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2024 verstarben 1 560 Menschen aus Sachsen-Anhalt an tabakassoziierten Krebsarten

Anlässlich des Internationalen Weltnichtrauchertags am 31. Mai erinnert das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt daran, wie gravierend die gesundheitlichen Folgen des Rauchens sind.

2024 verstarben in Sachsen-Anhalt insgesamt 1 560 Menschen an Krebsarten, die direkt mit Tabakrauch in Verbindung stehen, darunter Lungen- und Bronchialkrebs sowie Krebserkrankungen des Kehlkopfes und der Luftröhre. Etwa 1/4 dieser Todesfälle betraf Personen unter 65 Jahren.

In Sachsen-Anhalt wurden mit 73 Sterbefällen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern die höchste Rate tabakassoziierter Krebserkrankungen in Deutschland verzeichnet. Das Saarland folgte knapp dahinter mit 72 Fällen, während Baden-Württemberg mit nur 41 Fällen den geringsten Wert aufwies. Der bundesdeutsche Vergleichswert lag bei 56 Todesfällen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Das durchschnittliche Sterbealter der an diesen Krebsarten Verstorbenen lag in Sachsen-Anhalt bei 71 Jahren, deutlich unter dem allgemeinen Durchschnitt von 79 Jahren.

Doch nicht nur Krebs verursacht der Tabakkonsum: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) und weitere schwere Krankheiten tragen ebenfalls zur hohen Sterblichkeit bei. 2024 starben allein 955 Personen in Sachsen-Anhalt an COPD.

Laut Erstergebnissen des 2025er Mikrozensus verzichteten 8 von 10 Frauen und 7 von 10 Männern in Sachsen-Anhalt auf das Rauchen, etwa genauso viele wie 2021 und 2017. Am Weltnichtrauchertag wird nicht nur auf die Risiken aufmerksam gemacht, sondern auch dazu ermutigt, das Rauchen ganz aufzugeben.

Weitere Informationen zum Thema Gesundheitswesen finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt. Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zum Thema Todesursachen können über die Tabellen zur Todesursachenstatistik (23211) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.