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Häufig gestellte Fragen (FAQ) für die Unternehmen der Wohnungswirtschaft

Inhaltsverzeichnis

Begriffserklärungen/Definitionen/Abgrenzung Wohnraum

Was ist der Zensus 2021?

Im Jahr 2021 führen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder in Deutschland einen Zensus durch. Neben der Ermittlung der Einwohnerzahl erfolgt hierbei eine flächendeckende Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ). Damit nimmt Deutschland an der EU-weiten Zensusrunde 2021 teil, die in der EU-Verordnung 2017/712 für alle Mitgliedstaaten verpflichtend festgeschrieben ist.

Im Rahmen des Zensus werden im Jahr 2021 in Deutschland die amtlichen Einwohnerzahlen sowie weitere tief gegliederte Daten zur Bevölkerung, Erwerbstätigkeit und zum Gebäude- und Wohnungsbestand gewonnen. Politik, Verwaltung und Wirtschaft benötigen die Ergebnisse des Zensus als verlässliche Planungs- und Entscheidungsgrundlage. Aber auch für die Wissenschaft und die amtliche Statistik selbst liefert der Zensus neue, wichtige Basisdaten. Die Bestandszahlen der Gebäude und Wohnungen sind beispielsweise Grundlage für die Fortschreibung des Gebäude- und Wohnungsbestandes der amtlichen Statistik.

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Welche Rechtsgrundlagen gelten für den Zensus 2021?

Der Zensus dient zunächst der Erfüllung unionsrechtlicher Berichtspflichten. Diese folgen aus der Verordnung (EG) Nr. 763/2008 in Verbindung mit der Verordnung (EU) 2017/712 und den Durchführungsverordnungen (EU) 2017/543 und (EU) 2017/881. Als Folge der Verordnungen sind alle Mitgliedstaaten verpflichtet, alle zehn Jahre eine Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung durchzuführen.

Am 10. März 2017 ist das „Gesetz zur Vorbereitung eines registergestützten Zensus einschließlich einer Gebäude- und Wohnungszählung 2021“ (Zensusvorbereitungsgesetz 2021 - ZensVorbG 2021) in Kraft getreten (BGBl. I 2017 S. 388). Damit wurden die rechtlichen Voraussetzungen für die notwendigen Vorbereitungsarbeiten des registergestützten Zensus 2021 geschaffen.

Derzeit wird das „Gesetz über den registergestützten Zensus 2021“ (Zensusanordnungsgesetz 2021 - ZensG 2021) vorbereitet, das voraussichtlich im Sommer 2019 in Kraft tritt. Dieses Gesetz ordnet die konkrete Durchführung der Bundesstatistik an. Im noch zu verabschiedenden ZensG 2021 werden u. a. die Auskunftspflicht und die Erhebungsmerkmale für die Gebäude- und Wohnungszählung festgelegt.

Des Weiteren sind Ausführungsgesetze der Länder derzeit in Vorbereitung.

Subsidiär gelten die allgemeinen Gesetze der amtlichen Statistik (Bundesstatistikgesetz, Landesstatistikgesetze), des Datenschutzes (EU-Datenschutz-Grundverordnung sowie die Datenschutzgesetze der Länder) sowie das Strafgesetzbuch.

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Was ist die Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ)?

Die GWZ ist ein wichtiger Bestandteil des Zensus 2021. Ziel der GWZ ist die flächendeckende, vollzählige und aktuelle Erfassung aller Gebäude mit Wohnraum und bewohnter Unterkünfte sowie der darin befindlichen Wohnungen. Auskunftspflicht besteht gemäß dem noch zu verabschiedenden Zensusanordnungsgesetz 2021 (ZensG 2021) für alle Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Verwalterinnen und Verwalter sowie sonstige Verfügungs- und Nutzungsberechtigte der Gebäude und Wohnungen.

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    Wie sind Eigentümerinnen und Eigentümer definiert?

    Grundsätzlich gilt als Eigentümerin oder Eigentümer, wem das Eigentum an einem Gebäude oder an einer Wohnung ganz oder teilweise durch Grundbucheintrag rechtlich zusteht (zivilrechtlicher Eigentümer). Neben den zivilrechtlichen Eigentümerinnen und Eigentümern zählen hierzu auch die wirtschaftlichen Eigentümerinnen und Eigentümern nach § 39 Absatz 2 der Abgabenordnung, welche die tatsächliche Herrschaft über ein Wirtschaftsgut, das sich im Eigentum eines anderen befindet, ausüben.

