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Fast jeder 4. Elterngeldbeziehende in Sachsen-Anhalt war ein Mann

2025 bezogen 28 730 Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter Elterngeld und damit etwa 4,3 % weniger als 2024 (30 023).

Der Rückgang war bereits der 6. in Folge und entsprach in etwa der Geburtenentwicklung (-4,4 %) . Etwa 24,0 % der Elterngeldbeziehenden waren Männer (6 907).

Der Anteil von Müttern und Vätern mit Elterngeld, die vor der Geburt erwerbstätig waren, lag bei 76,9 % (22 103). Er unterschied sich deutlich zwischen den Geschlechtern, denn während 71,1 % (15 510) der Mütter vor der Entbindung einer Erwerbstätigkeit nachgegangen waren, waren knapp 95,5 % (6 593) der Väter vor der Geburt des Kindes erwerbstätig.

Die durchschnittliche Höhe des Elterngeldanspruchs lag bei 954 EUR im Monat. Die Frage, ob vor der Geburt eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wurde, war maßgeblich für die Höhe des Elterngeldanspruchs, denn dieser betrug mit Erwerbstätigkeit 1 160 EUR und ohne 270 EUR. Ohne Inanspruchnahme von Elterngeld Plus war der Betrag höher (1 079 EUR) als mit Elterngeld-Plus-Bezug (677 EUR), unabhängig von einer vorherigen Erwerbstätigkeit.

Die meisten Elterngeldbeziehenden gab es dort, wo es auch die meisten Kinder gab: in den beiden Großstädten Halle (Saale) (4 121) und in der Landeshauptstadt Magdeburg (3 570). Der Väteranteil an den Elterngeldempfangenden erreichte seinen höchsten Wert im Burgenlandkreis (26,8 %; 626 von 2 338) und den niedrigsten im Salzlandkreis (21,1 %; 480 von 2 274). In den Landkreisen Börde (1 052 EUR) und Saalekreis (1 055 EUR) wurden im Durchschnitt monatlich die höchsten Elterngeldansprüche generiert. Mit 893 EUR bzw. 859 EUR war das Elterngeld in den kreisfreien Städten Dessau-Roßlau und Halle (Saale) am geringsten.

Elterngeld Plus wird über einen längeren Zeitraum ausgezahlt als das sogenannte Basiselterngeld und soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie insbesondere bei Teilzeittätigkeit erhöhen. Entsprechend erhielten Elterngeld-Plus-Beziehende die Leistung im Durchschnitt 16,3 Monate gegenüber 9,3 Monaten ohne Elterngeld Plus. Die Elterngeldstatistik ist eine zentrale Bundesstatistik, welche vom Statistischen Bundesamt durchgeführt wird.

Berechnet wurde der Geburtenrückgang mithilfe der vorläufigen und überlagerten Geburtenzahl (11 978). Aus Gründen der statistischen Geheimhaltung werden ab Berichtsjahr 2025 die Geburtenzahlen mithilfe der Cell-Key-Methode leicht verändert. Dadurch bedingt addieren sich die jeweiligen Einzelwerte einer Tabellenzeile oder -spalte nicht notwendigerweise zur ausgewiesenen Gesamtsumme.

Weitere Zahlen aus der Geburtenstatistik sind in der in der GENESIS-Online-Datenbank des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt abrufbar.