwiegend auf teil-/stationäre Einrichtungen mit +1,5 Tsd. Vollzeitäquivalenten (+3,2 %) und hierunter auf die Krankenhäuser (+0,9 Tsd. Vollzeitäquivalente) sowie die teil-/ stationären Pflegeeinrichtungen (+0,5 Tsd. Vollzeitäquivalente).
Je 1 000 Einwohnerinnen und Einwohner standen 2024 in Sachsen-Anhalt 53,7 Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zur Verfügung, für Deutschland betrug dieser Wert 52,7.
Vollzeitäquivalente geben die Anzahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten an. Ein Vollzeitäquivalent entspricht dabei einem Vollzeitbeschäftigten. Unter Gesundheitspersonal werden hier Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen auch mehrfach gezählt werden. Die Definition des Gesundheitswesens erfolgt gemäß SHA (System of Health Account); nicht identisch mit Abteilung 86 der Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2008.
Die vorliegenden Berechnungsergebnisse wurden durch die Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AG GGRdL) ermittelt. Ergebnisse für alle Bundesländer zur Gesundheitspersonalrechnung können der Internetangebot der AG GGRdL entnommen werden.