    Bsp.: Zwischen Beurkundung eines Grundstücksvertrages und dem Vollzug des Eigentümerwechsels im Grundbuch können der Besitz und die Lastentragungspflicht bereits auf die Erwerberin bzw. den Erwerber übergehen. Über die Grundsteuer kann dann schon die neue Eigentümerin oder der neue Eigentümer ermittelt werden, während im Grundbuch dieser Eigentümerwechsel noch nicht nachvollzogen worden ist. Demnach ist der wirtschaftliche Eigentümerin oder der wirtschaftliche Eigentümer (die Grundsteuer zahlende Person) noch nicht die zivilrechtlichte Eigentümerin oder der zivilrechtliche Eigentümer.

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      Was wird unter Gebäuden mit Wohnraum, bewohnten Unterkünften und Wohnungen verstanden?

      Gebäude mit Wohnraum

      • Als Gebäude mit Wohnraum gilt jedes für längere Dauer errichtete Bauwerk mit mindestens einer Wohnung und eigenem Zugang (Haustür, Treppenhaus). Brandmauern innerhalb zusammenhängender Bebauung (Doppelhäuser, Reihenhäuser, geschlossene Blockbebauung), die vom Keller bis zum Dach reichen, sind immer gebäudetrennend. Ist keine Brandmauer vorhanden, so gelten die zusammenhängenden Gebäudeeinheiten als einzelne Gebäude, wenn sie einen eigenen Zugang besitzen.
      • Auch administrative und gewerblich genutzte Gebäude sind „Gebäude mit Wohnraum", sofern sie mindestens eine Wohnung (z. B. Hausmeisterwohnung) enthalten. Ebenso zählen alle leerstehenden Gebäude mit Wohnungen zur Erhebungsgrundgesamtheit. Dementsprechend sind bezugsfertige Neubauten, die am Zensusstichtag noch unbewohnt sind, zu zählen.

      Bewohnte Unterkünfte

      • Bewohnte Unterkünfte sind behelfsmäßige Bauten. Hierzu zählen z. B. Wohnbaracken, Bauwagen, Wohnwagen (z. B. auf Campingplätzen), Gartenlauben, Schrebergartenhütten, Jagdhütten, Weinberghütten, Almhütten, fest verankerte Wohnschiffe und Wohncontainer. Als bewohnt gilt eine Unterkunft, wenn am Zensusstichtag mindestens eine Person mit Hauptwohnsitz unter dieser Anschrift gemeldet ist.

      Wohnung

      • Unter einer „Wohnung“ sind nach außen abgeschlossene, zu Wohnzwecken bestimmte, in der Regel zusammenliegende Räume zu verstehen, die die Führung eines eigenen Haushalts ermöglichen und zum Zensusstichtag nicht vollständig für gewerbliche Zwecke genutzt werden. Zur Wohnung gehören auch gesondert liegende zu Wohnzwecken ausgebaute Keller- oder Bodenräume (z. B. Mansarden). Eine Wohnung muss nicht notwendigerweise eine Küche oder Kochnische enthalten. Wohnungen haben einen eigenen Eingang unmittelbar vom Treppenhaus, von einem Vorraum oder von außen. Das heißt, dass die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Wohnung betreten und verlassen können, ohne durch die Wohnung eines anderen Haushalts gehen zu müssen. Eine Wohnung kann zum Berichtszeitpunkt leer stehen.

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      Gibt es Unterschiede zum wohnungswirtschaftlichen Verständnis von Gebäuden (Wirtschaftseinheit)?

      Die Abgrenzung von Gebäuden laut der Gebäudedefinition im Zensus weicht mitunter von der in der Wohnungswirtschaft üblichen Abgrenzung von Wirtschaftseinheiten ab. Entsprechend der im Zensus angewandten Gebäudedefinition muss für jedes Gebäude ein Datensatz übermittelt werden. Weitere Information zur Abgrenzung von Gebäuden finden Sie auch unter dem Punkt „Anforderung der Bestandslisten (3. Quartal 2019)“.

