Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes vom 24. September 2026
Bruttoinlandsprodukt in Sachsen-Anhalt im 1. Halbjahr 2026 gewachsen
- Preisbereinigte Erhöhung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,6 %
- Nominales Wachstum bei 2,9 %
- Positive Wachstumsimpulse aus dem Verarbeitenden Gewerbe
Halle (Saale) – Das Bruttoinlandsprodukt, der Wert aller hergestellten Waren und Dienstleistungen, stieg in Sachsen-Anhalt im 1. Halbjahr 2026 preisbereinigt um 0,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit konnte für Sachsen-Anhalt erstmals seit 2022 wieder ein positives Ergebnis in einer Halbjahresrechnung ausgewiesen werden.
Wachstum geringer als in Deutschland, aber stärker als in Ostdeutschland ohne Berlin
In Deutschland sowie in Ostdeutschland ohne Berlin betrug das Wirtschaftswachstum im gleichen Zeitraum 0,9 % bzw. 0,3 %. Die Veränderungsraten des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes der Bundesländer lagen im 1. Halbjahr 2026 zwischen -0,8 % in Thüringen und +1,8 % in Hessen.
Nominal, d. h. unter Einbeziehung der Preisentwicklung, wurde für Sachsen-Anhalt eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes um 2,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum ermittelt. Deutschland sowie Ostdeutschland ohne Berlin verzeichneten Zuwächse von 3,7 % bzw. 2,6 %. Die gegenüber den preisbereinigten Veränderungsraten höheren Wachstumsraten des nominalen Bruttoinlandsproduktes spiegeln die Preissteigerungen in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen wider.
Wachstumsimpulse aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Kfz-Handel
Die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt erhielt im 1. Halbjahr 2026 leichte Wachstumsimpulse vor allem aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Kfz-Handel durch positive preisbereinigte Entwicklungen der Umsätze. Demgegenüber gab es im Baugewerbe, im Einzelhandel, bei den Unternehmensdienstleistungen sowie im Gastgewerbe Rückgänge.
Bruttoinlandsprodukt nach Bundesländern Halbjahresrechnung 2026
| Land Gebiet | Bruttoinlandsprodukt | ||
| in jeweiligen Preisen | preisbereinigt | ||
| Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um % | |||
| Baden-Württemberg | 4,5 | 1,4 | |
| Bayern | 3,8 | 1 | |
| Berlin | 3,6 | 0,9 | |
| Brandenburg | 3,6 | 1,4 | |
| Bremen | 3,8 | 1 | |
| Hamburg | 4,3 | 1,5 | |
| Hessen | 5 | 1,8 | |
| Mecklenburg-Vorpommern | 2,9 | 1 | |
| Niedersachsen | 3,2 | 1 | |
| Nordrhein-Westfalen | 2,9 | 0,3 | |
| Rheinland-Pfalz | 3,7 | 1,1 | |
| Saarland | 2,8 | -0,1 | |
| Sachsen | 2,3 | -0,3 | |
| Sachsen-Anhalt | 2,9 | 0,6 | |
| Schleswig-Holstein | 3,9 | 1,7 | |
| Thüringen | 1,7 | -0,8 | |
| Deutschland | 3,7 | 0,9 | |
| darunter nachrichtlich: | |||
| Westdeutschland | |||
| ohne Berlin | 3,8 | 1 | |
| einschl. Berlin | 3,8 | 1 | |
| Ostdeutschland | |||
| ohne Berlin | 2,6 | 0,3 | |
| einschl. Berlin | 3 | 0,5 | |
Methodische Hinweise:
Mit der Halbjahresrechnung des Bruttoinlandsproduktes 2026 legt der Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder 1. vorläufige Ergebnisse der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf Länderebene vor. Dargestellt wird das Wirtschaftswachstum der Länder für das 1. Halbjahr 2026 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Weitere Informationen:
Über die Wirtschaftsentwicklung in den Bundesländern informiert nachstehende Tabelle. Weitere Informationen zu den regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen stehen im Internetangebot des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder zur Verfügung.
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Frau Richter-Grünewald
Pressesprecherin, Dezernatsleiterin Öffentlichkeitsarbeit
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