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Diabetes mellitus mit multiplen Komplikationen 2017 in Sachsen-Anhalt am häufigsten

Multiple Komplikationen bei Diabetes mellitus führten 2017 in Sachsen-Anhalt zu 3 084 Klinikaufnahmen.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, waren multiple Komplikationen aufgrund der Zuckerkrankheit für 430 Personen die Todesursache.

Sind bei einem Diabetiker die Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum zu hoch, so kann dies zu Schäden bzw. Folgeerkrankungen an den Nieren, Augen, Nerven oder im Herz-Kreislaufsystem führen. So mussten 2017 beispielsweise 433 Diabetikerinnen und Diabetiker des Landes mit peripheren vaskulären Komplikationen stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Für 353 Patientinnen und Patienten war eine stationäre Versorgung aufgrund einer Übersäuerung des Blutes bei absolutem Insulinmangel (Ketoazidose) der Grund. Für 327 Patientinnen und Patienten waren neurologische Komplikationen infolge Diabetes mellitus für einen Klinikaufenthalt verantwortlich.

Diabetes mellitus mit Nierenkomplikationen führte im gleichen Jahr bei 218 und mit peripheren vaskulären Komplikationen bei 49 Einwohner(n)/-innen zwischen Arendsee und Zeitz zum Tode. Für 20 Sachsen-Anhalter/-innen war das diabetische Koma (hyperglykämisches Koma), durch Diätfehler, Dosierungsfehler mit Insulin und Infektionen sowie andere Begleiterkrankungen verursacht oder ein hypoglykämischer Schock, durch Überdosierungsfehler mit Insulin, extreme körperliche Belastungen, starken Durchfall und Erbrechen oder das Auslassen einer Mahlzeit verursacht, für den Tod verantwortlich.

Weitere Informationen zum Thema Gesundheitswesen finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.