Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes vom 16. Juli 2026
270 000 Familien mit Kind bzw. Kindern lebten 2025 in Sachsen-Anhalt
- 270 000 Familien, 346 000 Paargemeinschaften ohne Kinder und 513 000 Alleinstehende 2025 in Sachsen-Anhalt
- Über die Hälfte der Eltern in Familien verheiratet
- 422 000 Kinder in 270 000 Familien in Sachsen-Anhalt
Halle (Saale) – 2025 lebten in Sachsen-Anhalt 270 000 Familien, wie das Statistische Landesamt basierend auf den Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 mitteilt. In rund 2 von 3 Familien (68,8 %) lebte ein Paar zusammen mit Kind bzw. Kindern. In ca. jeder 3. Familie (31,2 %) war ein Elternteil alleinerziehend.
Alleinstehende häufigste Lebensform in Sachsen-Anhalt 2025
Familien, also Lebensformen, in denen mindestens ein Elternteil mit Kind bzw. Kindern zusammenlebt, machten somit 23,9 % der im Mikrozensus unterschiedenen Lebensformen aus und ihr Anteil war gegenüber 2015 (23,5 %) konstant. Das Lebensformenkonzept umfasst außerdem Paargemeinschaften ohne Kinder und alleinstehende Personen. Während der Anteil der Paare ohne Kind zwischen 2015 und 2025 von 33,3 % auf 30,6 % leicht gesunken ist, nahm der Anteil der alleinstehenden Personen von 43,2 % (2015) auf 45,5 % (2025) in ähnlicher Größenordnung zu.
Verheiratete Eltern bei Familien die Mehrheit
Rund 138 000 Familien bestanden 2025 aus verheirateten Paaren, die gemeinsam mit Kind bzw. Kindern in einem Haushalt lebten (51,1 %). Ca. 84 000 Familien waren Alleinerziehende (31,2 %) und etwa 48 000 (17,7 %) waren Eltern, die ohne Trauschein mit ihren Kindern in einem Haushalt lebten (sogenannte Lebensgemeinschaften). Einerseits ging gegenüber 2015 die Anzahl der Ehepaare, die damals 54,3 % der Familien ausmachten, zurück. Andererseits stieg der Anteil der Alleinerziehenden um 2,5 Prozentpunkte leicht an (2015: 28,7 %).
2/3 aller Eltern in Familien mit Einwanderungsgeschichte verheiratet
Betrachtet man die Familien mit Einwanderungsgeschichte, fällt hier der vergleichsweise höhere Stellenwert der Ehe auf: In rund 2/3 (64,7 %) der Familien, in denen beide Eltern eine Einwanderungsgeschichte hatten (insgesamt 33 000), waren die Eltern verheiratet. In den Familien ohne Einwanderungsgeschichte (226 000) lebten hingegen 48,3 % der Eltern als Ehepaar zusammen. Somit war dies zwar auch hier die häufigste Familienform, jedoch dominierte sie nicht so stark. Unter Familien von Eltern ohne Einwanderungsgeschichte war etwa jede 5. eine unverheiratete Lebensgemeinschaft mit Kind bzw. Kindern (19,1 %). Die Zahl der unverheirateten Lebensgemeinschaften, bei denen beide Elternteile über eine Einwanderungsgeschichte verfügten, kann aufgrund der zu geringen Fallzahl nicht ausgewiesen werden. In Sachsen-Anhalt lebten 2025 ca. 10 000 Alleinerziehende mit Einwanderungsgeschichte.
422 000 Kinder in 270 000 Familien in Sachsen-Anhalt
Im letzten Jahr lebten rund 422 000 Kinder in den Familien Sachsen-Anhalts und somit 21 000 mehr als noch 2015 (401 000). Dies spiegelt sich auch in der seit 2015 gestiegenen Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von 6 bis unter 25 Jahren (+36 000) wider. 105 000 Kinder (25,0 %) lebten im Haushalt ihrer Eltern und waren volljährig. 37 000 dieser volljährigen Kinder (34,8 %) waren bereits 27 Jahre und älter.
Unabhängig vom Alter lebten 2025 in Sachsen-Anhalt 157 000 (37,3 %) der 422 000 Kinder ohne weiteres Geschwisterkind im Haushalt. 168 000 (39,9 %) wuchsen mit einer Schwester oder einem Bruder gemeinsam auf und 96 000 (22,8 %) hatten mindestens 2 Geschwister, die noch im Haushalt der Familie lebten.
Verglichen mit 2015 zeigten sich auch hier Veränderungen. Der Anteil der Kinder, die zum Befragungszeitpunkt allein mit ihren Eltern wohnten, lag damals bei 46,2 % und ging somit zurück. Im Verhältnis zu allen Kindern lebten ähnlich viele (38,4 %) gemeinsam mit einem Geschwisterkind im Haushalt. Angestiegen ist hingegen der Anteil der Kinder, die mindestens 2 weitere Kinder im häuslichen Umfeld um sich hatten. Unabhängig vom Alter waren dies im Vergleichsjahr 15,4 % und damit etwa 7 Prozentpunkte weniger als 2025.
Methodische Hinweise:
Der Mikrozensus ist eine jährliche 1%ige Stichprobenerhebung der Privathaushalte.
Als Lebensformen unterscheidet der Mikrozensus Haushalte mit Kindern (Familien), worunter auch Alleinerziehende zählen, Paargemeinschaften ohne Kinder und Alleinstehende. Alleinstehende können dabei sowohl in Ein- als auch in Mehrpersonenhaushalten (bspw. in Wohngemeinschaften) leben.
Gemäß dem Lebensformenkonzept handelt es sich bei einer Familie um eine Eltern-Kind-Gemeinschaft. Somit sind gemischtgeschlechtliche und gleichgeschlechtliche Paare sowie alleinerziehende Elternteile, die mit Kind oder Kindern im Haushalt zusammenleben, eine Familie. Einbezogen sind in diesen Familienbegriff – neben leiblichen Kindern – auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder ohne Altersbegrenzung. Damit besteht eine statistische Familie stets aus 2 Generationen: Eltern oder Elternteile und im Haushalt lebende Kinder (2-Generationen-Regel).
Zur Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte gehören alle Menschen, die entweder selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 in das heutige Staatsgebiet Deutschlands eingewandert sind. Sie werden auch als Eingewanderte und ihre (direkten) Nachkommen bezeichnet.
Bei den Angaben handelt es sich um erste Ergebnisse des Mikrozensus 2025. Sie werden mit dem Vorliegen der Endergebnisse revidiert. Die Ergebnisse für Vorjahre basieren auf den Endergebnissen.
Weitere Informationen:
Weitere methodische Informationen finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.
Weitere Informationen zum Thema Mikrozensus finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.
Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zum Mikrozensus können über die Tabellen zum Mikrozensus (12211) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
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