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Unternehmen leisteten 2020 weniger Umsatzsteuer-Vorauszahlungen

Die 58 699 Unternehmen mit Hauptsitz in Sachsen-Anhalt, die zur Abgabe einer Umsatzsteuer-Voranmeldung verpflichtet waren, meldeten für 2020 steuerbare Umsätze aus Lieferungen und sonstigen Leistungen von insgesamt 73,0 Mrd. EUR an.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stiegen die Umsätze aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zu 2019 um 0,3 Mrd. EUR bzw. 0,5 %. Die daraus resultierenden Umsatzsteuer-Vorauszahlungen beliefen sich auf 2,3 Mrd. EUR. Das waren 0,2 Mrd. EUR bzw. 7,6 % weniger als ein Jahr zuvor.

Der Rückgang der Umsatzsteuer-Vorauszahlungen ist insbesondere auf die Absenkung der Umsatzsteuersätze im 2. Halbjahr 2020 zurückzuführen. In Folge der Corona-Pandemie wurden im Zeitraum 01.07.2020 bis 31.12.2020 die Steuersätze von 19 % auf 16 % bzw. von 7 % auf 5 % abgesenkt. Dadurch ergaben sich trotz Anstieg der Umsätze aus Lieferungen und sonstigen Leistungen für die steuerpflichtigen Unternehmen geringere Umsatzsteuer-Vorauszahlungen.

Auch die Anzahl der steuerpflichtigen Unternehmen sank im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 7,6 % weniger umsatzsteuerpflichtige Unternehmen in der Umsatzsteuerstatistik auf Basis der Umsatzsteuer-Voranmeldungen 2020 nachgewiesen. Ab 2020 werden in der Statistik Unternehmen erst mit einem Jahresumsatz aus Lieferungen und sonstigen Leistungen von mehr als 22 000 EUR erfasst. Demgegenüber lag die Nachweisgrenze bis 2019 bei 17 500 EUR.

Weitere Informationen zum Thema Steuern finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.

Vollständige Pressemitteilung