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Zahl der Woche: 16

2019 gab es in Sachsen-Anhalt 16 Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen, deren wirtschaftlicher Schwerpunkt die Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen war. 12 dieser Betriebe mit 4 897 tätigen Personen produzierten pharmazeutischen Spezialitäten und sonstige pharmazeutische Erzeugnisse, zu denen unter anderem Impfstoffe gehören. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt anlässlich der Europäischen Impfwoche vom 20. bis 26. April mitteilt, betrug der Verkaufswert der Erzeugnisse 657 621 Tsd. EUR.

Die Zahl der Gewerbean- und -abmeldungen hielt sich 2019 mit jeweils 2 im Wirtschaftszweig Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen die Waage.

Nach vorläufigen Angaben exportierte Sachsen-Anhalt 2019 pharmazeutische Grundstoffe (Vorerzeugnisse) im Wert von 224 712 Tsd. EUR. Der Exportwert war damit mehr als doppelt so hoch wie der des Imports (100 746 Tsd. EUR). Hauptziel des Exports waren die Vereinigten Staaten (77 242 Tsd. EUR). Hauptherkunftsland für den Import war die Volksrepublik China (19 438 Tsd. EUR). Das Handelsvolumen mit dem Ausland bei pharmazeutischen Erzeugnissen (Enderzeugnissen) lag deutlich über dem der pharmazeutischen Grundstoffe. Es wurden pharmazeutische Erzeugnisse im Wert von 1 083 594 Tsd. EUR exportiert, wobei das Hauptziel Italien war (86 758 Tsd. EUR). Das Hauptherkunftsland der Importe bei den pharmazeutischen Erzeugnissen war 2019 Schweden (489 533 Tsd. EUR). Damit stammten über 30 % des Importwertes (1 587 039 Tsd. EUR) aus diesem Land. Die Volksrepublik China war bei den pharmazeutischen Erzeugnissen nicht unter den Top 5 der Handelspartner Sachsen-Anhalts. Die Werte des Januars 2020 entsprechen den Ergebnissen des Jahres 2019. Es wurden mehr pharmazeutische Grundstoffe exportiert (12 661 Tsd. EUR) als importiert (10 618 Tsd. EUR). Das Handelsvolumen mit pharmazeutischen Erzeugnisse (Export: 118 629 Tsd. EUR; Import: 150 569 Tsd. EUR) lag deutlich über dem der pharmazeutischen Grundstoffe.

2017 gab es in Sachsen-Anhalt insgesamt 66 Todesfälle und 1 742 Krankenhausfälle aufgrund von Krankheiten, gegen die das Robert-Koch-Institut Impfungen empfiehlt. Sowohl die meisten Todes- als auch Krankenhausfälle waren durch saisonale Influenza (Todesfälle: 53; Krankenhausaufenthalte: 780) bedingt.

Bis Ende Januar 2020 breitete sich das Coronavirus (Sars-CoV-2/COVID-19) vor allem in der Volksrepublik China als noch lokal begrenzte Epidemie aus. Eindeutige Effekte auf die Außenhandelsstatistik infolge der Corona-Pandemie werden frühestens ab dem Berichtsmonat Februar erwartet.