      Beispiel: Eine Wohnungsgenossenschaft ist für die Wirtschaftseinheit „Am Stadtpark 2-6“ auskunftspflichtig. Bei dieser Wirtschaftseinheit handelt es sich um ein gereihtes Haus mit Brandmauer, die vom Keller bis zum Dach reicht. Entspreche der im Zensus gültigen Definition von Gebäuden mit Wohnraum handelt es sich also um drei Gebäude.

      Die Wohnungsgenossenschaft übermittelt daher für die Wirtschaftseinheit „Am Stadtpark 2-6“ drei Datensätze an die amtliche Statistik:

      • Am Stadtpark 2,…
      • Am Stadtpark 4,…
      • Am Stadtpark 6,…

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      Welche Gebäude und Wohnungen sind nicht für die Gebäude- und Wohnungszählung relevant?

      Keine Erhebungseinheiten der GWZ und damit von der Erhebung ausgeschlossen sind:

      • neu errichtete Gebäude, deren Wohnungen am Zensusstichtag noch nicht bezugsfertig sind,
      • Gebäude, die keinen Wohnraum mehr beinhalten, da sie beispielsweise bereits vollständig leer stehen und zum Abriss freigegeben sind,
      • Gebäude, in denen ausschließlich Personen ohne eigene Haushaltsführung untergebracht sind: Das sind vor allem Gemeinschaftsunterkünfte, in denen gemeinschaftlich untergebrachte Personen vollständig von den Einrichtungen versorgt und/oder betreut werden (z. B. Altenheime, Justizvollzugsanstalten, Flüchtlingsunterkünfte, [Not-]Unterkünfte für Wohnungslose),
      • Ferienhäuser, die ausschließlich gewerblich genutzt, d. h. an wechselnde Feriengäste vermietet werden,
      • Gebäude und Wohnungen, die von ausländischen Staaten, internationalen Organisationen, ausländischen Streitkräften (z. B. Kasernen) oder diplomatischen oder berufskonsularischen Vertretungen genutzt werden und aufgrund internati-onaler Vereinbarungen oder Sitzstaatabkommen unverletzlich sind.
        • ACHTUNG: Nicht ausgenommen und damit zählungsrelevant ist Wohnraum, der zurzeit an einen ausländischen Soldaten oder Bediensteten vermietet wird oder in dessen Eigentum steht, jedoch grundsätzlich dem allgemeinen Wohnungsmarkt zur Verfügung steht.

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      Wie sind Großeigentümerinnen und Großeigentümer definiert?

      Eigentümerinnen oder Eigentümer, die umfangreiche Gebäude- und Wohnungsbestände besitzen und/oder unternehmerisch verwalten, werden im Rahmen der GWZ als Großeigentümerin oder Großeigentümer (GE) bezeichnet.

      Zur Gruppe der Großeigentümerinnen und Großeigentümer gehören Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, kommunale oder kirchliche Wohnungsgesellschaften, Verwaltungen und sonstige in der Wohnungswirtschaft tätige Unternehmen.

      Diese Auskunftspflichtigen sind gemäß § 11a BStatG zur Abgabe einer elektronischen Datenlieferung verpflichtet und liefern ihre Daten über einen eigenen elektronischen Meldeweg.

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      Was sind WEG-geteilte Gebäude?

      Ein WEG-geteiltes Gebäude ist ein Gebäude mit mehreren Wohnungen, das nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WoEigG, § 1 Abs. 2) geteilt ist. An einer solchen Gebäudeanschrift bzw. an einem solchen Gebäude gibt es mehrere (Wohnungs-)Eigentümerinnen oder Eigentümer.

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      Was ist eine Verwalterin bzw. ein Verwalter?

      Verwalterinnen und Verwalter sind für die Vertretung des Haus- bzw. Wohnungseigentümers, insbesondere gegenüber der Mieterin oder dem Mieter, verantwortlich. Beispiele hierfür sind Miet- und WEG-Verwalterinnen oder Verwalter.

