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Einbürgerungen

Mit der Einbürgerung werden Ausländerinnen und Ausländer nach Erfüllung verschiedener gesetzlicher Vorschriften (z. B. Mindestaufenthaltsdauer in Deutschland) zu deutschen Staatbürgerinnen und Staatsbürgern. Die Einbürgerungsstatistik ist eine jährliche dezentrale Statistik. Sie basiert auf Meldungen der Einbürgerungsbehörden.

Pressemitteilungen

Seit 1991 wurden 18 677 Frauen und 19 101 Männer eingebürgert

Seit 1991 erhielten in Sachsen-Anhalt insgesamt 37 778 (18 677 weiblich und 19 101 männlich) ausländische Personen durch Einbürgerung die deutsche Staatsbürgerschaft. 2/3 von ihnen
(12 641 weiblich, 12 438 männlich) wurden in den Jahren bis 1999 eingebürgert. Aufgrund von Gesetzesänderungen gingen die Einbürgerungszahlen in den darauffolgenden zwei Dekaden mit 5 203 Einbürgerungen (2 330 weiblich, 2 873 männlich) zwischen 2000 und 2010 sowie 7 496 Einbürgerungen (3 706 weiblich, 3 790 männlich) zwischen 2011 und 2021 deutlich zurück.

In den 30 Jahren seit 1991 schwankte die Zahl der Einbürgerungen pro Jahr stark. Sowohl die niedrigste als auch die höchste Anzahl wurde mit 140 Einbürgerungen 1991 und 5 485 Einbürgerungen 1998 in den 1990er Jahren erfasst.

Von 1991 bis 1999 erfolgte die Einbürgerung bei 40,1 % (10 059 Personen) aus einer europäischen Staatsangehörigkeit. Mit 7 904 Personen besaßen die meisten von ihnen vorher die russische Staatsangehörigkeit. Aus einer aus asiatischen Staatsbürgerschaft heraus wurden 58,0 % (14 551 Personen) eingebürgert, worunter 12 913 Personen mit kasachischer und 806 Personen mit kirgisischer Staatsangehörigkeit waren. Der Anteil von Einbürgerungen aus einer afrikanischen 0,4 % (88 Personen) sowie einer amerikanischen Staatsbürgerschaft 0,3 %
(76 Personen) heraus, war in diesem Zeitraum vergleichsweise gering.

Am 1. Januar 2000 trat das Gesetz zur Regelung des Staatsangehörigkeitsrechts in Kraft. In Folge der veränderten Bedingungen, durch die beispielsweise Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten und nicht mehr eingebürgert werden, waren ab dem Jahr 2000 deutlich niedrigere Einbürgerungszahlen zu verbuchen.

Ab 2000 machten die Einbürgerungen aus einer europäischen Staatsangehörigkeit heraus 46,0 % (5 847 Personen) aus, worunter sich 1 328 Personen mit vorheriger ukrainischer Staatsangehörigkeit befanden. Aus einer asiatischen Staatsangehörigkeit wurden im selben Zeitraum 38,5 % (4 886 Personen) eingebürgert, wovon 1 030 Personen zuvor die vietnamesische und 949 Personen die syrische Staatsangehörigkeit hatten. Auch in diesem Zeitraum stellten die Einbürgerungen aus einer afrikanischen Staatsangehörigkeit mit 8,3 % (1 060 Personen) sowie die aus einer amerikanischen mit 3,4 % (434 Personen) die geringsten Anteile dar.

Vor 1999 waren von den eingebürgerten Ausländerinnen und Ausländern 30,2 % (7 573 Personen) unter 18 Jahre alt. 24,5 % (6 140 Personen) zählten zur Altersgruppe 18 bis unter 35 Jahre und
21,4 % der Eingebürgerten (5 375) waren 35 bis unter 45 Jahre alt. Ab dem Jahr 2000 stellten die unter 18-Jährigen mit 19,1 % (2 429 Personen) die geringste Anzahl. Mit 33,8 % (4 295 Personen) waren die meisten der zwischen 2000 und 2021 Eingebürgerten im Alter von 18 bis unter 35 Jahre. Das Durchschnittalter veränderte sich seit 1991 wenig und schwankte von 31,3 bis 33,3 Jahren.

Zwischen 1991 und 1999 konnten 15 839 der Eingebürgerten (63,2 %) ihre bisherige Staatsangehörigkeit beibehalten. In den folgenden zwei Dekaden waren es mit 2 294 Personen (2000 bis 2010) sowie 3 307 Personen (2011 bis 2021) jeweils 44,1% der Eingebürgerten.

Mit Blick auf die kreisfreien Städte des Landes zeigt sich, dass in der Landeshauptstadt Magdeburg mit 2 881 Personen zwischen 1991 und 2010 jeweils die meisten Einbürgerungen vorgenommen wurden. In den darauffolgenden Jahren bis 2021 erfolgten innerhalb der kreisfreien Städte die meisten Einbürgerungen in Halle (Saale) mit 1 997 Personen.

In den Landkreisen verzeichnete das Jerichower Land mit 1 020 Einbürgerungen über die vergangenen 30 Jahre hinweg die niedrigste Anzahl. Die meisten Einbürgerungen wurden ab 1991 mit 2 906 Personen im Harz, ab 2000 mit 351 Personen im Salzlandkreis und ab 2011 mit 465 Personen im Landkreis Mansfeld-Südharz vorgenommen. 

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 14.09.2022

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