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Ausländerzahl 2020 um 2,7 % gestiegen

Nach aktuellen Informationen aus dem Ausländerzentralregister lebten am 31.12.2020 insgesamt 119 845 Ausländerinnen und Ausländer in Sachsen-Anhalt. Die Zahl erhöhte sich seit dem Vorjahr um 3 115 Personen. Dies entsprach einem Wachstum von 2,7 %. Damit lebten rund 1,0 % der insgesamt 11 432 460 in Deutschland ansässigen Ausländerinnen und Ausländer in Sachsen-Anhalt.

Die größte Ausländergruppe stellten in den meisten Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt die insgesamt 23 800 Syrerinnen und Syrer dar. Mehr als die Hälfte von ihnen lebten in den beiden größten Städten des Landes, 7 260 in Halle (Saale) und 5 340 in der Landeshauptstadt Magdeburg. Lediglich im Altmarkkreis Salzwedel, in den Landkreisen Börde, Anhalt-Bitterfeld sowie im Burgenlandkreis bildeten Polinnen und Polen die jeweils größten Ausländergruppen. Ende 2020 lebten insgesamt 11 420 Polinnen und Polen in Sachsen-Anhalt. Sie waren damit die zweitgrößte Gruppe. Auf Platz 3 folgten 8 815 Rumäninnen und Rumänen, gefolgt von 6 020 Afghaninnen und Afghanen sowie 4 190 Russinnen und Russen.

Der Gesamtzuwachs basierte im vergangenen Jahr größtenteils auf einem Wanderungsüberschuss durch Zuwanderung aus dem Ausland (+5 485; 2019: +6 090), während Ausländerinnen und Ausländer innerhalb Deutschlands häufiger aus Sachsen-Anhalt fort- als zuzogen. Zu dem Wanderungsüberschuss aus dem Ausland trugen am stärksten die Syrerinnen und Syrer (+1 135) bei, gefolgt von Rumäninnen und Rumänen (+545), Vietnamesinnen und Vietnamesen (+335) sowie Afghaninnen und Afghanen (+250). Gleichzeitig zogen gerade die Syrerinnen und Syrer häufig in andere Bundesländer fort (-1 155).

Der Geburtenüberschuss der ausländischen Bevölkerung in Sachsen-Anhalt lag 2020 bei +1 560 (2019: +1 610). Hier waren insbesondere die Syrerinnen und Syrer (+625), die Rumäninnen und Rumänen (+150), die Polinnen und Polen (+95) sowie die Afghaninnen und Afghanen (+90) maßgeblich.

Die Anzahl der Ausländerinnen und Ausländer veränderte sich in den verschiedenen Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts zwischen dem 31.12.2019 und dem 31.12.2020 unterschiedlich. Die Spanne reichte von einem Rückgang von 3,1 % im Landkreis Harz bis zu einem Wachstum von 5,3 % im Saalekreis. Neben dem Landkreis Harz schrumpfte die Gruppe der Ausländerinnen und Ausländer lediglich im Landkreis Jerichower Land (-0,8 %). In allen anderen Kreisen gab es einen Zuwachs.

Insgesamt überwogen in der ausländischen Bevölkerung Sachsen-Anhalts mit 58,7 % die Männer. Zudem waren die Ausländerinnen und Ausländer jünger als die Bevölkerung insgesamt. Ihr Durchschnittsalter lag in Sachsen-Anhalt bei 31,1 Jahren (Ausländerinnen 30,5 Jahre; Ausländer 31,6 Jahre). Sie waren damit auch jünger als Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland insgesamt (38,0 Jahre). Durchschnittlich hielten sich die in Sachsen-Anhalt ansässigen Ausländerinnen und Ausländer bereits seit 7,6 Jahren im Bundesgebiet auf. 9,5 % von ihnen waren bereits in Deutschland geboren; 44,2 % waren ledig, 27,1 % waren verheiratet, 3,7 % darunter mit einem deutschen Partner oder einer deutschen Partnerin.

Weitere Informationen zum Thema Ausländer finden Sie im Bereich Bevölkerung im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.

Hintergrundinformationen: Die Zahlen des Ausländerzentralregisters beruhen auf den Meldungen der örtlichen Ausländerbehörden und werden vom Bundesverwaltungsamt zusammengetragen. Sie werden aus Gründen der Geheimhaltung mit 5er-Rundung veröffentlicht.