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Erwerbstätigenrechnung

Die hier vorliegenden durchschnittlichen Erwerbstätigenzahlen wurden nach den Vorgaben eines einheitlichen Rechenmodells des Arbeitskreises "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder" (AK ETR) unter Ein­beziehung einer Vielzahl erwerbsstatistischer Quellen ermittelt. Neben der Bedeutung, die diese Ergebnisse für die laufende Beobachtung des Arbeits­marktes sowie regionaler und struktureller Veränderungen der Erwerbstätigkeit haben, werden sie als Bezugszahlen für die Volkswirt­schaftlichen Gesamtrechnungen benutzt.

Im Bereich Mikrozensus finden Sie zusätzliche Ergebnisse zum Thema Erwerbstätigkeit.

Die Arbeitsvolumenrechnung liefert ein umfassendes und detailliertes Bild der tatsächlich geleisteten Ar­beitsstunden aller Erwerbstätigen. Mit den Ergebnissen besteht die Möglichkeit, Produktivitätsvergleiche auf der Grundlage von Angaben zu den geleisteten Arbeitsstunden durchzuführen.

Die Daten über die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und die Pendler stammen aus der vierteljährlichen Bestandsauswertung (Quartalsendwerte) der bei der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen des integrierten Meldeverfahrens zur Sozialversicherung geführten Versichertenkonten.

Die Arbeitsmarktdaten sind Jahresdurchschnittsdaten der Bundesagentur für Arbeit.

Zahlen auf einen Blick

Am Arbeitsort30.06.2021
sv-pflichtig
Beschäftigte
798 783
davon:
  Männer
408 667
  Frauen390 116

Quelle: Beschäftigungsstatstik der Bundesagentur für Arbeit

Aktuelle Publikationen

Kurz und knapp

Erwerbstätigkeit 2020 gesunken: nur in kreisfreier Stadt Halle (Saale) leichter Anstieg

Die Zahl der Erwerbstätigen sank in Sachsen-Anhalt 2020 gegenüber dem Vorjahr um 12,3 Tsd. Personen auf 992,4 Tsd. Personen (-1,2 %), wie das Statistische Landesamt mitteilt. Bis auf die kreisfreie Stadt Halle (Saale) waren davon alle Landkreise und kreisfreien Städte betroffen.

In der kreisfreien Stadt Halle (Saale) stieg die Erwerbstätigkeit leicht um 0,1 %. Die stärksten anteiligen Verluste waren dagegen in den Landkreisen Harz (-2,1 %) und Burgenlandkreis (-1,9 %) zu beobachten.

2020 waren im Landesdurchschnitt 72,2 % der Erwerbstätigen in den Dienstleistungsbereichen beschäftigt. Den höchsten Erwerbstätigenanteil in den Dienstleistungsbereichen an der Gesamtwirtschaft wiesen die kreisfreie Stadt Halle (Saale) (89,2 %) und die Landeshauptstadt Magdeburg (86,0 %) aus, den niedrigsten Anteil hatte der Landkreis Börde (62,7 %).

Durchschnittlich 8,1 % aller Erwerbstätigen Sachsen-Anhalts waren marginal beschäftigt, also ausschließlich geringfügig entlohnt oder kurzfristig beschäftigt oder in einer Arbeitsgelegenheit (Ein-Euro-Job) tätig. Die höchste Quote marginaler Beschäftigung hatte der Altmarkkreis Salzwedel (10,0 %), gefolgt von der kreisfreien Stadt Halle (Saale) (9,3 %). In der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau war der Anteil am niedrigsten (5,9 %).

Der Anteil der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen lag im Land bei 8,1 %. Die höchsten Selbstständigenquoten hatten die Landkreise Mansfeld-Südharz (9,6 %) und Stendal (9,5 %), die niedrigsten Quoten wiesen die kreisfreie Stadt Halle (Saale) (6,4 %) und die Landeshauptstadt Magdeburg (6,7 %) aus.

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Berechnungsstand der Länderergebnisse vom 21. Oktober 2021 (Bundeseckwert August 2021) basieren, handelt es sich um vorläufige Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ (AK ETR) und des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt. Dabei wurden die Kreisergebnisse der Jahre 2017 bis 2019 auf die neuen Länderergebnisse abgestimmt und alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen einbezogen. Das Jahr 2020 wurde erstmals berechnet. In der Berechnung sind alle Erwerbstätigen (Selbstständige, mithelfende Familienangehörige, Beamtinnen und Beamte, sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie marginal Beschäftigte) berücksichtigt, die ihren Arbeitsort in Sachsen-Anhalt haben.

Es ist zu beachten, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch zu einer erhöhten Unsicherheit bei der Schätzung der Erwerbstätigenzahlen führen. Die massiv gestiegene Kurzarbeit wirkte sich dabei allerdings nicht auf die Erwerbstätigenzahlen aus, da Kurzarbeitende nach den Konzepten der Erwerbstätigenrechnung zu den Erwerbstätigen zählen und nicht zu den Erwerbslosen.

Weitere Informationen und Ergebnisse zum Thema Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt oder auf der Homepage des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ www.statistikportal.de abgerufen werden.

 

Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 20.12.2021

 

Aktuelle Tabellen

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort im Land Sachsen-Anhalt nach zusammengefassten Wirtschaftsabschnitten und Kreisen am 30.06.2021

Kreisfreie Stadt /
Landkreis 
 
Land

Ins-
gesamt1, 2, 3

Land- und 
Forstwirt-
schaft, 
Fischerei4

Produzie-
rendes 
Gewerbe4

Handel, 
Verkehr, 
Gastgewerbe4

sonstige 
Dienst-
leistungen4

Dessau-Roßlau, Stadt

 29 441

  195

 8 484

 5 611

 15 148

Halle (Saale), Stadt

 89 343

  146

 14 490

 20 745

 53 957

Magdeburg, Landeshauptstadt

 95 109

  137

 18 269

 21 312

 55 389

Altmarkkreis Salzwedel

 34 445

 1 405

 11 422

 6 900

 14 718

Anhalt-Bitterfeld

 60 028

  976

 20 011

 13 011

 26 028

Börde

 72 419

 1 535

 21 797

 17 568

 31 519

Burgenlandkreis

 71 669

 1 243

 24 432

 15 935

 30 056

Harz

 82 624

 1 284

 25 647

 18 218

 37 475

Jerichower Land

 35 329

 1 014

 10 591

 7 123

 16 600

Mansfeld-Südharz

 49 253

  907

 15 031

 10 969

 22 344

Saalekreis

 76 854

 1 014

 21 139

 19 027

 35 668

Salzlandkreis

 71 543

 1 068

 21 989

 15 489

 32 991

Stendal

 42 138

 1 595

 11 595

 8 837

 20 108

Wittenberg

 49 770

 1 359

 16 812

 10 131

 21 461

Sachsen-Anhalt

 859 965

 13 878

 241 709

 190 876

 413 462

Quelle: Auswertungen aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, vorläufige Angaben

Gebietsstand: 30.06.2021

einschließlich Fälle ohne Angabe zur wirtschaftlichen Gliederung

4 Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008); mit Vorgängerversion (WZ 2003) nur eingeschränkt vergleichbar

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