Wohnen und Bautätigkeit

Wohnungswesen und Bautätigkeit

Daten zu diesem Themenbereich werden im Rahmen der Bautätigkeitsstatistik erhoben. Diese beinhalten die Baugenehmigungen und die Baufertigstellungen, die Bauabgänge, die Fortschreibung des Wohngebäude- und Wohnungsbe-standes und den Bauüberhang am Jahresende.

Die Statistiken über die Baugenehmigungen, die Baufertigstellungen und den Bauüberhang dienen der Beurteilung der konjunkturellen Lage des Baumarktes. Die Fortschreibung des Wohngebäude- und Wohnungsbestandes stellt keine eigenständige Erhebung dar. Die Daten werden aus vorhandenen statistischen Daten, jeweils zum Jahresende mit Hilfe der Baufertigstellungen und Bauabgänge, ermittelt.

 

 

Zahlen auf einen Blick

Bestand an Wohngebäuden2017
Wohngebäude574 780
Wohnungen

1 288 127

Wohnfläche in 1 000 qm103 599

Kurz und Knapp

Zahl der Baugenehmigungen im 3. Quartal 2018 in Sachsen-Anhalt unter Vorjahresniveau

 

Im 3. Quartal 2018 sanken Baugenehmigungen im Vorjahresvergleich um 2,8 % auf 1 156 Vorhaben. Der Rückgang vollzog sich nur bei den Wohngebäuden (-3,5 % auf 944); bei Nichtwohngebäuden stabilisierten sich die Genehmigungen bei 212 Vorhaben. Die Mehrzahl der Genehmigungen wurde erneut für Neubauten erteilt: 606 bei Wohngebäuden (-4 %) und 140 bei Nichtwohngebäuden (+5 %).

 

Obwohl die Anzahl der Baugenehmigungen zurückgegangen ist, hat sich der Wert der veranschlagten Baukosten deutlich erhöht. Für Wohngebäude ist ein Anstieg um 12,2 % und für Nichtwohngebäude um 35,8 % verzeichnet worden.

 

Die Anzahl der genehmigten Wohnungen stieg im Gegensatz zu den Wohngebäuden um 19,2 % (3. Quartal 2018: 1 117 Wohnungen, 3. Quartal 2017: 937) an. Der Anstieg vollzog sich vor allem in größeren Wohngebäuden mit 3 oder mehr Wohnungen. Hier gab es Plus von 64,7 % der Wohnungen.

Bisher blieben die Ergebnisse des Jahres 2018 sowohl im Hinblick auf die Zahl der Genehmigungen als auch die Baukosten unter Niveau des Jahres 2017.

 

Die Anzahl der Baugenehmigungen beinhaltet auch die nach dem Genehmigungsfreistellungsverfahren erfassten Baumaßnahmen.

 

Weitere Daten zum Wohnungsbau sind im Internetangebot des Statistischen Landesamtes verfügbar.

 

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 09.11.2018

Anstieg der Baugenehmigungen im Wohnungsbau, Rückgang im Nichtwohnungsbau im 2. Quartal 2018

Die saisonal typische Belebung der geplanten Bautätigkeit hat im zweiten Quartal 2018 zu einem verlaufsmäßigen Anstieg der Baugenehmigungen (1 233) geführt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahm die Zahl der Baugenehmigungen zwar 2 % ab, der Rückgang ging allerdings allein zulasten der Nichtwohngebäude. Hier sanken die Baugenehmigungen auf  211 (-37 %), wohingegen bei den Wohnungsgebäuden mit 1 022 Genehmigungen ein Anstieg von 10 % verzeichnet wurde. Die Zahl der Wohnungen, die in den geplanten Baumaßnahmen (alle Gebäudearten) enthalten sind, erreichte 1 172 Einheiten.

Die meisten Baugenehmigungen wurden nicht in den einwohnerstarken kreisfreien Städten erteilt, sondern entfielen auf die Landkreise Börde (148), Saalekreis (124) und Harz (121). Allerdings ist die Landeshauptstadt Magdeburg mit Blick auf den Wert der Bauvorhaben führend. Hier wurden 109 Anträge im Umfang von 81 Millionen Euro genehmigt. Dies sind rund ein Viertel der Kosten aller Bauvorhaben in Sachsen-Anhalt (323 Millionen Euro). Im gleichen Vorjahreszeitraum war noch Halle mit Abstand führend, was verdeutlicht, dass die Angaben zum Bauwert von wenigen Großprojekten dominiert werden können.

Die meisten Bauvorhaben entfallen – nicht nur im zurückliegenden Quartal – auf Neubauten, die Vorhaben in Bestandsgebäuden bewegen sich dagegen relativ stabil bei rund einem Drittel der Bauvorhaben. Die herausgehobene Bedeutung der Neubauten wird deutlicher, wenn man die veranschlagten Kosten in den Blick nimmt. So wurden im zweiten Quartal geplante Neubaumaßnahmen mit einem Kostenvolumen von  265 Millionen Euro verzeichnet.

 

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 10.08.18

Wohnungsbestand 2017 in Sachsen-Anhalt auf dem Niveau von 1990

 

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes belief sich der Bestand an Wohnungen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2017 auf 1,288 Millionen (1990: 1,244 Millionen). Seit 2014 nahm die Zahl der Wohnungen wieder geringfügig zu. Angesichts des Bevölkerungsrückganges erhöhte sich der Wohnungsbestand je Einwohner weiter; die Wohnfläche je Wohnung stieg beständig und erreichte zuletzt 80,4 m2 (1990: 65,45 m2).