      Die Verwalterin oder der Verwalter liefert entweder alle Gebäude- und alle Wohnungsmerkmale oder die Namen und Anschriften der Eigentümerinnen und Eigentümer (Eigentümerlisten). Rechtliche Grundlage ist die Regelung zur Auskunftspflicht im noch zu verabschiedenden Zensusanordnungsgesetz 2021 (ZensG 2021).

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      Was passiert, wenn eine Verwalterin oder Verwalter nur zum Gebäude, nicht jedoch zu den einzelnen Wohnungen Auskunft geben kann?

      Verfügt die Verwalterin oder der Verwalter nicht über die nötigen Informationen, ist er verpflichtet Namen und Anschriften der Eigentümerinnen und Eigentümer zu benennen, die der Auskunftspflicht nachkommen können. Es besteht für die Verwalterin oder den Verwalter keine Datenbeschaffungspflicht, d. h. der oder die Auskunftspflichtige kann nur die Fragen zu Sachverhalten beantworten zu denen er/sie Kenntnis hat.

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      Wer ist auskunftspflichtig, wenn die Wohnung oder das Gebäude gerade verkauft wird?

      Wenn Sie durch den Verkauf Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung nicht mehr Eigentümer oder Eigentümerin sind, aber dennoch angeschrieben worden sind, sind Sie dazu verpflichtet, gegenüber der amtlichen Statistik Name und Anschrift des Erwerbers mitzuteilen.

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      Welche Erhebungsmerkmale werden im Rahmen der GWZ zum Zensus-Stichtag im Mai 2021 erhoben?

      Das noch zu verabschiedende Zensusanordnungsgesetz 2021 (ZensG 2021) legt u. a. die Erhebungs- und Hilfsmerkmale für die Gebäude- und Wohnungszählung fest. Diese werden voraussichtlich die folgenden sein:

      Erhebungsmerkmale (bis zur Verabschiedung des ZensG 2021 noch unter Vorbehalt)

      Für Gebäude mit Wohnraum und bewohnte Unterkünfte

      • Gemeinde, Postleitzahl und amtlicher Gemeindeschlüssel
      • Art des Gebäudes (Wohngebäude | Geschäftshaus mit Wohnung | Wohnheim | … )
      • Eigentumsverhältnisse (Privatperson | WEG | Wohnungsunternehmen | … ),
      • Gebäudetyp (freistehend | Doppelhaus | gereiht | … ),
      • Baujahr,
      • Heizungsart (Fernheizung | Zentralheizung | Etagenheizung | … ),
      • Zahl der Wohnungen,

      Für Wohnungen

      • Art der Nutzung (von der Eigentümerin oder vom Eigentümer bewohnt | vermietet | leer stehend | … ),
      • Fläche der Wohnung,
      • Zahl der Räume.

      Hilfsmerkmale (bis zur Verabschiedung des ZensG 2021 noch unter Vorbehalt)

      • Familienname, frühere Namen, Vornamen und Anschrift der Auskunftspflichtigen (Eigentümerinnen und Eigentümer, Verwalterinnen und Verwalter sowie sonstige Verfügungs- und Nutzungsberechtigten der Gebäude oder Wohnungen)
      • Kontaktdaten der Auskunftspflichtigen oder einer anderen Person, die für Rückfragen zur Verfügung steht,
      • Namen und Vornamen von bis zu zwei Personen, die die Wohnung nutzen,
      • Zahl der Personen, die in der Wohnung wohnen,
      • Straße, Hausnummer und Anschriftenzusätze der Wohnung.

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      Warum werden im Rahmen der Haupterhebung Namen von bis zu zwei Bewohnern erfragt? Welche Rechtsgrundlage haben Sie hierfür und wie ist dies mit dem Datenschutz vereinbar?

