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Landtagswahl am 6. Juni 2021: Durchführung der repräsentativen Wahlstatistik

Wie bereits bei früheren Landtagswahlen wird auch am 6. Juni 2021 auf der Grundlage des § 55 des Wahlgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (LWG) zusätzlich zur Feststellung des allgemeinen Wahlergebnisses eine wahlstatistische Sonderauszählung in ausgewählten Wahlbezirken des Landes vorgenommen.

Anhand der repräsentativen Wahlstatistik erfolgt eine Analyse der Wahlergebnisse unter demografischen Gesichtspunkten. Sie vermittelt ein spezifisches Bild der politischen Willensäußerung der Wählerinnen und Wähler. Erhoben werden Angaben über die Wahlbeteiligung und die Stimmenabgabe jeweils nach Geschlecht und Altersgruppen. Um die Wahlstatistik durchführen zu können, wird auf den amtlichen Stimmzetteln ein Unterscheidungsmerkmal nach Geschlecht und Geburtsjahresgruppe angebracht:

Unterscheidungsaufdruck

 

 

A.

männlich, divers oder ohne Angabe im Geburtenregister,
geboren 1997 bis 2003

B.

männlich, divers oder ohne Angabe im Geburtenregister,
geboren 1987 bis 1996

C.

männlich, divers oder ohne Angabe im Geburtenregister,
geboren 1977 bis 1986

D.

männlich, divers oder ohne Angabe im Geburtenregister,
geboren 1962 bis1976

E.

männlich, divers oder ohne Angabe im Geburtenregister,
geboren 1952 bis 1961

F.

männlich, divers oder ohne Angabe im Geburtenregister,
geboren 1951 und früher

G.

weiblich, geboren 1997 bis 2003

H.

weiblich, geboren 1987 bis 1996

I.

weiblich, geboren 1977 bis 1986

K.

weiblich, geboren 1962 bis1976

L.

weiblich, geboren 1952 bis 1961

M.

weiblich, geboren 1951 und früher

 

 

Die Kennzeichnung der Stimmzettel lässt keine Rückschlüsse auf das Stimmverhalten einzelner Wählerinnen und Wähler zu, da die Wahlbezirke in ihrer Größe so ausgewählt wurden, dass die Stimmabgabe in keinem Fall erkennbar wird. Außerdem erfolgt die statistische Auszählung der Stimmzettel der repräsentativen Wahlstatistik nicht im Wahllokal selbst, sondern nach der Wahl im Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt in Halle (Saale). Sowohl das Wahlgeheimnis als auch der Datenschutz bleiben damit gewahrt.

Im Unterschied zu den Wählerbefragungen, die die Wahlforschungsinstitute entweder vor dem Wahltag oder am Wahltag selbst nach der Wahlhandlung durchführen, spiegelt die repräsentative Wahlstatistik die tatsächliche Wahlbeteiligung und Stimmabgabe wieder. Sie beruht nicht auf Umfragedaten, sondern auf der Auswertung der Stimmzettel in den ausgewählten Wahlbezirken. Sie bildet somit anonym das Wahlverhalten zum Zeitpunkt der Stimmabgabe ab.

Informationsblatt zur repräsentativen Wahlstatistik