Die Verdienstmöglichkeiten, Sonderzahlungen eingeschlossen, waren im Bereich der Energieversorgung mit 58 596 EUR überdurchschnittlich, wie u. a. auch in den Sektoren Information und Kommunikation mit 55 933 EUR/Jahr, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit 55 169 EUR/Jahr, Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung mit 52 479 EUR/Jahr, Erziehung und Unterricht mit 50 416 EUR/Jahr oder im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 47 700 EUR Bruttojahresverdienst. Im Gastgewerbe erreichte der Bruttojahresverdienst mit 17 846 EUR nicht das durchschnittliche Niveau, wie auch im Bereich Sonstige Dienstleistungen mit 25 540 EUR, Land-, Forstwirtschaft und Fischerei mit 29 837 EUR oder auch im Sektor Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen mit 31 443 EUR.
Pro Woche arbeiteten die Beschäftigten 2025 im Durchschnitt über Voll-, Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte 32,9 bezahlte Wochenstunden in Sachsen-Anhalt, knapp ein Prozent weniger als 2024. Die höchste durchschnittlich bezahlte Wochenarbeitszeit leisteten die Beschäftigten im Bereich Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen mit 38,1 Stunden/Woche, gefolgt von den Bereichen Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung mit 37,1 Stunden/Woche, Verarbeitendes Gewerbe mit 36,8 Stunden/Woche und dem Sektor Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit 36,5 Stunden/Woche. Die kürzeste durchschnittliche Wochenarbeitszeit hatten die Beschäftigten im Gastgewerbe mit 22,5 Stunden, mehr waren es u. a. im Bereich Sonstige Dienstleistungen mit 23,9 Stunden/Woche oder auch im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung mit 26,5 bezahlten Stunden pro Woche.
Die durchschnittlich bezahlte Wochenarbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigung lag bei 39,2 Stunden pro Woche, 0,3 % weniger als 2024. Frauen arbeiteten mit 38,7 Stunden pro Woche im Schnitt etwas weniger in Vollzeit als Männer mit 39,5 Stunden/Woche.
Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs insgesamt in Sachsen-Anhalt erhöhte sich 2025 gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % auf 813 000 Jobs. Der überwiegende Anteil entfiel auf Vollzeitbeschäftigte mit 58 %, gefolgt von Teilzeitbeschäftigten mit 28 %, geringfügig Beschäftigte hatten einen Anteil von knapp 10 %, Auszubildende etwas mehr als 3 % und auf Altersteilzeitbeschäftigte entfielen weniger als ein halbes Prozent.
2025 verdiente eine Hälfte der in Sachsen-Anhalt Beschäftigten 38 553 EUR oder mehr, die andere Hälfte weniger. Der Medianverdienst lag unterhalb des Durchschnittsverdienstes von 41 163 EUR. Eine geringere Anzahl hoher Verdienste zog den Durchschnitt nach oben, allerdings lag die Mehrzahl der Verdienste im unteren Bereich.
Bei Vollzeitbeschäftigung lag der Medianverdienst bei 45 543 EUR/Jahr, der Durchschnittsverdienst bei 51 937 EUR. Im Bereich der oberen 10 % erreichte das Bruttojahresverdienstniveau mit Sonderzahlungen 77 625 EUR oder mehr, am unteren Ende verdienten 10 % der Vollzeitbeschäftigten 30 689 EUR oder weniger im Jahr 2025.
Bei einem rechnerischen Jahresmindestlohn von ca. 26 100 EUR, ausgehend von 12,82 EUR/Stunde, einer Wochenarbeitszeit von 39,2 Stunden und 12 Monaten, lagen die Bruttojahresverdienste bei etwas mehr als 2 % der Vollzeitbeschäftigten in 2025 unterhalb dieses Wertes, was oft mit kürzeren Wochenarbeitszeiten in Verbindung stand.
Mit Blick auf spezifisch berechnete Berufsaggregate bzw. Gruppen beruflicher Tätigkeit lagen die Verdienstmöglichkeiten bei Vollzeitbeschäftigung 2025 für Ingenieurberufe weit über dem Durchschnitt mit 74 381 EUR, gefolgt von Gesundheits- und Pflegeberufen mit 59 381 EUR. Mit beruflichen Tätigkeiten in MINT-Berufen bzw. der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, wurden durchschnittlich 52 808 EUR im Jahr 2025 verdient, mit Bauberufen erhielten die in Vollzeit Beschäftigten durchschnittlich 48 344 EUR oder in Handwerksberufen 43 747 EUR.
Basis der Berechnungen sind die Angaben der Verdiensterhebung 2025, bezogen auf das Jahr 2025, steuerrelevante Sonderzahlungen (u. a. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) eingeschlossen.