      Diese Angaben werden für die statistische Zuordnung der an der Anschrift gemeldeten Personen zu einzelnen Haushalten benötigt (Hilfsmerkmal). Die Erhebung dieser Hilfsmerkmale im Rahmen der Haupterhebung im Mai 2021 wird im zukünftigen Zensusanordnungsgesetz geregelt. Sollten Ihnen die Bewohnernamen nicht bekannt sein, so übermitteln Sie bitte den/die Namen der Person/en, die den Mietvertrag unterschrieben hat/haben. Der Schutz der im Rahmen des Zensus 2021 erhobenen Daten ist insbesondere durch die statistische Geheimhaltung rechtlich verankert. Die statistische Geheimhaltung ist das zentrale Fundament der Beziehungen von statistischen Behörden zu den Auskunftgebenden. Gesetzlich festgeschrieben ist sie in § 16 des Bundesstatistikgesetzes (BStatG) und in den Landesstatistikgesetzen. Für alle amtlichen Statistiken in Deutschland gilt generell der zentrale Grundsatz, dass die Einzelangaben der Befragten strikt geheim zu halten sind. Die Angaben dienen ausschließlich statistischen Zwecken und dürfen nur für die gesetzlich bestimmten Zwecke verwendet werden. Hilfsmerkmale sind zudem zu löschen, sobald bei den statistischen Ämtern die Überprüfung der Erhebungs- und Hilfsmerkmale auf ihre Schlüssigkeit und Vollständigkeit abgeschlossen ist.

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      Was sind Bestandslisten?

      Bestandslisten sind elektronische Verzeichnisse der Gebäude, für die eine Großeigentümerin oder ein Großeigentümer auskunftspflichtig ist, einschließlich der zugehörigen eindeutigen Gebäudeanschriften und ggf. weiteren Merkmalen.

      Eine Datensatzbeschreibung mit Erläuterungen ist unter folgender Erhebungsdatenbank zu erreichen: https://erhebungsdatenbank.estatistik.de/

      Die Erhebungs-ID lautet 1027419000099. Im Feld „Suchbegriff“ reicht es, die 0274 einzugeben, um die Erhebung in der Liste zu finden.

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      Welche Quellen wurden zur Recherche der Großeigentümerin oder des Großeigentümers genutzt?

      Das ist von der Datenlage in den Ländern abhängig. Grundsätzlich wurde jedoch in verwaltungsinternen Registern und allgemein zugänglichen Quellen recherchiert (§13 ZensVorbG 2021). Unter anderem wurden genutzt:

      • Unternehmensregister
      • Mitgliederlisten der Verbände der Wohnungswirtschaft
      • Internetrecherche

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      Welches Amt ist zuständig?

      Bis zum Dateneinzug ist das Statistische Amt des Bundeslandes zuständig, in dem das Unternehmen seinen Hauptsitz hat. Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt kontaktiert somit zunächst Unternehmen mit Hauptsitz in Sachsen-Anhalt.

      Im Mahnverfahren wechselt die Zuständigkeit an das Statistische Amt, in dem sich die jeweiligen Gebäudeanschriften befinden.

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      Wo kann ich mich über den Zensus informieren?

      Über https://statistik.sachsen-anhalt.de/zensus2021 können sich Auskunftspflichtige und Interessierte zukünftig umfassend über den Zensus 2021 informieren.

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      Kosten

      Wer übernimmt die Kosten für die Auftragserteilung an die Softwarefirmen und der damit verbundenen Aufgaben?

      Gemäß § 15 Abs. 5 BstatG ist die Auskunft für den Empfänger kosten- und portofrei zu erteilen. Dementsprechend sind anfallende Kosten für die Auftragserteilung an Softwarefirmen und der damit verbundenen Aufgaben sowie die Kosten der Datenübermittlung vom Auskunftspflichtigen zu tragen und können nicht erstattet werden.

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      Welche Kosten fallen für die Nutzung von IDEV für die Unternehmen an?

      Das Datenübermittlungsverfahren wird durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder kostenfrei zur Verfügung gestellt.

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      Datenlieferung

      Welche Datenlieferungen werden im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung von den Unternehmen der Wohnungswirtschaft durch die amtliche Statistik abgefordert? Welche Rechtsgrundlage besteht dafür?

      Die Grundlage für die erhebungsvorbereitende Recherche der auskunftspflichtigen Großeigentümerinnen und Großeigentümer ist §13 ZensVorbG 2021. Das zukünftige Zensusanordnungsgesetz 2021 (ZensG 2021) regelt die Durchführung der Erhebung.  Eine Verabschiedung ist für Sommer 2019 geplant.

