Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes vom 20. Juli 2026
Zunahme bei zusätzlichen privaten Krankenversicherungen in Sachsen-Anhalt
- 36 % der Haushalte verfügten 2023 über eine zusätzliche private Krankenversicherung
- Rückgang bei kapitalbildenden Lebensversicherungen
- Private Haftpflicht- und Hausratsversicherungen am weitesten verbreitetet
Halle (Saale) – Die Zahl der Haushalte in Sachsen-Anhalt, die über zusätzliche private Krankenversicherungen verfügten, nahm 2023 im Vergleich zu 2018 von 22 % auf 36 % zu, wie das Statistische Landesamt mitteilt. Diese Art von Versicherungen gewann damit, im Vergleich zu anderen Versicherungen, für private Haushalte am stärksten an Beliebtheit. Zusätzliche private Pflegeversicherungen nahmen zwar ebenfalls zu, allerdings nur sehr leicht (+3 Prozentpunkte) und waren mit 7 % nur bei vergleichsweise wenigen Haushalten vorhanden. Demgegenüber verloren private Unfallversicherungen (-6 %) an Bedeutung. Verfügten 2018 noch 56 % über eine Unfallversicherung, waren es 2023 nur noch 50 %.
Anteil der Haushalte mit kapitalbildenden Lebensversicherungen ging zurück
Auch bei kapitalbildenden Lebensversicherungen ging der Anteil der Haushalte, die hiermit für das Alter vorsorgen wollten in Sachsen-Anhalt, von 31 % in 2018 auf 26 % in 2023 zurück. Zur Altersvorsorge können auch private Rentenversicherungen, Riester-, Basis- beziehungsweise Rürup-Rentenversicherung beitragen. Bei diesen Versicherungsprodukten gab es im Vergleich der Jahre 2018 und 2023 kaum Veränderungen. Etwa 1/5 der Haushalte (21 %) im Land verfügte über eine oder mehrere private Rentenversicherungen und rund jeder 4. Haushalt (24 %) über Riester-, Basis- beziehungsweise Rürup-Rentenversicherungen.
Private Haftpflicht- und Hausratsversicherungen zählten zu den am weitesten verbreiteten Versicherungen
Zu den mit Abstand am weitesten verbreiteten Versicherungen zählten nach wie vor private Haftpflicht- und Hausratversicherungen. Gegen Personen-, Sach- oder Vermögensschäden, die man selbst anderen versehentlich zufügt und für die man entsprechend haftbar ist, hatten sich 86 % der Haushalte mit einer Haftpflichtversicherung abgesichert. Ebenfalls 86 % hatten ihren eigenen Hausrat mit einer entsprechenden Versicherung geschützt.
Für Haushalte, die über Kraftfahrzeuge verfügen, hatte natürlich eine Kfz-Haftpflichtversicherung große Bedeutung, da diese eine Pflichtversicherung darstellt. Hinzu können Teil- oder Vollkaskoversicherungen kommen, die Schäden am eigenen Fahrzeug abdecken. Insgesamt hatten 77 % der Haushalte in Sachsen-Anhalt mind. einen Kfz-Haftpflicht- und/oder Kaskoversicherungsbrief.
Methodische Hinweise:
Die Ergebnisse entstammen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023 und basieren auf Rückmeldungen von ca. 1 600 Haushalten in Sachsen-Anhalt, die freiwillig an der Erhebung teilnahmen. Im Rahmen der EVS werden Haushalte im 5-jährigen Turnus zu ihren Einnahmen und Ausgaben befragt. Aufgrund methodischer Änderungen sind die Ergebnisse der EVS 2023 nur eingeschränkt mit denen der Vorjahre vergleichbar.
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zum Thema Einkommens- und Verbrauchsstichprobe finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt sowie im Statistischen Bericht Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023, Ausstattung privater Haushalte mit ausgewählten langlebigen Gebrauchsgütern.
Kontakt für weitere Auskünfte
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Frau Richter-Grünewald
Pressesprecherin, Dezernatsleiterin Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0345 2318 702
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