Auch die Zahl der Wohngebäude wuchs und erreichte 2017 insgesamt 574 780 Einheiten. Dabei entfiel auf Wohngebäude der Löwenanteil der Wohnungen; in Nichtwohngebäuden wurden 35 344 Wohnungen gezählt. Das „Eigenheim“ - Wohngebäude mit einer Wohnung - lag weiter im Trend (+ 0,4 %), während sich der Bestand an Mehrwohnungsgebäuden (außer bei Wohnheimen) nahezu unverändert zeigte. 

Der Wohnungsbestand in den beiden großen Ballungszentren Halle (Saale) (144 658 Wohnungen) und Magdeburg (142 240 Wohnungen) befand sich 2017 auf einem ähnlichen Niveau. Nach einem deutlichen Rückgang bis 2010/11, vor allem in Halle (Saale), verlief die Entwicklung in beiden kreisfreien Städten ansteigend. In der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld nahm die Zahl der Wohnungen hingegen seit der Jahrtausendwende ungebrochen ab. Binnen 10 Jahren bedeutet dies für Dessau-Roßlau ein Minus von 8,3 Prozent bzw. für den Landkreis Anhalt-Bitterfeld ein Minus von 3,7 Prozent. In Kreisen mit geringer Bevölkerungsdichte, wie dem Altmarkkreis Salzwedel oder dem Landkreis Jerichower Land, kam es in den letzten 5 Jahren zu leichten Zuwächsen des Wohnungsbestandes.

Weitere Ergebnisse, auch in regionaler Gliederung, finden sich Internetangebot des Statistischen Landesamtes.

 

Wohnungsbestand1 in Wohn- und Nichtwohngebäuden

Kreisfreie Stadt
Landkreis
Land

2000

2005

2007

2010

2015

2016

2017

Dessau-Roßlau

 56 962

 55 032

55 218

 54 523

 51 271

 50 771

 50 652

Halle (Saale)

 154 622

 147 485

146 333

 144 879

 143 869

 144 148

 144 658

Magdeburg

 145 081

 142 680

140 996

 140 503

 141 804

 141 947

 142 240

 

 

 

 

 

 

 

 

Altmarkkreis Salzwedel

 45 659

 46 282

46 304

 46 195

 45 616

 45 679

 45 726

Anhalt-Bitterfeld

 102 605

 98 898

98381

 96 967

 95 048

 94 871

 94 784

Börde

 90 667

 92 432

92 904

 93 476

 91 115

 91 310

 91 686

Burgenlandkreis

 112 862

 112 701

112 082

 111 832

 105 722

 105 725

 105 825

Harz

 125 838

 126 903

127 229

 127 446

 127 752

 127 959

 128 059

Jerichower Land

 50 628

 51 225

51 146

 51 093

 50 444

 50 627

 50 619

Mansfeld-Südharz

 83 188

 82 113

81 821

 81 382

 78 944

 78 746

 78 755

Saalekreis

 96 950

 96 914

97 417

 97 455

 100 676

 100 926

 101 191

Salzlandkreis

 122 920

 122 923

122 269

 121 449

 116 166

 115 796

 115 868

Stendal

 69 104

 67 278

66 451

 66 101

 65 533

 65 610

 65 859

Wittenberg

 74 427

 74 554

74 050

 73 826

 72 322

 72 092

 72 205

 

 

 

 

 

 

 

 

Sachsen-Anhalt

1 331 513

1 317 420

1 312 601

1 307 127

1 286 282

1 286 207

1 288 127

 

1 ab 2011 mit Wohnheimen

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 28.06.2018

Grafiken

Fertigstellungen im Wohnbau (Neubau) Anteile der Gebäudearten im Jahr 2017
Fertigstellungen im Wohnbau (Neubau) Anteile der Gebäudearten im Jahr 2017
Abgang von Wohnungen im Wohnbau insgesamt nach Baujahr im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr
Abgang von Wohnungen im Wohnbau insgesamt nach Baujahr im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr
Genehmigungen im Nichtwohnbau - Neubau im Jahr 2017
Genehmigungen im Nichtwohnbau - Neubau im Jahr 2017 - Anteile der Gebäudearten

Aktuelle Tabellen

Baugenehmigungen im Wohn- und Nichtwohnbau nach Kreisen im Jahr 2017

Kreisfreie Stadt
Landkreis
Land1

alle Baumaßnahmen

neue Wohngebäude

neue
Nicht-
wohn-
gebäude

ins-
gesamt

Woh-
nungen

Ge-
bäude

darunter
mit 1 oder 2
Woh-
nungen

Anzahl

Dessau-Roßlau, Stadt

 173

 129

 47

 38

 18

Halle (Saale), Stadt

 279

 802

 154

 131

 29

Magdeburg,
Landeshauptstadt

 399

 809

 246

 210

 35

Altmarkkreis
Salzwedel

 321

 171

 106

 104

 163

Anhalt-Bitterfeld

 356

 391

 170

 158

 30

Börde

 444

 547

 307

 294

 46

Burgenlandkreis

 371

 248

 189

 182

 36

Harz

 527

 490

 282

 257

 60

Jerichower Land

 277

 320

 183

 178

 33

Mansfeld-Südharz

 204

 196

 83

 81

 31

Saalekreis

 417

 409

 255

 251

 50

Salzlandkreis

 334

 335

 152

 141

 45

Stendal

 239

 274

 122

 115

 26

Wittenberg

 263

 120

 109

 104

 39

 

Sachsen-Anhalt

4 604

5 241

2 405

2 244

 641

verwendeter Gebietsstand = Ende des Berichtszeitraums