      Erstanschreiben zur Berichtskreisklärung (Februar 2019)

      • Die Statistischen Landesämter kontaktieren die zuvor recherchierten Großeigentümerinnen und Großeigentümer und kündigen die GWZ im Rahmen des Zensus 2021 an.
      • Die Unternehmen werden gebeten einen Rückmeldebogen in Form eines IDEV-Online-Formulars auszufüllen
      • Zugangsdaten zum IDEV-Formular sind im Erstanschreiben enthalten
      • Folgende Angaben werden im IDEV-Fragebogen von den Unternehmen erfragt:
        • Der Firmenname sowie die Postanschrift,
        • die Kontaktdaten eines Ansprechpartners des Unternehmens,die Anzahl der Gebäude und Wohnungen, die sich im Eigentum des Unternehmens bzw. in Miet- oder WEG-Verwaltung befinden,
        • die Verteilung des Gebäude- und Wohnungsbestandes auf die Bundesländer,
        • Angaben zum Softwarehersteller bzw. zum verwendeten Softwareprodukt.

      Anforderung der Bestandslisten (3. Quartal 2019)

      • Die erste Datenlieferung der Großeigentümerinnnen und Großeigentümer umfasst die Übermittlung der Bestandslisten. Diese enthalten die Anschriften aller Gebäude und Wohnungen im Bestand der Wohnungsunternehmen sowie Merkmale zum Eigentumsstatus (z. B. Eigentum, WEG-geteilt oder verwaltet).
      • Merkmalsumfang: Die Datensatzbeschreibung einschließlich Erläuterungen ist in der Erhebungsdatenbank unter folgendem Link zu erreichen: https://erhebungsdatenbank.estatistik.de/

      Die Erhebungs-ID lautet 1027419000099. Im Feld „Suchbegriff“ reicht es, die 0274 einzugeben, um die Erhebung in der Liste zu finden. Im nächsten Schritt können Sie den Punkt „GWZ-Bestandslistenerhebung“ auswählen.

      Anforderung von Eigentümerlisten bei Verwalterinnen und Verwaltern (optional, 3. Quartal 2019)

      • Bei WEG-geteilten Gebäuden muss geklärt werden, ob die im Rahmen der GWZ erfragten Angaben durch die Eigentümerin/den Eigentümer oder die Verwalterin/den Verwalter an das zuständige Statistische Landesamt übermittelt werden. Verwalterinnen und Verwalter, die keine (vollständigen) Angaben zu Gebäude- und Wohnungsmerkmalen machen können, übermitteln dem zuständigen Statistischen Landesamt Namen und Anschriften der Eigentümerinnen und Eigentümer.
      • Merkmalsumfang: Die Datensatzbeschreibung einschließlich Erläuterung befindet sich in der Erhebungsdatenbank unter folgendem Link: https://erhebungsdatenbank.estatistik.de/

      Die Erhebungs-ID lautet 1055618000099. Im Feld „Suchbegriff“ reicht es, die 0556 einzugeben, um die Erhebung in der Liste zu finden. Im nächsten Schritt können Sie den Punkt „Lieferung der Eigentümerdaten zur Vorbereitung der GWZ 2021“ auswählen.

      Anfrage von Erhebungstestdaten (optional, spätestens im 4. Quartal 2020)

      • Um das Erhebungsverfahren und die elektronische Datenübermittlung auf beiden Seiten zu testen, übermitteln die Wohnungsunternehmen im Rahmen einer Testdatenlieferung erstmals Gebäude- und Wohnungsmerkmale an das zuständige Statistische Landesamt.
      • Merkmalsumfang: Die Datensatzbeschreibung einschließlich Erläuterung ist rechtzeitig im Vorfeld in der Erhebungsdatenbank unter folgendem Link verfügbar: https://erhebungsdatenbank.estatistik.de/

      Anforderung von Aktualisierungslieferungen der Bestandslisten (4. Quartal 2020)

      • Änderungen im Bestand der Wohnungsunternehmen können sich etwa durch Kauf oder Verkauf oder durch Neubau oder Abriss ergeben. Deshalb ist es nötig, entweder einen aktualisierten Komplettbestand zu liefern oder die Änderungen einzelner Anschriften an das zuständige Statistische Landesamt zu übermitteln.
      • Merkmalsumfang: Die Datensatzbeschreibung einschließlich Erläuterungen ist in der Erhebungsdatenbank unter folgendem Link zu erreichen: https://erhebungsdatenbank.estatistik.de/

      Die Erhebungs-ID lautet 1027419000099. Im Feld „Suchbegriff“ reicht es, die 0274 einzugeben, um die Erhebung in der Liste zu finden. Im nächsten Schritt können Sie den Punkt „GWZ-Bestandslistenerhebung“ auswählen.

