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Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes vom 19. Oktober 2026

12 % der abhängig Beschäftigten arbeiteten 2025 auch von zu Hause aus

  • Jede/-r 8. abhängig Beschäftigte arbeitete 2025 von zu Hause aus
  • Leichter Anstieg im Vorjahresvergleich, aber insgesamt relativ stabiler Anteil seit 2021 
  • Homeoffice findet häufiger nur noch an einzelnen Arbeitstagen statt

Halle (Saale) – 2025 arbeiteten laut ersten Ergebnissen der Unterstichprobe des Mik-rozensus (Labour Force Survey; übersetzt: integrierte Arbeitskräfteerhebung) rund 107 000 abhängig Beschäftigte (ohne Auszubildende) in Sachsen-Anhalt zumindest zeitweise im Homeoffice. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren dies 12,3 % der 868 000 abhängig Beschäftigten. Die Möglichkeit der Heimarbeit wurde 2025 von männlichen und weiblichen abhängig Beschäftigten in unterschiedlichem Ausmaß genutzt. Frauen konnten mit 60 000 Personen (14,2 %) häufiger berufliche Tätigkeiten von zu Hause aus ausüben als Männer mit 47 000 Personen (10,6 %).

 

Entwicklung der von zu Hause aus Arbeitenden insgesamt weiter steigend

Der Anteil der insgesamt von zu Hause aus Arbeitenden abhängig Beschäftigten er-höhte sich im Vergleich zu 2021 leicht um 1,8 Prozentpunkte: Zum damaligen Zeit-punkt hatten rund 93 000 (10,5 %) der befragten abhängig Beschäftigten angegeben, innerhalb der letzten 4 Wochen in den heimischen 4 Wänden ihrer Erwerbsarbeit nachgegangen zu sein. 2024 bewegte sich dieser Anteil mit 10,7 % auf einem ähnli-chen Niveau wie 2021, wenngleich die absolute Zahl mit 96 000 etwas höher war.

Im 10-Jahresvergleich ist der Anteil der im Homeoffice Arbeitenden jedoch um mehr als das 2,5-fache gestiegen: 2015 arbeiteten rund 41 000 (4,4 %) abhängig Beschäf-tigte im Homeoffice.

Zunehmend mehr Erwerbstätige im Homeoffice an weniger als der Hälfte der Arbeitstage

Während der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen verstärkt auf Homeoffice gesetzt. Für insgesamt gut 6 Monate gab es sogar eine bundesgesetzliche Pflicht für Arbeitgeber, ihren Angestellten unter bestimmten Bedingungen Homeoffice zu ermög-lichen (Homeoffice-Pflicht). Seit 2021 hat sich die Homeofficequote bei etwas mehr als 10 % stabilisiert, mit leichten Schwankungen im Jahresvergleich. Deutlich sicht-barer waren jedoch Veränderungen in der Zahl der Tage, an denen die Arbeit im häuslichen Umfeld verrichtet wurde. In der Hochphase der Pandemie 2021 gaben 68,2 % an, an mindestens der Hälfte der Arbeitstage von zu Hause aus zu arbeiten. Die restlichen Beschäftigten gaben an weniger als der Hälfte der Arbeitstage im Homeoffice zu sein. Dieses Verhältnis hat sich jedoch gedreht. Lag der jeweilige An-teil 2023 noch bei etwa 50 %, gaben 2025 hingegen 53,2 % an, dass sie an weniger als der Hälfte der Arbeitstage ihrer Erwerbstätigkeit zu Hause nachgingen und somit 1,7 mal mehr als 2021. Der im Vergleich zu 2024 insgesamt leicht angestiegene An-teil abhängig Beschäftigter, die von den Möglichkeiten der Telearbeit Gebrauch mach-ten, wurde demnach vor allem durch diejenigen getragen, die dies an 1 oder 2 Ar-beitstagen taten.   

Methodische Hinweise:

Bei den Angaben zur Erwerbsarbeit zu Hause handelt es sich um Ergebnisse des Labour Force Survey (LFS; übersetzt: integrierte Arbeitskräfteerhebung), welcher in Deutschland als Unterstichprobe im Rahmen des Mikrozensus erhoben wird. Für diese Unterstichprobe werden höchstens 45 % der Haushalte der Gesamtstichprobe befragt und diese Ergebnisse dann auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet. 
Der Mikrozensus ist eine jährliche 1%ige Stichprobenerhebung der Privathaushalte.
Ab dem Erhebungsjahr 2020 werden die Ergebnisse als Erst- und Endergebnisse zu zwei verschiedenen Zeitpunkten veröffentlicht. Die Daten dieser Pressemitteilung basieren für das Jahr 2025 auf den Erstergebnissen und für die Vorjahre auf den Endergebnissen des Mikrozensus. 
Die Ergebnisse des Mikrozensus wurden ab dem Berichtsjahr 2021 auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2022 (Stichtag 15. Mai 2022) basieren. 

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Mikrozensus finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.

Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zum Mikrozensus können über die Tabellen zum Mikrozensus (12211) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

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