      Anforderung der Erhebungsdaten zum Zensusstichtag (im Mai 2021)

      • Zum Zensusstichtag übermitteln die Wohnungsunternehmen alle Gebäude- und Wohnungsmerkmale an das zuständige Statistische Landesamt.
      • Merkmalsumfang: Die Datensatzbeschreibung einschließlich Erläuterung ist rechtzeitig im Vorfeld in der Erhebungsdatenbank unter folgendem Link verfügbar: https://erhebungsdatenbank.estatistik.de/

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      Wie erstellt man als Unternehmen die Datenlieferungen, die im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung durch die Statistischen Ämter der Länder abgefordert werden?

      Für die Erstellung der Lieferdateien werden den Wohnungsunternehmen rechtzeitig entsprechende Datensatzbeschreibungen (Bestandsliste, Erhebungsdaten usw.) durch die amtliche Statistik unter dem folgenden Link zur Verfügung gestellt: https://erhebungsdatenbank.estatistik.de/

      Um die Wohnungsunternehmen möglichst wenig zu belasten, sollen die Lieferdateien sofern dies möglich ist aus den elektronisch gehaltenen Datenbeständen der Wohnungsunternehmen generiert werden. Die konkrete Realisierung ist abhängig von den verwendeten Datenbanksystemen bzw. von der Softwareumgebung.

      Eine eventuelle Zusammenarbeit mit den Softwareherstellern wird durch die Wohnungsunternehmen selbst koordiniert. Gemäß § 15 Abs. 5 BstatG ist die Auskunft für den Empfänger kosten- und portofrei zu erteilen. Dementsprechend sind anfallende Kosten für die Auftragserteilung an Softwarefirmen und der damit verbundenen Aufgaben sowie die Kosten der Datenübermittlung vom Auskunftspflichtigen zu tragen und können nicht erstattet werden.

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      Bekommt ein Unternehmen für jede einzelne Datenlieferung eine eigene ID zugewiesen?

      Nein, jedes Unternehmen erhält eine eindeutige ID (sogenannte Großeigentümer-ID oder GE-ID) für den gesamten Prozess der Datenerhebung. Mithilfe dieser ID erfolgt die Kommunikation zwischen dem zuständigen Statistischen Landesamt und dem Unternehmen. Die ID wird der Großeigentümerin oder den Großeigentümern voraussichtlich im Rahmen der Vorbereitung der Bestandslistenlieferung durch das zuständige Statistische Landesamt mitgeteilt.

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      Ist es möglich, dass ein Unternehmen (z. B. eine Holding [Mutterunternehmen, ein IT-Dienstleister]) die Daten für mehrere (Tochter-)Unternehmen liefert?

      Im Falle von Unternehmensgruppen ist innerhalb des Unternehmens zu klären, welche Stelle im Unternehmen Auskunft im Rahmen der GWZ erteilt bzw. die Daten übermittelt. Somit sind Sammellieferungen der Gebäude- und Wohnungsbestände aller Tochterunternehmen durch das Mutterunternehmen möglich.

      Wenn es eine Liefervereinbarung mit einem anderen Unternehmen gibt, ist auch eine Lieferung durch externe Dritte, z. B. IT-Dienstleister oder Verwalterinnen und Verwalter, möglich.

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      Wie werden die von den Großeigentümerinnen und Großeigentümern angeforderten Strukturmerkmale aufbewahrt?

      Die Daten werden mittels dem Online-Übermittlungsverfahren IDEV erfasst und direkt in einer nach BSI-Standard aufgebauten hochsicheren IT-Umgebung abgespeichert. Hierfür hält das Statistische Bundesamt die für die Aufbereitung und Datenhaltung notwendige IT-Infrastruktur in Zusammenarbeit mit dem Informationstechnikzentrum Bund vor.

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